Wohnst du noch oder bist du schon krank? - Schrot und Korn

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Wohnst du noch oder bist du schon krank?

In Räumen kommen wir täglich mit chemischen Verbindungen in Kontakt. Vieles davon kann zum Wohnraumgift werden.

60 bis 70 Prozent der Bevölkerung werden durch Schadstoffe in Gebäuden krank, so Schätzungen des Frankfurter Instituts für Ökotoxikologie. Die Quellen von Wohnraumgiften sind vielfältig: Flüchtige organische Verbindungen kommen aus Lösemitteln neuer Farben, Möbeln, Teppichen, Baustoffen und Ähnlichem. Sie verflüchtigen sich innerhalb einiger Wochen oder Monate. Schwerflüchtige Substanzen dagegen dünsten jahre- bis jahrzehntelang aus. Obwohl viele von ihnen wegen Krebsgefahr heute verboten sind, sind Substanzen wie PCP, Lindan oder DDT immer noch in alten Holzschutzanstrichen vorhanden. Zu den häufigsten umweltmedizinisch relevanten Stoffen zählt auch Formaldehyd. Es kommt in Pressspanplatten, Sperrholz, Fertigparkett und Ortschäumen zur Wärmedämmung vor, aber auch in Lacken oder pflegeleichten Textilien. Auch Formaldehyd steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Matt, gereizt, allergisch

Die verschiedenen Wohnraumgifte werden zudem für viele meist unspezifische Befindlichkeitsstörungen verantwortlich gemacht, die von Reizungen von Augen, Schleimhäuten und Atemwegen über Mattigkeitsgefühle bis zu Allergien reichen. Allein Formaldehyd wird mit Husten, Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Depressionen und so weiter in Verbindung gebracht.

Umso wichtiger ist es, auf schadstoffarme Produkte zu achten. Hat man, wie beispielsweise am Arbeitsplatz, keinen Einfluss auf die Auswahl, hilft häufiges Lüften. Und vielleicht lässt sich der Chef ja überzeugen, künftig mehr auf derartige Aspekte zu achten. Schließlich profitiert von einem leistungsfähigen Arbeitnehmer auch die Firma.

Schimmel Beine machen

Zu einer häufigen Belastung in den vier Wänden werden Schimmelpilze. Oberflächlich sichtbaren Sporenbefall bekämpft man am besten mit 80-prozentigem Alkohol und einem rauen Schwamm. Ist der Pilz in das Mauerwerk „eingewachsen“, kommt er nach einigen Wochen oder Monaten wieder zum Vorschein. Bei chronischen Problemen hilft nur ein Sachverständiger.

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