Qualität macht Arbeit - Schrot und Korn

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Qualität macht Arbeit

Vor zwei Jahren lud Christian Maue, der für China zuständige Einkaufsmanager bei Davert, zwei Mitarbeiter seines chinesischen Partners ein. 14 Tage arbeiteten die beiden in der Qualitätssicherung mit. „Es gibt im Qualitätsverständnis einfach Unterschiede. Wir wollten dem Partner unsere Ansprüche und unseren Alltag anschaulich machen“, beschreibt er das Praktikumsziel.

Maue
Christian Maue: „Im Qualitätsverständnis gibt es einfach Unterschiede.“

Dabei ging es nicht nur um das Verständnis für Bio, sondern auch um die Optik von Bohnen, um Unkrautsamen im Getreide oder den Anteil zerbrochener Sonnenblumenkerne. „Da muss man Grundlagenarbeit leisten, das ist aber in anderen Projekten, etwa in Brasilien, nicht anders.“ Seit 1996 arbeitet Davert mit einem chinesischen Unternehmen mit besten Kontakten zu mehreren Anbauprojekten zusammen. „In den letzten fünf Jahren hat sich das so intensiv entwickelt, dass man von einer echten Partnerschaft reden kann.“

Mehrmals im Jahr sind Mitarbeiter der Firma in China vor Ort. Die meisten Davert-Produkte aus China bauen 310 Familien in der chinesischen Mongolei an. Sie haben sich zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen, bekommen unabhängig vom Ernteertrag ein festes Gehalt und haben damit eine Perspektive in einer von Armut und Landflucht geprägten Region. Die Firma Davert hat sich verpflichtet, den Bauern einen fairen, verhältnismäßig hohen Preis für die angebauten Produkte zu zahlen. Es sei ein Trugschluss, dass Produkte aus China vor allem billig seien, sagt Christian Maue. „Qualität hat ihren Preis.“

Erschienen in Ausgabe 11/2008
Rubrik: Leben&Umwelt

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