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Fairer Handel und Bio-Anbau - Hand-in-Hand

„Bio“ und „fair“ von Anfang an

Die Allgäuer Bio-Firma Rapunzel hat ein eigenes Fairlabel entwickelt. Hand-in-Hand heißt das Logo, das man zum Beispiel auf der Verpackung von Kokosraspeln findet.

Das Logo „Hand-in-Hand“ von Rapunzel entstand 1992, etwa zur gleichen Zeit wie das Transfair-Siegel. Die Firma ging damit eigene Wege, unter anderem auch deshalb, weil Transfair keine Ökolandbau-Kriterien hatte und zunächst nur für Kaffee und Tee gedacht war. Rapunzel war im Gegensatz zu Transfair überzeugt, bio und fair gehe von Anfang an zusammen. Bis auf gefüllte Schokoladen sind alle „Hand-in-Hand“-Produkte zu 100 Prozent aus fairem Handel. Das Gesamtsortiment ist zu 100 Prozent bio und mindestens zu 50 Prozent fair.

Die Beratungs- und Entwicklungsarbeit im Hintergrund wird selbst finanziert und durch die „Hand-in-Hand“-Zertifizierung ausgewiesen. Seit 2001 ist Rapunzel auch von der FLO als Händler für fairen Zucker und Kakao anerkannt.

Grünes Licht für Kokossäcke

Im Alltag funktioniert der faire Handel zwischen den Allgäuern und Sri Lanka etwa so: „All fine“, beendet Ralph Weishaupt, Qualitätsbeauftragter der Firma, die telefonische Weitergabe des Testbefundes nach Sri Lanka. Grünes Licht für Murugiah Rajasingham, den sri-lankischen Koordinator am anderen Ende der Leitung. Jetzt kann er die Überfahrt für rund 500 Kokossäcke nach Deutschland organisieren. Die telefonisch freigegebene Probe aus dem firmenunabhängigen Berliner Labor ist nur eine von vielen Prüfungen, die während Anbau und Ernte sowie Verarbeitung oder Abpackung der Kokosraspeln in Deutschland durchgeführt werden.

Rapunzel fördert seine Produzenten neben dem Bioaufpreis durch einen Fond, der von der Deutschen Umwelthilfe verwaltet wird. Bislang sind daraus 240.000 Euro über Nichtregierungsorganisationen (NGOs) direkt an die Erzeuger geflossen. Die unabhängigen NGOs müssen einen Projekt- und Finanzplan entwickeln und dem Antrag beilegen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Gelder wirklich dem beantragten Projekt zugutekommen.

Das wird geprüft

Auszug aus den „Hand-in-Hand“-Richtlinien:

• Für Produzenten: Produkte in Bio-Qualität, soziale Absicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Verbot von Kinderarbeit, Transparenz.

• Für Rapunzel: langfristige Handelsbeziehungen, Abnahmegarantien, faire Produktpreise über dem Weltmarktniveau, Unterstützung und Beratung, Förderung gemeinnütziger Projekte.

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Guten Tag,
suche Lieferanten für Kokosraspel möglichst Bioqualität.

Gruss
B.Hahn