Editorial - Schrot und Korn

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Die Sache mit der Vernunft

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Liebe Leserin, lieber Leser,

und schwupps, da war sie leer, die Tüte Chips. Gestern Abend, beim Plaudern auf dem Sofa, einfach so. Etwas reuevoll blickte ich auf die letzten Krümel. Ok, ich hätte die Tüte gleich im Schrank lassen können, aber irgendetwas lockte mich. Warum essen wir so oft gegen unsere Vernunft? Eigentlich wissen wir doch, was gut für uns ist und was nicht. Ich finde das Thema super spannend, nicht erst seit ich bei der letzten Buchmesse eine Diskussionsrunde dazu moderierte. 

Manchmal glaube ich, es gibt auch Einkaufen gegen die Vernunft. Einerseits wissen inzwischen viele Menschen, dass die Produktion unserer Lebensmittel einen großen Anteil an unserer Umwelt- und Klimabilanz hat. Und Bio ist zumindest „gefühlt“ in aller Munde. Eine aktuelle Studie hat zudem die gesellschaftlichen Leistungen des Bio-Anbaus sehr positiv bewertet. Doch andererseits stammen nur fünf Prozent der Lebensmittel in deutschen Einkaufswagen aus ökologischer Landwirtschaft. Der Anteil von Bio-Fleisch und -Wurst liegt sogar bei deutlich unter zwei Prozent – obwohl „alle“ über Tierwohl reden.

Wie schaffen wir es also, dass mehr Menschen mehr Bio-Produkte kaufen, weil sie einfach gut für unsere Umwelt und somit unsere Gesellschaft sind? Da das bundeseigene Thünen-Institut an der aktuellen Studie beteiligt war, hoffe ich sehr, dass Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine gute Idee dazu hat.

Ihre

Stephanie Silber

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