Öko-Weihnachtsbäume: Darauf solltet ihr achten - Schrot und Korn

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Öko-Weihnachtsbäume: Darauf solltet ihr achten

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Weihnachten unterm Tannenbaum ist beliebt. In mehr als jedem zweiten Haushalt wird hierzulande ein Christbaum aufgestellt. Dabei sind konventionelle Bäume eine enorme Belastung für Böden und Gewässer.

Die meisten der rund 28 Millionen in Deutschland verkauften Christbäume kommen laut der Umweltorganisation Robin Wood aus Plantagen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden. Das ist eine enorme Belastung für Böden, Gewässer und Tiere, insbesondere Insekten. Deshalb informiert Robin Wood auch 2018 wieder über Öko-Weihnachtsbäume mit glaubwürdigem Siegel und gibt Tipps zum Kauf.

In den vergangenen fünf Jahren haben das Interesse und auch das Angebot an ökologisch zertifizierten Bäumen zugenommen. Gab es zuvor bundesweit durchweg weniger als 100 Verkaufsplätze, so sind es inzwischen über 400. Der Marktanteil an verkauften Öko-Bäumen ist aber immer noch sehr gering: Nach einer aktuellen Erhebung von ROBIN WOOD unter allen Produzent*innen von Öko-Weihnachtsbäumen lag er 2017 bei nur 0,37 Prozent.

„Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird“, empfiehlt Rudolf Fenner von Robin Wood. 

Wo aber bekommt man einen ökologischen Weihnachtsbaum her und worauf muss man beim Kauf achten? Wenn sie sichergehen wollen, dass ihr Christbaum ohne Pestizid- und Mineraldüngereinsatz herangewachsen ist, sollten Sie auf eine Bio-Zertifizierung achten: Naturland, Bioland, Demeter, Biokreis oder auch das EU-Bio-Siegel.  Außerdem erfüllen auch die Bäume aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben (FSC: Forest Stewardship Council) die gleichen Bedingungen. Übrigens: Die Kosten für Öko-Weihnachtsbäume liegen meist in der gleichen Preisspanne wie konventionelle Angebote

Um die Suche nach zertifizierten Öko-Weihnachtsbäumen zusätzlich zu erleichtern, gibt ROBIN WOOD seit siebzehn Jahren alljährlich eine nach Bundesländern sortierte, ausführliche Liste heraus – mit Verkaufsstellen und allgemeinen Tipps zum Baum-Kauf, sowie einer Kurzinformation zu den Siegeln.

Nordrhein-Westfalen ist aktuell das Bundesland mit dem größten Angebot an ökologisch zertifizierten Weihnachtsbäumen (104 Verkaufsstellen), gefolgt von Bayern (84) und Baden-Württemberg (54). In manchen Regionen bleibt es aber weiterhin schwierig, einen zertifizierten Öko-Christbaum zu finden. Dort sollte man als Kompromiss einen regionalen Baum kaufen – beim nächstgelegenen Waldbetrieb.

Weihnachtsbäume im Pflanztopf sind übrigens keine gute Alternative. Meist sind deren Wurzeln der Bäume stark verletzt, weil sie kurz vor der Auslieferung mit dem Spaten für den Topf passend gemacht wurden. Außerdem werden die Bäume durch das Aufstellen in der warmen Weihnachtsstube aus dem Winterschlaf gerissen. Etliche erfrieren dann später draußen oder wachsen nicht mehr richtig an.

Weitere Informationen zu Öko-Weihnachtsbäumen

Hier können Sie Öko-Weihnachtsbäume kaufen

Quelle: Robin Wood

Grafik: Svenja Klassiert/bio verlag / Icon: Tarah S CC BY
Veröffentlicht:
Rubrik: Leben&Umwelt

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