Wir lieben Bio - Schrot und Korn

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Wir lieben Bio

bestes bio 2020
© Catharina Frank

 

Bestes Bio: Leuchtend roter Saft, knuspriges Müsli, cremiger Aufstrich trägt ein Produkt das Label „Bestes Bio“, haben unsere Leser es ausgiebig probiert und bewertet. Wir haben dreien von ihnen dabei über die Schulter geschaut. Irina Dijks, Svenja Klassert, Manfred Loosen

Es ist Montagvormittag in einer idyllischen Darmstädter Neubausiedlung. Der Postbote hat gerade ein großes Paket bei Alex Schäfer abgegeben. Mit ihrem Ehemann und der dreijährigen Tochter Lena macht sie sich ans Öffnen. Alex hat schon im vergangenen Jahr an der Schrot&Korn-Leserbefragung teilgenommen. Als sie gefragt wurde, ob sie wieder mitmachen wolle, musste sie nicht zweimal überlegen. „Ich probiere gerne neue Produkte, vor allem Besondere, die ich mir normalerweise nicht unbedingt kaufe. Letztes Mal war ein feines Leinöl im Paket – das habe ich inzwischen sogar nachgekauft.“ Dieses Jahr freut sie sich vor allem auf ein Produkt: einen alkohol-freien Aperitif. Die Teilnehmer konnten nämlich mitentscheiden, welche Bio-Produkte sie kosten dürfen. Müslis mit wenig Zucker standen auch auf Alex’ Wunschliste. Aber jetzt erstmal auspacken! Das große Paket mit dem Bestes-Bio-Aufkleber steht schon auf dem Esstisch bereit. Lena will auch mithelfen. Papa bringt fix ihren Lernturm, damit sie zusammen mit Mama die Bio-Leckereien rausholen kann: Knusperecken, zwei Müslis, der Aperitif und ein Nussaufstrich. Lena findet die verpackten Lebensmittel erstmal langweilig und schaut enttäuscht – bis sie die Erbsensnacks probieren darf und gleich mehrere auf einmal futtert. „Lecker!“, findet die ganze Familie. Danach darf Lena auch eins der Müslis kosten – das schmeckt ihr so gut, dass sie sich gleich die ganze Tüte schnappt und damit abhauen will. Aber erstmal gibt‘s Mittagessen. Deshalb nimmt Mama das Müsli an sich, Papa kocht Essen und die Leckereien gibt es vielleicht zum Nachtisch.

Mit allen Sinnen probieren und beurteilen © Catharina Frank 

Mit allen Sinnen probieren

Leckeres Essen ist auch für Claudia Gräbner-Heeg aus Mainaschaff wichtig. Sie ist ein absoluter Foodie und hat Erfahrung im Lebensmittel verkosten. Passend zu den Bio-Produkten aus ihrem „Bestes Bio“-Päckchen hat sie den Tisch gedeckt: Mit unterschiedlichen Tellern, Schüsselchen, Gläsern und einer ganzen Menge großer und kleiner Löffel. Sie öffnet die Flasche und riecht zuerst am Olivenöl, bevor sie einen Teelöffel damit befüllt und neben der leuchtend gelb-goldenen Farbe die „schöne Viskosität“, also die Zähflüssigkeit, des Öls bewundert. Dann beginnt sie zu schmecken: „Ich merke die vegetativen Noten“, sagt sie, wie bei einer Weinverkostung. Das ist kein Zufall, denn Claudia Gräbner-Heeg, der als Bankerin viele Jahre etwas fehlte, begann vor zehn Jahren zunächst in einem Weinladen zu arbeiten, bevor sie sich vor fünf Jahren mit einem kleinen Wein- und Feinkosthandel selbstständig machte.Sie riecht und schmeckt nicht nur grasige Noten, sondern auch etwas „Mild-Fruchtiges am Gaumen, Tomaten und eine leichte Schärfe“. Zuletzt tunkt sie noch Weißbrot ins Öl: „Das ist bei uns eine Art Probier-Routine: jedes Produkt in verschiedenen Anwendungen zu schmecken, das Öl pur, am Salat und zum Hummus“, beschreibt sie. In gleicher Reihenfolge, von der Optik über den Geruch zum Geschmack − in diesem Fall pur und mit Naturjoghurt – macht sie mit dem Bio-Müsli Mohn-Erdbeere-Zitrone weiter: „Richtig super, wie frischgebackene Zitronenplätzchen und dabei nicht zu süß!“ Genauso gut kommt das Bio-Kokos-Mandelmus an: „Das riecht wie ein frisches Kokosmakrönchen,schön cremig-mandelig, obwohl es so flüssig ist: unglaublich lecker!“ Der Bio-Granatapfelsaft hingegen schmeckt Claudia Gräbner-Heeg zu sehr nach roter Bete, eher erdig als fruchtig. Nicht sofort zu bewerten ist die glättende Tagescreme. Die kann beim ersten Auftragen noch nicht zeigen, was sie kann, duftet aber toll „nach Damaszener-Rose“.

Auch Ulrike Schäfer ist durch und durch „Bio“. Die 60-jährige Solo-Cellistin beim Gürzenich-Orchester in Köln kommt ursprünglich aus München, lebt aber seit 36 Jahren im Rheinland, derzeit in Brühl – und zwar in einem „Drei-Mäderl-Haus“, deren Bewohnerinnen sie und die Katzen Columba und Chiara sind. Bei schönem Wetter sitzt Ulrike Schäfer oft auf ihrer Terrasse und blickt auf ihren schönen, wilden Garten. Hier probiert sie am liebsten die neuen Bio-Produkte, die sie zum Beispiel im Brühler Bio-Laden entdeckt hat. Schon im vergangenen Jahr war Ulrike Schäfer bei „Bestes Bio“ dabei. Sie hatte in Schrot&Korn davon gelesen, die Idee, so neue Produkte kennenzulernen, gut gefunden und sich beworben. Die neuen Produkte waren für sie eine „Horizonterweiterung, darum geht’s mir sowieso im Leben“. Damals hat sie vor allem Nudeln aus Bohnen und Soja kennen- und liebengelernt. Auch in diesem Jahr hat sie – „natürlich“, wie sie sagt – nur vegane Produkte bestellt: schwarzes Tahin, Soja-Quark, Reis-Erbse-Knusper-ecken, Haferdrink und Brotaufstrich. Seit gut sechs Jahren ist sie Veganerin. Ein Mal pro Woche bringt ihr ein regionaler Bio-Bauer die Wochenration Obst und Gemüse an die Haustür. In diesem Jahr hat Ulrike Schäfer bei „Bestes Bio“ die „Crème Sesame Noir“, ein Mus aus schwarzem Sesam, am besten geschmeckt. „Das ist sehr, sehr lecker“, fand sie, „da löffele ich auch schon mal direkt aus dem Glas!“ 

Alex Schäfer

 

Alex Schäfer ...

... kauft ihre frischen Bio-Lebensmittel am liebsten im Hofladen eines Demeter-Betriebs direkt bei ihr ums Eck. Sie probiert aber auch sehr gerne mal etwas „Besonderes“ wie den Aperitif aus ihrem Bestes-Bio-Paket.

 

Ulrike Schäfer

 

Ulrike Schäfer ...

... ist „eigentlich schon immer Bio“, seit sechs Jahren ernährt sie sich vegan. Die 60jährige Solo-Cellistin im Gürzenich-Orchester Köln will durch „Bestes Bio“ neue Produkte kennenlernen und genießen.

 

So geht Bestes Bio

Wie ist es verpackt? Wie schmeckt es? Wie bewerten Sie die Zutaten? Jeweils 100 Bio-Kunden beurteilen ein Produkt nach einer Reihe von Kriterien. Damit es prämiert wird, muss das Produkt mindestens 80 Prozent der Höchstpunktzahl erreichen. Welche Produkte sich in diesem Jahr mit dem „Bestes Bio 2020“-Label schmücken können, wird bei der Preisverleihung am 14. November 2019 in Aschaffenburg bekanntgegeben. Wer sich schon mal vor seinem Kauf im Bio-Laden informieren möchte: Ab Mitte November präsentieren wir die Produkte unter
www.bestes-bio.com

 

Erschienen in Ausgabe 10/2019
Rubrik: Leben&Umwelt

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