Editorial - Schrot und Korn

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Einfach nur mega glücklich!

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

ob Dewayne Johnson noch lebt, wenn Sie diese Zeilen lesen, ist nicht klar. Als ich sie schrieb, war ungewiss, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Er ist an Krebs erkrankt und macht das Unternehmen Bayer beziehungsweise das Pflanzengift Glyphosat dafür verantwortlich. Der Aktienkurs von Bayer ist seit der Übernahme von Monsanto und der erfolgreichen Klage von Dewayne Johnson auf Talfahrt (s. S. 7) – auch wenn Bayer immer wieder auf Studien verweist, die dem Pflanzengift „nicht krebserregend“ attestieren.

Wissen Sie was? Mir sind diese Studien langsam egal! Ich weiß, dass ich für unsere Gesellschaft dieses System nicht möchte: Drei Konzerne beherrschen mehr als 60 Prozent des kommerziellen Saatgutmarktes weltweit. Bayer ist jetzt der größte von ihnen und verkauft genmanipuliertes Saatgut, das gegen Glyphosat resistent ist. Milliardenschwere Umsätze für Monsanto waren jahrelang das Ergebnis dieser Paketlösung. Und wenn dann der Verdacht auf krebserregend im Raum steht und mir klar wird, dass Bayer auch Medikamente gegen Krebs verkauft ... ne, will ich nicht, da sträubt sich alles.

Doch wer kann das ändern? Wir! Gemeinsam können wir Zeichen setzen für ein anderes System von Lebensmittelproduktion – zum Beispiel bei der großen Demo am 19. Januar in Berlin. Moment, mir fällt noch jemand ein: die deutsche Landwirtschaftsministerin. Sie hätte das Mandat für grundlegende Veränderungen. Wie sieht es aus, Frau Klöckner, sind Sie an unserer Seite am 19. Januar ?

Ihre

Stephanie Silber

 

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