Mit leckerem Mais gegen Gentechnik - Schrot und Korn

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Mit leckerem Mais gegen Gentechnik

Die Initiative Save our Seeds hat die diesjährige Aktion „Bantam-Mais“ gestartet. Möglichst viele Menschen sollen jetzt Süßmais anbauen und damit ein Zeichen gegen Gentechnik in der Landwirtschaft setzen. // Manfred Loosen

Aktion Bantam

Jetzt im Bioladen oder online Bantam-Mais kaufen und aussäen! Dazu fordert die Organisation Save our Seeds (SOS) alle Gentechnikkritiker auf. Denn wer die Sorte auf dem Balkon oder im Garten anbaut, muss vor gentechnischem Pollenflug geschützt werden und hat das Recht, vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu erfahren, wer in der Nachbarschaft Gentechnikmais anbaut.

„Bei Saatgut gibt es nach europäischem Recht - anders als für Futter- und Lebensmittel - keine Toleranz für gentechnische Verunreinigungen. Weil wir samenfestes Saatgut anbauen, muss dieser Schutz auch für jeden Bantam-Garten gelten“, erläutert Benny Haerlin von SOS. Wo „Genpflanzen“ wachsen, zeigt jetzt eine Karte von Greenpeace: www.greenpeace.de/gen-mais-karte.

Der Protest gegen Gentechnik sei gerade jetzt wichtig, so Haerlin. (Möglich ist das zum Beispiel unter bantam-mais.de) Man habe das Gefühl, bei diesem Thema sei alles in der Schwebe. Der bayerische Umweltminister Markus Söder spricht davon, Bayern solle eine gentechnikfreie Zone werden, die Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner kündigte an, die Zulassung von MON 810 in Deutschland nochmals zu überprüfen.

Wenn aber die EU-Kommission bald zwei neue Genmaissorten erlauben will, dann ist unklar, ob Deutschland den Anträgen im zuständigen Ausschuss der Mitgliedsstaaten zustimmen oder sie ablehnen wird. Wenn sich die Mitglieder - wie zu erwarten ist - nicht einigen, entscheidet die Kommission. Und in der Regel tut sie dies zugunsten der Agrogentechnik. Gentechnik bedroht indes die Artenvielfalt. Auch gilt die Monopolisierung von Saatgut als gefährlich.

Wo Gentechnik wächst, gerät die gentechnikfreie Landwirtschaft unter Druck und letztlich unter die Räder. SOS will das verhindern. Mit im Boot: etwa 350 Organisationen, unter anderem Schrot&Korn, das die Aktion inhaltlich und finanziell unterstützt.

Ihre Rechte als „Maisbauer“

Die Organisation Save Our Seeds sagt: „Wo Bantam steht, wächst keine Gentechnik.“ Das gilt nicht nur für den eigenen Garten, sondern auch für die Nachbarschaft. Denn wer gentechnikfreie Maissorten wie den „Golden Bantam“ anbaut, muss - über den Anbau von Genmais in der Nachbarschaft informiert und - vor gentechnisch veränderten Pollen geschützt werden, besonders dann, wenn aus der Ernte neues Saatgut gewonnen werden soll. Deshalb fordert SOS jedermann auf, seinen Garten und die Umgebung zur gentechnikfreien Zone zu machen: „Machen Sie mit bei unserem ‚Zwergenaufstand’, mit dem wir die ‚Gentechnik-Riesen’ das Fürchten lehren.“

Erschienen in Ausgabe 04/2009
Rubrik: Leben&Umwelt

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Chrissi
@Astrid



Das Saatgut gibts eigentlich in jedem Bioladen.

Hab meins für 2,99€ bei meinem Bioladen gekauft und es waren rund 40 Saatkörner drin.

Ein Teil ist schon in Blumentöpfen zum vorziehen ausgesät :D
Astrid
Sehr gute Idee! Woher bekomme ich das Saatgut?
Jens
Tolle Aktion, mein Bantam Mais kommt heute raus aus der Tüte zum vorkeimen...



Macht alle mit!
Melanie
Super Sache!

Ich hoffe ich erhalte den Mais auch in Österreich!!