Brotbackautomaten - Schrot und Korn

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Leserbriefe

Brotbackautomaten

S&K 12/98 Backroboter contra Biobrot? Über diesen Artikel habe ich mich sehr geärgert. Ich hätte etwas anderes erwartet als diese unkritische Bewerbung eines überflüssigen Gerätes.

Natürlich ist es gut, daß sich immer mehr Menschen über ihr täglich Brot Gedanken machen und viele dabei ans Selbermachen denken. Aber muß es denn ausgerechnet ein "Automat" der japanischen Elektronikindustrie sein, der den Beifall der Autorin findet?

Haben wir nicht schon genügend Entsorgungsprobleme mit viel zu vielen elektronischen Haushaltsgeräten? Hier also ein weiteres kurzlebiges, weil nicht reparierbares Massenprodukt aus einem problematischen, toxischen Materialmix. Sein Vorteil des geringen Stromverbrauchs verblaßt bei der Vorstellung, wie viele Brote man mit der Energie backen könnte, die zur Herstellung (und späteren Beseitigung) solcher Geräte benötigt wird.

Aber der größte Clou kommt noch: Für Brote aus Vollkornschrot und insbesondere Roggenmehl ist es nicht geeignet! Es tut mir leid, als überzeugter Biobrotesser kann ich mich nicht über von "Zauberhand" gebackene Weizenfeinmehlbrote freuen. Mein Magen übrigens auch nicht, er bevorzugt statt täglich frischem, lieber abgelagertes Brot.

Hier ist dem modischen Publikumsgeschmack, dessen Appetit vom cleveren Marketing der Elektronikkonzerne geweckt wurde, doch ein bißchen zu viel Tribut gezollt und das ökologische Backen auf der Strecke geblieben.

Aber Gott sei dank geht es noch anders. Ich ziehe da lieber das herzhafte Roggenschrotbrot meines Biobäckers vor oder nehme mir die Zeit für ein richtiges, von Hand gemachtes Brot, bei dem naturbelassene Zutaten nicht zum Problem werden.

Was ich zur Nachahmung empfehle, denn an Backöfen, Rezepten und Ratgebern, auch dank ihrer Berichterstattung, mangelt es in unserer Republik ja wahrlich nicht.

U. Weber, Köln

Babynahrung

S&K 01/99 Wieder einmal will die EU wissentlich ein Verbrechen begehen. Diesmal an den Babys. Und wieder einmal meinen alle, dem nicht entkommen zu können! Warum? Man muß doch eigentlich nur die betroffene Babynahrung umbenennen. Etwa in: "Breinahrung", und klein dazu: "Für Kinder jeden Alters". Und schon ist das Problem gelöst, denn die neue EU-Bestimmung betrifft ja eben "nur" Babynahrung!

Und jeder Interessierte wird bald wissen, daß Breinahrung gleich Babynahrung ist!!!

H. Rosenhammer, Schmolln Österreich

Nahrungsergänzung

S&K 02/99 Irgendwie ist es ja schon 'ne Frechheit, wie der Industriepromoter Andreas Hahn ausgerechnet die Veganer auch noch mit Vitaminpillen füttern will. Ich kann dazu nur sagen: Herr Hahn, stecken Sie sich ihre industriellen Verdummungspräparate sonstwohin und mißbrauchen Sie Ihre Stellung nicht zur unterschwelligen Angstmache.

Wenn ausgerechnet die bewußtesten unter den Öko-Essern sich so falsch ernährten, wie Sie glauben zu machen versuchen, gäbe es sie doch schon längst nicht mehr.

Wer gegen alle gesellschaftlichen Widerstände und Ausgrenzungen den Weg zur tiereiweißfreien Ernährung findet, weiß auch, daß Vitamin B12 (kalkulatorischer Tagesbedarf 1 - 3 Millionstel Gramm pro Tag; Langzeitspeicher im Körper) in Sauerkraut, Tempeh, Miso und anderen fermentierten Gemüsen zu finden ist; Vitamin D stellt der Körper selbst her, Eisen und Zink (reichlich im Getreide) sind bekanntermaßen ebenso völlig unkritisch.

Es ist schon peinlich, daß Wissenschaftler Hahn glaubt, daß diejenigen, die sich konsequent natürlich ernähren und auch die ethische Seite der Nahrung bedacht haben, ausgerechnet Bedarf an den von ihm propagierten Pillen (denaturierte isolierte Wirkstoffe) haben sollten.

F. Koschmieder, Bad Malente

Ihr Bericht(?) hat einige Defizite. Sie verunsichern auf nicht verantwortbare Art und Weise den interessierten Laien und Verbraucher. Was essen wir denn heute - Obst und Gemüse, das im unreifen Zustand geerntet wird, tage- und wochenlange Transporte und Lagerung hinter sich hat - Bitte, was soll denn da noch Gesundes drin sein.

Nicht jeder Mensch, der berufstätig ist, hat die Möglichkeit, sich bewußt und ernährungsphysiologisch richtig zu ernähren - Darum boomt ja auch das Fast-Food-Geschäft. Gerade für diese Menschen, die auch glauben und wissen, daß sie sich nicht vernünftig ernähren, sind Nahrungsmittelergänzungen ideal.

Heilaussagen und Therapien kann man nicht mit diesen Mitteln treffen, Sie schießen da deutlich über das Ziel heraus.

"Synthetische-Biologische-Präparate", Bioware ist immer teurer als Industrieware! (Siehe Biofleisch) - Darum ist auch ein höherer Preis bei den biologisch erzeugten Vitaminen (hoher Aufwand) gerechtfertigt.

Sondieren und recherchieren Sie den Markt. Es gibt auch Nahrungsmittelergänzungen, die mit Bioflavonoiden, (Pflanzenbegleitstoffen) und einer ideal abgestimmten Zusammenstellung der Inhaltsstoffe versehen sind. Meine Empfehlung: Scheren Sie nicht alles über einen Kamm!

T. Schmitt

Leider wurde ich in dem obigen Artikel auf Seite 12 der Schrot&Korn nicht korrekt bzw. unvollständig zitiert, so daß bei einigen Leserinnen ein falscher Eindruck entstanden ist.

Die von uns in Auftrag gegebene Analyse, (die auch Hr. Krautstein vorlag), wurde nach einer speziellen mikrobiologischen Methode ( im Gegensatz zur chemischen oder radiochemischen) vorgenommen. Die so ermittelte Verwendbarkeit des Vitamins B12 bezieht sich ausschließlich auf die untersuchte Substanz, namentlich Earthrise Spirulina und läßt nicht den Schluß zu, daß Vitamin B12 aus Mikroalgen generell biologisch verwendbar ist.

J. Schreiber, Fa green Valley, Berlin

Wenn Sie gegen Vitaminpräparate aus dem Billig- und Supermarkt wettern, rennen Sie bei uns offene Türen ein. Tausende Betroffene, die vorher gewisse synthetische Vitaminpräparate nahmen, sagten mir, daß diese durchaus schaden können. Sie liegen falsch, wenn Sie alle Nahrungsergänzungen gleich einstufen. Ich habe in jahrelanger Mühe wirklich nachgewiesenermaßen lebendige Nahrungskonzentrate entwickelt. Diese können Mängel ausgleichen, die - aus insbesondere Gründen der Züchtung unserer pflanzlichen Lebensmittel - auch bei Ernährung mit Bio-Lebensmitteln auftreten können. Viele Kunden beteiligen sich an einer Studie, die bereits heute zeigt, welche gesundheitlichen Verbesserungen durch natürliche Nahrungsergänzung mit Green Foods möglich sind. Wir möchten Ihren Lesern die Möglichkeit geben, sich von den Vorteilen einer natürlichen, lebendigen Nahrungsergänzung selbst zu überzeugen. Unter der gebührenfreien Nummer 0800-1827728 kann jeder bei uns anfragen.

R. Hittich, Firma Green Power, Hoensbroeck, Niederlande

Editorial

S&K 01/99 Seit ungefähr einem Jahr bekomme ich über den Naturkostladen das Magazin mitgeliefert. Meine anfängliche Skepsis gegenüber dem Blatt ist gewichen und daran sind Ihre sympathischen Editorials nicht gerade wenig beteiligt. Für mich jedenfalls das erste in jeder Zeitung, was ich lese. Ihr Kollege hat unrecht, wenn er meint, je kürzer desto besser eine Einleitung für die Leser sein soll, dann müßten selbstverständlich auch die Reportagen aufs Minimum gekürzt werden, man kann ja den Kunden nicht zuviel zumuten, oder? Ich erwarte von einem guten Editorial informativ Wissenswertes, gewürzt mit ein paar persönlichen, humorigen Akzenten, was Ihnen in jeder Hinsicht gelingt. Bleiben Sie Ihrem ungebremsten Schreibstil treu!

F. Lindinger, Passau

Ihre Editorials sind die einzigen, die ich überhaupt lese und manchmal auch zweimal, weil sie so gut sind. Ich fände es schade, wenn sie kürzen würden.

Im übrigen gefällt mir S&K sehr gut! Die Themen sind verständlich aufbereitet. Viele Rezepte, Hinweise und Tips konnte ich schon umsetzen. Daß die Zeitschrift kostenlos verteilt wird, ist ein weiterer Pluspunkt.

Machen Sie weiter so. Ihr Kollege muß ja Ihre Editorials nicht lesen.

E. Bittlingmaier-Pichelbauer, Schöneiche

Leserbriefe

Im S&K 12/98 waren schon wieder mal intolerante Leserbriefe, die ich nicht nachvollziehen kann. Deshalb hat es mich gedrängt, auch mal einen zu schreiben. Ich finde die Zeitschrift S&K sehr gut.

Zum Thema "Werbung". Es gibt anscheinend immer noch Leute, die nicht unterscheiden können zwischen

*inhaltlichen Texten im Magazin und

*den Werbeanzeigen verschiedenster Hersteller

Werbung ist Werbung (die auch in alternativen Zeitschriften Quatsch behaupten oder den Inhalten der Zeitschrift entgegenstehen kann) und hat absolut nichts mit den Artikeln oder der Meinung der Redakteure zu tun, sondern nur mit der des Werbenden!

Auch sehe ich nicht, was gegen Werbung zu sagen ist? Man muß sie als Leser nur interpretieren und hinterfragen oder (falls man dies nicht kann) ignorieren. Der Leser und die Leserin sollte sich klarmachen, daß die Werbeanzeigen nicht Werbung des Magazins sind!! Und die Redaktion darf die Werbeanzeigen nicht einfach verändern oder ablehnen. Laut Grundgesetz besteht Informationsfreiheit - das beinhaltet auch die Freiheit, daß eine Firma in einer Zeitschrift werben darf, auch wenn die Geschäftsphilosophien entgegengesetzt sind.

Also kurz gesagt: Werbung ist sinnvoll und ein Grundrecht. Aber sie kann auch lügen.

Zum Thema "Themen in S&K". Auch hier sollte der Leser bzw. Die Leserin toleranter in Bezug auf die Themen werden. Ich persönlich finde es gut, daß S&K auch über nicht "traditionell Naturköstliches" berichtet, z.B. "Gummibärchen", "Schnelle Küche", "Biosüßigkeiten", "Tiefkühl-Biokost", etc. Denn es mag doch den Einen oder Anderen oder auch die Mehrzahl interessieren Wenn S&K über solche Themen schreibt, muß das doch nicht als "Aufforderung" verstanden werden. Der Uninteressierte kann den Artikel ja überspringen!

Also Leute: Seid toleranter! Auch gegenüber Werbung, ihr müßt es ja nicht kaufen. Trotzdem: Trau keiner Werbung, die Du nicht selbst erstellt hast!

In diesem Sinne: Weiter so, S&K!!!

D. Kratz, Bonn

Erschienen in Ausgabe 04/1999
Rubrik: Leben&Umwelt

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