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Die Gewinner des Next Organic Startup Awards

Mitte Juni standen in der Heinrich Böll Stiftung einen ganzen Tag lang öko-soziale Food-Startups im Mittelpunkt. Eingeladen hatten Jiro Nitsch, Nicolas Limbrock und Sandra Söderberg, die Macher des Wettbewerbs Next Organic Startup Awards. Am Vormittag präsentierten 40 Startups aus dem Wettbewerb ihre Konzepte und Produkte auf der Trendshow. In der Speaker’s Corner wurden parallel die Themen „Digitale Innovationen für eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft“, „Zero Waste in der Supply Chain: Herausforderungen und Ideen“ sowie die EU-Agrarreform diskutiert.

Höhepunkt war dann am Nachmittag die Verleihung der Next Organic Startup Awards. Ausgezeichnet wurden die besten Startups in den Kategorien Landwirtschaft, Social Business, Manufaktur, Hersteller, Zero Waste und Dienstleistungen. Außerdem wurde noch ein Publikumspreis vergeben. Und nach der Preisverleihung? Da trafen sich die Gründer*innen, Juror*innen, Sponsoren und Gäste bei kühlen Getränken und leckeren Speisen von Fair Food Bike - und nutzten die die Zeit zum intensiven Austausch und Kennenlernen.

NOA Jury 2018 from Next Organic on Vimeo.

Und das sind die Gewinner

In der Kategorie Landwirtschaft überzeugte Bickus, eine Initiative von hessischen Landwirten, die „ausgediente“ Legehennen zu hochwertigen Produkten verarbeitet, anstatt sie der Tierfutterproduktion zu überlassen. In seiner Laudatio betonte der Nebenerwerbslandwirt und Vorstand der GLS Beteiligungs AG, Nikolaus von Doderer, die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für eine zukunftsfähige und nachhaltige Landwirtschaft.

Den Preis in der Kategorie Hersteller überreichte Judith Faller-Moog, Geschäftsführerin der Ölmühle Moog (Bio Planète) an Ethica Planet Foods aus Irland. Ethica Planet Foods setzte sich mit einem Joghurt auf Haferbasis gegen die Konkurrenz durch.

Refill Deutschland, die Gewinner in der Kategorie Zero Waste, möchte es Menschen möglich machen, ihre eigenen Trinkgefäße in Geschäften, Bars, Behörden und anderen Orten aufzufüllen und so Plastikmüll einzusparen. Raphael Fellmer, Gründer von SirPlus, betonte in seiner Rede das große Potential der Initiative einen wertvollen Beitrag zur Vermeidung von Plastikmüll zu leisten.

Das beste Social Business Konzept wurde von Bantabaa Food-Dealer eingereicht. Das Berliner Startup kocht gemeinsam mit vornehmlich aus Afrika stammenden Geflüchteten Suppen, die nicht nur in einem eigenen Bistro verkauft werden, sondern auch im Glas in Büros geliefert werden. Laudatorin Laure Berment, Country Manager von Marktschwärmer Deutschland, betonte den Mut, den Unternehmer*innen brauchen, um ein soziales Unternehmen zu gründen.  

Dr. Katharina Reuter gratulierte den Gewinnern der Kategorie Dienstleistungen: Pack it green. Sie lobte das Konzept des Startups, Isolier-Material für den Versand von Kühlprodukten aus gebrauchten Kaffee- und Kakaosäcken herzustellen. 

Tlaxcalli baut eigenen Bio-Mais in Mecklenburg-Vorpommern an und verarbeitet diesen zu Tortillas. Das überzeugte die Jury in der Kategorie Manufaktur. In Ihrer Laudatio lobte Dr. Henrieke Rieken von der HNE Eberswalde den Ansatz, ein internationales Produkt auf regionaler Ebene neu zu denken. 

Dr. Philipp Stierand, Leiter der Weiling-Akademie, überreichte den Publikumspreis an plantAge. Das Startup möchte eine vegane solidarische Landwirtschaft betreiben und damit beweisen, dass die Erzeugung von Lebensmitteln ohne Nutztiere möglich ist. Dr. Philipp Stierand betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, auch in der Landwirtschaft immer wieder neue Konzepte und Ideen auszuprobieren. Der Publikumspreis wurde per Facebook-Abstimmung vergeben.  

Veröffentlicht:
Rubrik: Leben&Umwelt

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