Licht ist mehr als hell - Schrot und Korn

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Licht ist mehr als hell

Es werde Licht

Ohne Sonnenlicht gäbe es kein Leben auf der Erde. In der Natur ist dieser Zusammenhang allgegenwärtig: In den lichtarmen Jahreszeiten stellt die Vegetation das Wachstum ein, wenn die Tage wieder sonnenreicher werden, erwachen Flora und Fauna zu neuem Leben. Sonnenlicht ist auch für den menschlichen Organismus wichtig: Es stimmuliert Vitamin-D-Stoffwechsel und Immunsystem, steuert Nervensystem sowie Hormonhaushalt und sorgt für psychisches Wohlbefinden. Doch viele von uns verbringen die meiste Zeit in geschlossenen Räumen unter Kunstlicht. Gründe genug, die verschiedenen Systeme der Beleuchtung genauer zu analysieren.

Die Erfindung der Glühbirne vor rund 100 Jahren veränderte die Lebensgewohnheiten der Menschen entscheidend. Heute ist es normal, daß viele Menschen rund 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen und oft bei künstlichem Licht verbringen.

Licht ist mehr als hell
Licht ist nicht gleich Licht. Die Wirkung, die wir vorrangig wahrnehmen, ist die Helligkeit. So wissen wir, daß am Arbeitsplatz besonders helles Licht wichtig, am Abend aber eine gemütliche indirekte Beleuchtung zum Entspannen genau das richtige ist. Dazu kommen subjektive Empfindungen. So wirkt künstliches Licht je nach Lampenart und Farbgestaltung der Umgebung zum Beispiel warm, natürlich, kalt, grell oder strahlend. Die Lichtindustrie beurteilt Lichtqualität in erster Linie nach dem Faktor Helligkeit. So schreiben beispielsweise DIN-Normen für die Arbeitsplatzbeleuchtung bestimmte Lux-Zahlen vor. Unberücksichtigt bleiben dabei zwei für das menschliche Auge unsichtbare Komponenten, die einen entscheidenden Einfluß auf unser Wohlbefinden haben. "Wichtige Aspekte bei Beleuchtungssystemen" so Maximilian Schäfer vom Lichtservice Schäfer in Kißlegg, "sind die spektrale Zusammensetzung des Lichts und die elektromagnetische Strahlung der Leuchtkörper". (Zum Thema Elektrosmog lesen Sie bitte das Interview mit Günther Klügl auf Seite 37)
Jede Lichtquelle zeichnet sich neben ihrer optisch wahrnehmbaren Lichtfarbe durch ein ganz spezielles Strahlenspektrum aus. Sonnenlicht umfaßt das gesamte Spektrum im sichtbaren Bereich von Violett über Blau, Grün, Gelb, Orange bis Rot (380 bis 780 nm) sowie den nicht sichtbaren Ultraviolett (290 bis 380 nm) und Infrarotanteile (700 bis Ü
Ü 770 nm). Wird ein Raum mit einer Glühbirne ausgeleuchtet, so überwiegen die Gelb-Rot-Anteile. Die Blau-Anteile sind nur schwach ausgeprägt. Das Licht einer Glühbirne hat ein ähnliches Farbspektrum wie die untergehende Sonne und wird deshalb als angenehm und beruhigend empfunden. Das macht sie für die gemütliche Abendbeleuchtung so beliebt. Kunstlicht von konventionellen Leuchtstofflampen gibt nur einen Teil des natürlichen Tageslichtspektrum ab. Das am meisten verwendete kühlweiße Licht hat gerade in den Bereichen des Spektrums die größten Defizite, in denen die Sonnenstrahlung am stärksten ist: Im Rot- und im Blau-Violett-Bereich. Dem Tageslichtspektrum am nächsten kommen Vollspektrumlampen. Diese funktionieren wie Leuchtstofflampen, haben aber im Innern eine andere Zusammensetzung. Sie bestehen aus einem Quarzglaskolben, in dem mit Hilfe von fünf verschiedenen Phosphaten und drei verschiedenen Edelgasen ein Licht erzeugt wird, das sich von der Sonne fast nur durch die Lichtintensität unterscheidet. Vollspektrumlampen werden meist mit einem Gleichrichter-Vorschaltgerät geliefert - dadurch entfällt das störende Wechselstromflimmern. Maximilian Schäfer, ein Spezialist für Vollspektrum-Beleuchtung versichert, daß die Lampen das Tageslichtspektrum zu 96 Prozent erreichen.
Licht, das in das Auge fällt, hat zwei Funktionen:
* es vermittelt über den optischen Anteil der Sehbahn den Sehvorgang.
* es aktiviert über den energetischen Anteil der Sehbahn den Stoffwechsel und die Hormondrüsen.
Der optische Weg führt von der Netzhaut zu den Sehzentren und löst den Sehvorgang aus. Für gutes Sehen ist das natürliche Tageslicht die beste Voraussetzung. Je näher das Lichtspektrum künstlicher Lichtquellen an das Tageslicht heranreicht, um so besser können die Augen arbeiten. Funktionen wie Farbensehen, natürliche Farbwiedergabe, Anpassung des Auges an Entfernungen, Kontrastsehen, räumliches Sehvermögen oder Nacht- und Dämmerungssehen hängen entscheidend von der Lichtqualität und somit von der spektralen Zusammensetzung ab.
Der energetische Weg läuft von der Netzhaut zur Hirnanhangdrüse, wo es die Ausschüttung bestimmter Hormone auslöst. Untersuchungen von Professor Hollwich, München, in den 70ziger Jahren zeigten, daß durch den Einfluß herkömmlicher Leuchtstoffröhren nicht nur die Augen extrem beansprucht werden, sondern bei Versuchspersonen, die über einen bestimmten Zeitraum unter Neutralweißröhren arbeiteten, im Körper ein erhöhter Cortisol-Spiegel nachgewiesen werden konnte. Der Körper produziert immer dann vermehrt Cortisolhormone, wenn der Mensch über längere Zeit einer Streßsituation ausgesetzt ist. Die Folge: Das Wohlbefinden leidet, man ermüdet schneller, die Leistungsfähigkeit läßt nach. Diese Symptome sind Praktikern wie Maximilian Schäfer vertraut. Zu seinen Kunden zählen viele Büros, aber auch Krankenhäuser und Arztpraxen.

UV-Anteil ist wichtig
Neben der spektralen Zusammensetzung geben einige Vollspektrumlamen einen geringen Anteil an UV-Licht ab. Diese Strahlung liegt im Bereich zwischen 500 und 1000 Lux. "Für das Wohlgefühl ist dieser UV-Anteil besonders wichtig" so Schäfer. Die pauschalisierte Warnung vor UV-Licht hält er für Panikmache. "An einem wolkenlosen Tag bekommen wir UV-Licht in einer Dosierung von 70.000 Lux ab. Im Büro sind es meist zwischen 300 und 500 Lux". Schäfer verweist auf wissenschaftliche Untersuchungen, die positive Auswirkungen von UV-Licht auf die Gesundheit nachweisen. So aktiviert UV-Licht die Vitamin-D-Synthese, kann den Blutdruck senken, die Herzleistung erhöhen, Cholesterinwerte senken und bei Diabetes und bestimmten Hautleiden wie Psoriasis helfen. Selbstverständlich ist damit nicht das stundenlange Braten in der Sonne gemeint. Es geht um eine geringe Dosis der Strahlung, die dann die genannten positiven Effekte auslösen kann. "Leuchtstoffröhren der konventionellen Ü
Ü Lichtindustrie, die als Vollspektrumlampen angeboten werden, enthalten keinen UV-Anteil," so Schäfer. "Diese Lampen haben im unsichtbaren, aber biologisch wichtigen UV-B+A-Spektralbereich einen gravierenden Lichtmangel. Sie weisen im Bereich von 290 bis 360 nm praktisch überhaupt kein Lichtspektrum auf." Wegen der überhöhten Blau-Anteile im Verhältnis zum Gesamt-Spektrum wirke dieses Licht dann sehr kalt.

Biologische Lichtwirkung
Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen mit unterschiedlichen Lichtsystemen zeigten, daß Beleuchtungssysteme mit einem tageslichtähnlichem Spektrum deutliche Vorteile gegenüber konventionellem Kunstlicht haben. Bei einer zweijährigen kontrollierten Studie an einer kanadischen Grundschule stellte man beispielsweise fest, daß die Konzentrationsfähigkeit, Motivation, Stimmung, Vitalität und allgemeine Stärkung des Immunsystems bei den Kindern am besten ausgeprägt war, deren Klassenzimmer mit Vollspektrumlicht und farblich harmonisch gestalteten Wandfarben ausgestattet waren.

Das richtige System für den richtigen Zweck
Bevor Sie sich für ein bestimmtes Beleuchtungssystem entscheiden, sollten Sie sich genau überlegen, wo Sie es einsetzen wollen. Im Arbeitsbereich sollte das Licht den Raum hell ausleuchten. Aufgrund der tageslichtähnlichen Zusammensetzung und der damit verbundenen positiven Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit empfehlen Experten dafür Vollspektrumlamen. Zum Entspannen bietet sich die gute alte Glühbirne, zum Beispiel auch in Kombination mit einer Salzkristalllampe an. Mit ihrem warmen Ton sorgt sie für eine harmonische Stimmung. Vielleicht gefällt Ihnen aber auch die Idee, von der Beleuchtungsexperte Günther Klügl (Interview Elektrosmog) berichtete: Eine Freundin hat sich eine Vollspektrumlampe ins Wohnzimmer gehängt. Schlaffen ihre Partygäste im gemütlichen Glühbirnenlicht frühzeitig ab, knipst sie die tageshelle Beleuchtung an. "Die sind dann alle wieder schlagartig wach", so Klügl.
Astrid Wahrenberg

    Im Angebot
    Glühlampen werden im häuslichen Bereich am häufigsten eingesetzt. Sie erzeugen Licht, indem Strom durch einen gewendelten Metallfaden fließt - der dünne Draht glüht auf und leuchtet. Damit der Draht nicht verglüht, darf kein Sauerstoff in der Glasbirne enthalten sein. Sie sind mit einem Edelgas, zum Beispiel Krypton, Argon oder Xenon befüllt. Glühlampen haben eine sehr ungünstige Energiebilanz: Lediglich fünf Prozent der elektrischen Energie wird in Licht umgewandelt, der Rest erzeugt Wärme. Glühbirnen liefern für etwa 1.000 Stunden Licht.

    Halogenlampen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Glühlampen. Als Füllgas verwendet man ein Halogen - Brom oder Jod. Diese Gase sorgen für eine längere Lebensdauer des Glühfadens und damit auch der Lampe. Sie geben nach einer Betriebsdauer von etwa 2 000 Stunden den Geist auf. Halogenlampen strahlen ein besonders helles Licht ab.

    Leuchtstofflampen gehören zur Gruppe der Gasentladungslampen. Sie enthalten in der Röhre verschiedene Edelgase, Quecksilberdampf und Leuchtstoffe. Fließt Strom durch das Glasrohr, werden die Quecksilberatome zum Strahlen angeregt. Dieses für das menschliche Auge unsichtbare Licht wird vom Leuchtstoff, der auf das Röhrenglas aufgebracht wurde, in sichtbares Licht umgewandelt und abgestrahlt. Leuchtstofflampen, dazu zählen auch Vollspektrumlampen, können je nach Leuchtstoff und Bauweise in Helligkeit, Lichtfarbe und Spektralzusammensetzung variieren. Diese Lampen nutzen die Energie aus der Steckdose fünf- bis zehnmal besser als Glühlampen und halten etwa sechmal so lange.

    Energiesparlampen oder Kompakt-Leuchtstofflampen funktionieren ebenfalls nach dem Gasentladungsprinzip. Sie sind kleiner und handlicher als die großen Röhren, eignen sich aber nicht für Anwendungen im Haushalt, weil sie ähnlich wie die vorher beschriebenen Leuchtstofflampen im Vergleich mit dem Tageslicht ein extrem reduziertes Licht- und Farbspektrum aufweisen und oft überdurchschnittlich viel Elektrosmog ausstrahlen. Deshalb warnen Experten und Wissenschaftler zunehmend vor deren Anwendung im Wohnbereich. Energiesparlampen haben eine Lebensdauer von etwa 8 000 Stunden. Im Vergleich zu Glühbirnen verbrauchen sie nur etwa ein Viertel bis ein Fünftel der Energie.

    Flimmerröhre
    Leuchtstoffröhren mit induktivem Vorschaltgerät erzeugen ein ständiges Flimmerlicht. Der Grund: Unser Strom kommt als Wechselstrom mit 50 Schwingungen pro Sekunde (Hertz) aus der Leitung. Damit die Elektroden der Röhren nicht durchbrennen, sind in der Lampe Drosseln eingebaut. Sie geben ein sirrendes Geräusch ab und führen zu einem ständigen Flimmern des Lichtes - so als würde es 100mal in der Sekunde aus- und eingeschaltet. Dieses kaum wahrnehmbare Flackerlicht wird dennoch von vielen Menschen als störend empfunden. Bei Glühlampen gibt es dieses Flimmern nicht, weil der Draht bis zum nächsten Energiestoß noch nachglüht. Leuchtstoffröhren mit elektronischen Vorschaltgeräten unterbinden das Flimmern. Dabei wird der Wechselstromrhythmus auf bis zu 35 000 Hertz gesteigert.

    Stecken oder Schrauben?
    Auf dem Lampenmarkt tappen viele Kunden im Dunkeln. Das Angebot an Typen und Systemen ist riesig und unübersichtlich. Grundsätzlich müssen Sie sich bei Energiesparlampen zwischen ein- oder zweiteiligen Systemen entscheiden. Die einteiligen Systeme mit Schraubsockel können ruckzuck gegen Glühlampen ausgetauscht werden. Das zum Zünden notwendige Vorschaltgerät ist fest in den Sockel eingebaut. Der Nachteil: Hat die Lampe ausgedient, wandert alles in den Müll. Dabei hat ein elektronisches Vorschaltgerät eine durchschnittliche Funktionsdauer von etwa 50 000 Stunden. Zu einer Verminderung von Elektronikschrot trägt daher die Verwendung von zweiteiligen Systemen bei. Sie bestehen aus einem Stecksockel und einem Adapter, der in die Glühlampenfassung eingeschraubt wird. Hier kann zwischen Zweistift- und Vierstiftstecksockeln gewählt werden, die jeweils aber nur auf die dazugehörigen Adapter passen.
    Gutes Klima und Entspannung pur mit Salzkristall-Leuchten
    Salzkristall-Leuchten sind von innen beleuchtete, naturbelassene Steinsalzkristalle. Die Kristalle entstanden vor circa 250 Millionen Jahren. Sie sind in Form und Farbe Unikate. Neben der harmonisierenden Wirkung - ihr Licht in den unterschiedlichsten Orangetönen wirkt wohltuend auf unser seelisches und emotionales Empfinden - haben sie einen Ionisierungseffekt. Dabei passiert folgendes: Die Raumluft ist mit positiv und negativ geladenen Teilchen angereichert. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, daß gerade die Minus-Ionen für unsere Gesundheit sehr wichtig sind. Faktoren wie Klimaanlagen, Computer, Fernsehgeräte, Zigarettenrauch oder eine schlechte Belüftung führen zu einer Zunahme der Plus-Ionen in der Raumluft. Die Salzkristall-Leuchten führen aufgrund ihrer stofflichen Zusammensetzung zu einer Anreicherung mit Minus-Ionen. Verstärkt wird diese Wirkung, wenn die Leuchten mit Hilfe einer Glühbirne oder Kerze erwärmt werden. "Sie verleihen der Luft diese belebende Frische, die wir von Aufenthalten am Meer, in Bergen oder an Wasserfällen kennen" beschreibt die Firma Zauberstein die Wirkung.
    Die positive Wirkung auf die Ionenzusammensetzung läßt sich auch wissenschaftlich belegen. Das Institut für Schadstoffmessung in Lindenberg hat Untersuchungen dazu durchführen lassen. Die von diesem Institur vertriebene salzkristall-Lampe hat die negative ionenkonzentration in der Raumluft im Versuchszeitraum von 11,5 Stundenum etwa 300 prozent erhöht.
    Mehr zum Thema können Sie in dem Büchlein Naturkraft Salzkristall, Bioschwingungen für die Gesundheit nachlesen. Zu beziehen über ihren Händler für Salzkristall-Leuchten oder die Firma Zauberstein, Gerberstraße 13, 71332 Waiblingen.

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