Leserbriefe - Schrot und Korn

Anzeige

Anzeige

Leserbriefe

Leserbriefe


Vegetarier

Das finde ich richtig toll, daß man dieses Thema jetzt auch im Internet findet. Eines habe ich jedoch nicht auf euren Seiten gefunden: Adressen für Vegetarier, also Adressen, bei denen Vegetarier auf Ihre Kosten kommen, wenn sie essen gehen möchten oder wo Vegetarier im Urlaub (auch außerhalb Deutschlands) das richtige finden. Ansonsten sind die Seiten hervorragend gestaltet!! Hier und da vielleicht noch ein kleiner Programmfehler in den Frames.

O+S. Geiger, Heroldsbach

Kochgeschirr

S&K 11/98Jede Menge leckere Rezepte, und das in jedem Heft; wie kommt es da, daß die Küchenhelfer so kurz und teilweise so oberflächlich abgehandelt werden?! Wieso stehen Schneidebretter aus Kunststoff gleichwertig neben denen aus Holz, und wo bleiben solarbetriebene Küchengeräte wie zum Beispiel Küchenwaagen? Vielleicht sollte dieses Thema als Serie aufgegriffen werden. So können detaillierte Informationen gegeben werden. Vielleicht schafft man als Endverbraucher dann auf Anhieb, das Gerät für's Leben zu kaufen beziehungsweise ökologische Aspekte beim Kauf zu berücksichtigen. Zum "Plätzchen-Aufmacher" hätte ich mich über Info's zu Backutensilien gefreut.

R. Christoph, Pegnitz

Gentechnik

S&K 10/98Vielen Dank für den Beitrag zum Thema Gentechnik und der Möglichkeit der Positiv-Kennzeichnung. Durch die Akzeptanz von gentechnischen Verschmutzungen in der "Gentechnikfrei "-Verordnung geben Bio-Bauern und Hersteller eine ihrer stärksten Waffen gegen die Gentechnik aus der Hand: die Schadensersatzklage gegen die Hersteller und Anbauer von transgenen Pflanzen. In den bisherigen Prozessen, die gegen den Anbau von transgenen Pflanzen geführt wurden, fehlte immer der Nachweis des wirtschaftlichen Schadens, den ein Bio-Bauer erleidet, wenn es zum Beispiel zu Auskreuzungen kommt und er daraufhin seine Ware nicht mehr als Bio-Ware absetzen könnte. Dieses Mittel greift nun nicht mehr, da auch in Bio-Waren unvermeidliche gentechnische Verschmutzungen erlaubt sind, der Bio-Bauer dadurch aber keine Nachteile mehr zu erleiden hat. Der Gentechnik-Industrie insgesamt und den Anbauern vor Ort wird ein Stein vom herzen fallen. Ein weiteres Problem liegt in der Konkretisierung der Begriffe "unbeabsichtigt" und "unvermeidbar". Angenommen ein Bio-Bauer erntet seinem Roggen auf einen Feld, umgeben von anderen Roggenfeldern (zur Zeit noch nicht realistisch, da transgener Roggen noch nicht auf dem Markt ist). Da Roggen überwiegend Fremdbefruchter ist, könnte dann fast die ganze Erde aus transgenem Saatgut bestehen. Unvermeidbare Gentechnik-Bio-Ware? Als Bio-Bauer oder Hersteller von Naturkostwaren hätte ich zudem noch Bedenken gegen weitere Marktspaltungen, da durch die Gentechnik die konventionellen Produktionskosten weiter gesenkt werden können. Damit klafft die Schere zwischen den Preisen für transgene konventionellen und Bio-Produkten wieder etwas weiter auseinander. Und die ganze Naturkostbranche gerät unter noch stärkeren wirtschaftlichen Druck.

M.Gemkow, Hamburg

Trinkwasser

Es ist ja schon lange bekannt, daß die von den Frauen "ausgepinkelten" Östrogene der Anti-Baby-Pille der ganzen, auch männlichen Bevölkerung im sogenannten Trinkwasser wieder "zugute" kommen. In Deutschland läuft der "Wasser-Recycling-Prozeß" -pinkeln-trinken-pinkeln-trinken- durchschnittlich sieben mal ab, bis das Wasser endlich im Meer landet und verdunstet. Zwischendurch immer wieder "notdürftig" in Kläranlagen gereinigt und von den Wasserwerken "aufbereitet". Aber nicht nur die Östrogene, sondern auch Psychopharmaka, Betablocker, Schmerzmittel, Antibiotika, Mittel gegen Krebs, Rheuma, Epilepsie und und und … So berichtet die Süddeutsche Zeitung am 16.6.98 von Forschern aus Berlin, die diese und noch viel mehr Medikamente im "Trinkwasser" (!?!) nachgewiesen haben. Eine ganze "Apotheke im Wasserhahn" steht zur Verfügung. Also: Bei Kopfschmerzen greift man nicht mehr in den Apothekerschrank, sondern nimmt einen großen Schluck aus dem Wasserhahn. Doch zum Schluß noch eine "positive" Nachricht: In ein bis zwei Jahren müssen wir uns auch keine Sorgen über die mangelnde Potenz der Männer mehr machen, denn dann kommen vielleicht schon die ersten Spuren von Viagra aus unserem Wasserhahn. Na dann: Prost!

V. Schuster, Böbingen

Waschen

S&K 10/87Unter den "Acht Tips für umweltgerechtes Waschen" vermisse ich einen neunten: den Warmwasseranschluß, der beim Kauf einer Waschmaschine zu haben ist und sehr viel Energie beim Aufheizen des Waschwassers einspart: Strom wird bekanntlich mit einem Wirkungsgrad von 30 bis 40 Prozent erzeugt. Bis er an der Steckdose der Waschmaschine ankommt, hat er nochmals allerhand Verluste erlitten und steht dann im Mittel vielleicht mit lediglich 30 Prozent Wirkungsgrad an der Steckdose der Waschmaschine zur Verfügung. Mit anderen Worten: 70 Prozent, also mehr als zwei Drittel der ursprünglich im Kraftwerk eingesetzten Brennstoffenergie sind ohne Nutzen verloren gegangen. Warmwasser aus der Warmwasserheizung, die mit Erdgas oder Heizöl gefeuert wird, stellt dagegen die Wärme an der Zapftstelle mit einem Wirkungsgrad von etwa achtzig Prozent im Winter und sicherlich nicht unter 55 Prozent im Sommer zur Verfügung. Im Mittel könnte man etwa 70 Prozent aus der Gas- und Ölheizung ansetzen. Fazit: Arbeitet die Waschmaschine mit Warmwasser aus der Heizung statt kaltes Leitungswasser elektrisch aufzuheizen, wird die Umwelt geschont, weil zirka 40 Prozent der Brennstoffenergie eingespart werden, weil damit auch entsprechend weniger CO2 erzeugt wird und weil die zugehörigen Schadstoffe nicht emittiert werden.

R. Stein, Wiesbaden

Leserbriefe

Beim Leserbrief von M. Stolz, Buffalo, kann ich lediglich dem letzten Satz zustimmen. In den USA ist es mir zum ersten Mal in meinem Leben passiert, daß ich durch einen großen Supermarkt ging, und als ich an die Kasse kam hatte ich nichts, aber auch gar nichts, im Einkaufskorb. Von den tausenden von Auslagen hatte mich nichts gereizt zu kaufen, nichts hatte meinen Appetit angeregt. Aber auch in europäischen Supermärkten ist das meiste inzwischen "junkfood" (Dreckfressen). Dafür habe ich in San Francisco cirka ein halbes Dutzend Naturkostläden gesehen, von denen man in Deutschland nur Träumen kann. Dort konnte man Lebensmittel wie Öl, Essig, selbst Obstsäfte "lose" kaufen. Man brachte seine Flasche von zu Hause mit und füllte sich soviel ein, wie man tatsächlich benötigte. Es würde sich lohnen, wenn deutsche Naturkostläden sich das mal ansehen und Anregungen mit nach Hause nähmen.

R. Fendler, Kilfenora

"…Innen"

Ich habe Schrot & Korn aufgehört zu lesen weil mir das alberne Innen (LeserInnen und so weiter) einfach zu blöd war. Nun schau ich mal wieder ein Heft an und freue mich: Das alberne Innen ist wieder weg ich kann Schrot & Korn wieder lesen: Ich gratuliere zu diesem Schritt in Richtung Vernunft!

U. Auffhammen, Bad Neustadt

Standpunkt

S&K 11/98 Wer mit offenen Sinnen durch die neuen Bundesländer fährt, kann die Entwicklung nicht übersehen, die hier stattfindet. Daß noch viel zu tun ist, bis ein Stand erreicht ist, der dem Niveau der alten Bundesländer entspricht, wird ja von niemandem bestritten. Die Folgen einer vierzigjährigen Fehlentwicklung in politischer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht sind eben nicht in acht Jahren noch so guter Bemühungen zu überwinden. Das mag Helmut Kohl sicher zu optimistisch eingeschätzt haben. Das schmälert aber in keiner Weise seinen Verdienst als Kanzler der Einheit. Und es spricht für Gerhard Schröder, diesen Verdienst in fairer Geste gewürdigt zu haben. Der Geschäftsführer Ihres Verlages scheint dagegen zu den Menschen zu gehören, die historische Tatsachen nicht sehen wollen und Leistungen politisch Andersdenkender nicht anerkennen können. Schade, Herr Steinmeyer.

W. Müller-Rahmel, Hamburg

Politik ist wahrlich eine Kunst, die es zu beherschen gilt. Politik ist aber auch eine Wissenschaft, die danach trachtet, gesellschaftliche Prozesse, die in politisches Handeln eines etablierten politischen Systems mündet, ursächlich zu erklären. Viele der von Herrn Steinmeyer gemachten Aussagen betreffen genau dieses politische System. Nach meiner Ansicht ist es bedenklich, wenn Herr Steinmeyer pauschal und undiffierenziert Aussagen trifft, ohne die Auswirkungen auf dieses System zu nennen (vielleicht auch nicht zu kennen), beziehungsweise wenn diese konträr zu den Erkenntnissen der Politikwissenschaft stehen. Wenn Herr Steinmeyer das Mehrheitswahlrecht lobt, sollte er sich darüber im Klaren sein, daß ein Mehrheitswahlrecht nicht notwendigerweise "stabile parlamentarische Mehrheiten schafft". Als Beispiel sei hier nur auf Kanada verwiesen. Darüber hinaus kann es auch ebenso zur Bildung von Koalitionsregierungen kommen, wie das Beispiel Frankreich zeigt. Falsch ist auch die Behauptung, daß ein Mehrheitswahlrecht einen politischen Wechsel erleichtern würde. In den USA hatten die Republikaner bis zur Wahl von Bill Clinton zwölf Jahre die Präsidentschaft inne. In Großbritannien besaßen die Torys bis zum Wahlsieg von Tony Blair sogar achtzehn Jahre die politische Macht. In beiden Ländern gilt das Mehrheitswahlrecht. Die Häufigkeit, in der es in einem Land zu Machtveränderungen an der Regierung kommt, ist offensichtlich abhängig von der dortigen politischen Kultur: Beispielsweise wählen die Iren mit schöner Regelmäßigkeit ihre jeweils amtierende Regierung nach vier Jahren ab. Auch in Italien sind Regierungswechsel die Regel statt die Ausnahme. In beiden Ländern (Irland und Italien) gilt das Verhältniswahlrecht (in Italien seit 1994 mit Abstrichen).

P. Paulus, Klettgau

Bioresonanztherapie

S&K 11/98 Nach über dreißig Jahren mit schweren Heuschnupfenleiden und vergeblichen Versuchen mit sämtlichen Angeboten der Schulmedizin bekam ich einen Hinweis auf die Bioresonanz-Therapie (BRT). Als Physiker war ich sehr mißtrauisch, da die Literatur zur BRT sehr dürftig ist und das Verfahren offensichtlich weder medizinisch noch physikalisch funktionieren kann. Andererseits habe ich als Physiker gelernt, daß die Naturwissenschaft nur einen Teil der Realität erfaßt und noch vieles auf die Entdeckung wartet. Die Wissenschaftsgeschichte zeigt, daß die meisten der großen Entdecker zunächst von ihren Kollegen verlacht wurden. Also versuchte ich es mit der BRT. Nach drei Monaten Behandlung war ich völlig beschwerdefrei, und das mit kurzen Nachbehandlungen nun seit zwei Jahren.

R. Beck, Bornheim

Ihr Bericht entspricht haargenau den Tatsachen. Für mich existiert die schulmedizinische Allergiebehandlung nicht mehr. Meine heute vierzehnjährige Tochter mußte jahrelang durch eine medizinische Mühle gedreht werden ohne nur einen Hauch von Besserung ihres Asthmas zu erfahren. Es wurden Magen-Darm Grippen diagnostiziert, wo Lebensmittelallergien waren. Es wurden Erkältungskrankheiten diagnostiziert, wo Inhalationsallergien waren. Es wurde getestet, Kuren verordnet, schwere nebenwirkungsreiche Medikamente verordnet, alles umsonst. Welcher Schaden wurde dem Solidarsystem Krankenkasse angetan. Durch einen glücklichen Zufall mußte ich einen Sonntagsnotarzt rufen. Er fing bei meiner Tochter mit der Bioresonanztherapie an. Zuerst zahlte die AOK, weil wir die ersten Erfolge nachweisen konnten. Dann kam die Scientologie ins Gespräch. Nachweislich ist Brüggemann der Scientologie angehörig, dies ist richtig. Richtig ist wohl aber auch, daß im Sozialministerium in Bonn die Berater sitzen, die ihre schulmedizinischen Produkte mit Milliarden Umsätzen behalten wollen und diese dann auch mit der Begründung des wissenschaftlichen Nachweises dem Gesundheitsminister darlegen. Genau dies sind die Hemmschuhe der BRT. Sie ist mit Sicherheit kein Allheilmittel. Der Patient sollte auch hier versuchen, die Stoffe gegen die er allergisch ist, zum Beispiel Weizenmehl, nicht in Massen zu sich zu nehmen. Bei meiner Tochter müssen alle paar Monate 2-3 Allergene nachtherapiert werden. Sie hat kein Asthma mehr und keine chronische Bronchitis. Sie wird nur noch mit homöopathischen Arzneimitteln behandelt.

I. Bergau

Erschienen in Ausgabe 01/1999
Rubrik: Leben&Umwelt

Add a comment

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'