Bunter Zug für eine bessere Landwirtschaft - Schrot und Korn

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Bunter Zug für eine bessere Landwirtschaft

Demo © Manfred Loosen
Bunt, laut, gut gelaunt: 27 000 Menschen zogen durch Berlin, Schrot&Korn mittendrin. © Manfred Loosen

 

Eine riesige Biene schwebt – von acht starken Seilen gehalten – über den Demonstrierenden. Das Online-Netzwerk Campact hat sie mitgebracht, um seinen Slogan, der groß auf der Biene steht, eindrucksvoll zu präsentieren: „Agrarindustrie tötet!“ steht da. Die Riesenbiene erregt gleich in der Nähe der Bühne Aufmerksamkeit. Auf der Bühne kommen einige Sprecher gleich zur Sache. Karl Bär vom Umweltinstitut München: „Wir brauchen mehr Hirn pro Hektar als es Bayer&Co. haben!“, ruft er der Menge zu. 27 000 Menschen applaudieren lautstark. Auch die alternative Nobelpreisträgerin Vandana Shiva und andere Redner, wie zum Beispiel der brasilianische Agrarexperte Antônio Andrioli, fordern eine kleinbäuerliche Landwirtschaft, die Böden, Grundwasser und Luft schont. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger zeigt auf, dass es fünf vor zwölf ist: „Dürresommer, Artensterben: Die Zeit rennt uns davon. Wir brauchen jetzt eine zukunftsfähige EU-Agrarpolitik. 2020 entscheidet sich, ob wir endlich faire Bedingungen für Landwirte und Natur schaffen.“ EU-Subventionen sollten endlich nicht mehr nach bewirtschafteter Fläche vergeben werden, fordern viele Redner. Vielmehr müssten diejenigen Bauern finanziell unterstützt werden, die ihre Felder ökologisch bewirtschaften und so Grundwasser, Luft und Insekten schützen – und dazu ihre Tiere artgerecht halten. Es gehe nicht an, dass die Europäische Union Millionen-Subventionen an Bauern zahle, die mit Ackergiften die Umwelt schädigen.
Dann zieht der kilometerlange, bunte Lindwurm durch Berlin, unter anderem vorbei am Bundesministerium für Landwirtschaft. „Wir haben die Alibi-Politik des Agrarministeriums gehörig satt!“, sagt Bündnis-Sprecherin Saskia Richartz. Die Bundesregierung trage die Verantwortung für das Höfe-
sterben und den Frust auf dem Land. Seit 2005, als Angela Merkel Kanzlerin wurde, hätten 130 000 Höfe schließen müssen – im Schnitt gebe ein Familienbetrieb pro Stunde auf.
Die Demonstranten ziehen weiter durch die Stadt. Mittendrin auch neun Schrot&Korn-Fahnen und unser großes Plakat: „Bio statt Ackergift“. Jahr für Jahr gehen Mitarbeiter des Verlags in Berlin mit auf die Straße. Schrot&Korn ist auch Medienpartner der Demo.
„Mehr Bio“ ist eine Hauptforderung an diesem sonnigen, aber kalten Samstag in Berlin. Die Initiative „Öko statt Ego“ des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN), die vor ein paar Wochen gestartet worden war, brachte es mit einem hintergründigen Spruch auf einem Plakat auf den Punkt: „Öko kostet nicht die Welt, nicht-öko schon.“

Unser selbst gestaltetes Transparent hatten wir bereits letztes Jahr bei „Wir haben's satt“ dabei. (Foto: Oliver Scheiner/bio verlag)

Schrot&Korn auf Berliner Straßen © Manfred Loosen

Eine Forderung: „Lass die Sau raus!“ © Manfred Loosen

Bio kostet nicht die Welt! (Foto: Oliver Scheiner/bio verlag)

Tote schwebende Biene mit Aussage © Manfred Loosen

Lautes Klappern für unsere Ziele © Manfred Loosen

Auch Umweltaktivistin Vandana Shiva demonstrierte für die Agrarwende. (Foto: Oliver Scheiner/bio verlag)

„Insekten retten statt Landschaften plätten!“ (Foto: Oliver Scheiner/bio verlag)

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