Effizient, aber umstritten - Schrot und Korn

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Effizient, aber umstritten

Enzyme helfen, die Wäsche sauber zu machen. Doch sie sind umstritten. Diskussionspunkte sind der Einsatz von Gentechnik und das Thema Allergie. // Leo Frühschütz

    • Almawin
      Enzyme im Hauttest
    • Ecover
      Nachhaltig ökologisch waschen

Enzyme im WaschmittelEnzyme sind für unseren Körper lebenswichtig. Sie zerlegen Fette, Stärke, Eiweiße und andere Verbindungen in kleinere Bausteine, die unser Stoffwechsel verarbeiten kann. Enzyme tragen alle den gleichen Nachnamen, „ase“, während der Vorname angibt, was sie abbauen: Die Proteasen zerlegen Eiweiße, die Lipasen spalten Fette, die Amylasen Stärke. Das sind auch die Bestandteile vieler hartnäckiger Flecken. Deshalb setzen viele Hersteller von Waschmitteln Enzyme ein - seit 40 Jahren. Produziert werden Enzyme von Mikroorganismen. Sie sind Teil deren Stoffwechsels. Enzymhersteller züchten die Organismen - meist Bakterien - in Fermentern, trennen das gewünschte Enzym ab, reinigen und konzentrieren es.

In den letzten 20 Jahren hat die sogenannte weiße Gentechnik die Enzymherstellung erobert. Dabei werden besonders leistungsfähige Bakterienstämme gentechnisch so verändert, dass sie das gewünschte Enzym in größeren Mengen und hoher Reinheit produzieren.

Gentechnik und Enzyme

Inzwischen werden fast alle Waschmittelenzyme von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt. Die Mikroorganismen leben in geschlossenen Systemen und gelangen nicht lebend in die Umwelt. Deshalb hat es gegen diese Art der gentechnischen Anwendung nie großen Widerstand gegeben. Bei den GVO-Enzymen muss man unterscheiden: Es gibt Enzyme, die natur-identisch sind, also genau baugleich auch in der Natur vorkommen. Und es gibt welche, deren Aufbau und Eigenschaften mithilfe von Gentechnik verändert wurden.

Solche Enzyme lassen sich zum Beispiel besser lagern, auf bestimmte Temperaturbereiche einstellen oder kommen mit der stark alkalischen Waschlauge besser zurecht. Der Großteil der in konventionellen Waschmitteln eingesetzten Enzyme ist derart verändert.

Enzyme in Öko-Waschmitteln

Der Begriff „Öko-Waschmittel“ ist gesetzlich nicht geschützt. Es gibt also keine über die für konventionelle Waschmittel hinausgehenden gesetzlichen Vorgaben. So darf auch jede Art von Enzymen eingesetzt werden. Die Firmen handhaben das unterschiedlich. Ecover setzt zum Beispiel in einigen Produkten naturidentische Proteasen und Amylasen ein, die mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden (siehe Kasten rechts unten). Andere Hersteller legen an ihre Produkte den gleichen Maßstab an, der auch für Ökolebensmittel gilt.

Nach der EU-Öko-Verordnung dürfen Enzyme in der Lebensmittelherstellung nur eingesetzt werden, wenn die produzierenden Mikroorganismen und die Nährstoffe, auf denen sie wachsen, nachweislich gentechnikfrei sind. Eine solche gentechnikfreie Protease kommt bei der Firma Almawin (siehe unten) zum Einsatz. Die Firmen Sonett, Sodasan, W. Ulrich und andere Hersteller von Öko-Waschmitteln verzichten ganz auf Enzyme. Auch, weil sie hinsichtlich des Allergierisikos auf Nummer sicher gehen wollen. Enzyme haben wie alle Eiweißverbindungen ein gewisses allergisches Potenzial. Für die Arbeiter in der Herstellung wird dieses mittlerweile durch Einkapselung der Enzyme verringert.

Enzyme und Allergien

Kontrovers diskutiert wurde lange Zeit, ob auch bei den Anwendern allergische Reaktionen auftreten können, etwa wenn sie mit enzymhaltigen Handwaschmitteln arbeiten oder Kleidung tragen, an der noch aktive Enzyme aus der Wäschetrommel haften. Inzwischen haben mehrere Studien - meist von Waschmittelherstellern - gezeigt, dass dieses Risiko äußerst gering ist. Die Enzyme machen weniger als ein Prozent des Waschmittels aus. Diese Konzentration verdünnt sich durch das Waschwasser noch weiter. Die Reinigungskraft der Enzyme kann man auch ohne enzymhaltige Waschmittel nutzen. Viele Hersteller haben Gallseife im Angebot. Deren wichtigster Bestandteil ist Rindergalle, ein Verdauungssaft mit natürlichen Enzymen.

Enzyme helfen sparen Waschmaschinentrommel

Enzyme haben das Wäschewaschen umweltverträglicher gemacht. Sie er­möglichen niedrigere Waschtemperaturen und verringern den Einsatz problematischer Chemikalien. Mithilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen lassen sich Enzyme nicht nur günstiger, sondern auch umweltschonender herstellen. Die Produktion verbraucht weniger Energie und Rohstoffe, die Menge an Abgasen und Abwasser ist geringer.

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incl. 'http://'
JSchäfer

Sehr Geil

lol
ganz ok
Beate Oberdorfer, Geschäftsleitung SONETT
Ihr Bericht wirkt stark verharmlosend. Sie sprechen über Enzyme in Ökowaschmitteln, die mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) produziert werden – so als ob Gentechnik und Enzyme in Ökowaschmitteln notwendig und akzeptabel wären. Sie sagen: «Die Mikroorganismen leben in geschlossenen Systemen und gelangen nicht lebend in die Umwelt». Leider entspricht dies nicht der Realität. Selbst im Normalbetrieb entweichen immer Organismen über Abwasser oder Abfälle in die Umwelt. Die Folgen sind verheerend und unüberschaubar. SONETT verzichtet von Anfang an ausdrücklich auf Gentechnik und Enzyme – mit Erfolg. Enzymfreie Waschmittel und der ursprüngliche ökologische Gedanke sind in Ihrem Artikel deutlich zu kurz gekommen.



Beate Oberdorfer

Geschäftsführung SONETT OHG




Beate Oberdorfer, Geschäftsleitung SONETT
Ihr Bericht wirkt stark verharmlosend. Sie sprechen über Enzyme in Ökowaschmitteln, die mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) produziert werden – so als ob Gentechnik und Enzyme in Ökowaschmitteln notwendig und akzeptabel wären. Sie sagen: «Die Mikroorganismen leben in geschlossenen Systemen und gelangen nicht lebend in die Umwelt». Leider entspricht dies nicht der Realität. Selbst im Normalbetrieb entweichen immer Organismen über Abwasser oder Abfälle in die Umwelt. Die Folgen sind verheerend und unüberschaubar. SONETT verzichtet von Anfang an ausdrücklich auf Gentechnik und Enzyme – mit Erfolg. Enzymfreie Waschmittel und der ursprüngliche ökologische Gedanke sind in Ihrem Artikel deutlich zu kurz gekommen.



Beate Oberdorfer

Geschäftsführung SONETT OHG




Beate Oberdorfer, Geschäftsleitung SONETT
Ihr Bericht wirkt stark verharmlosend. Sie sprechen über Enzyme in Ökowaschmitteln, die mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) produziert werden – so als ob Gentechnik und Enzyme in Ökowaschmitteln notwendig und akzeptabel wären. Sie sagen: «Die Mikroorganismen leben in geschlossenen Systemen und gelangen nicht lebend in die Umwelt». Leider entspricht dies nicht der Realität. Selbst im Normalbetrieb entweichen immer Organismen über Abwasser oder Abfälle in die Umwelt. Die Folgen sind verheerend und unüberschaubar. SONETT verzichtet von Anfang an ausdrücklich auf Gentechnik und Enzyme – mit Erfolg. Enzymfreie Waschmittel und der ursprüngliche ökologische Gedanke sind in Ihrem Artikel deutlich zu kurz gekommen.



Beate Oberdorfer

Geschäftsführung SONETT OHG




schmitz
ehhhhhhhhh



was ein mittel.... sehr gutes qualität ehhhhhhhhhh

tolllleee sache
Gangnam-Style
Dieser Artikel ist sehr informativ und lehrreicht.

Mich haben Enzyme in Waschmitteln schon immer sehr interessiert.

Das ist der Artikel des Jahres, er sollte in der New York Times abgedruckt werden.

Unter den Kreuzworträtseln damit ganz viele Leute die auf dem Klo sitzen ihren Artikel auch lesen können.



Mit freundlichen Grüßen



Max und Moritz



(YOLO!!)
Dieta Pete
Euer Artikel ist vom feinsten. Ganz große Klasse :**



Ein Exzellentes Meisterwerk der Literatur. Einen Oscar solltet ihr bekommen für so eine Leistung.



Das ist der Hammer, der Hammer schlechthin :D
Anna
Guter und Informativer Artikel der mir sehr geholfen hat! DANKE