Genfood: Koexistenz nicht möglich - Schrot und Korn

Anzeige

Anzeige

Genfood: Koexistenz nicht möglich

Gen-Raps ist gefährlich

Der Anbauverband Naturland warnt vor Gefahren, die mit der möglichen Ausweitung des Anbaus von gentechnisch verändertem Raps in Deutschland drohen.

Schon vor Jahren wurden in kanadischem Honig transgene Rapspollen nachgewiesen. Wenn es jetzt in Deutschland zu einem großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen komme, drohe auch hier der unbeabsichtigte Eintrag von gentechnisch veränderten Pollen in Honig. In Deutschland ist der kommerzielle Anbau von Gen-Raps bisher noch verboten. Am AgroBioTechnikum in Groß Lüsewitz bei Rostock findet jedoch zurzeit ein Versuchsanbau auf einer Fläche von 10 Hektar statt.

„Am Beispiel der Honigbiene wird deutlich, dass es mit gentechnisch verändertem Raps keine Koexistenz gibt“, erläuterte Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland. Ein Bienenvolk befliege eine Fläche von 30 bis 160 Quadratkilometern, daran erkenne jeder Laie, dass der Schutz vor gentechnischen Verunreinigungen durch Abstandsregelungen nicht praktikabel sei. (Lesen Sie hierzu auch das Interview „Gen-Raps ist außer Kontrolle“ mit dem kanadischen Bauern Percy Schmeiser).

Add a comment

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'
Kerstin Müller
Ich halte die Überschrift dieses Artikels für fehlleitend, da der Inhalt die Schlussfolgerung "Gen-Raps ist gefährlich" nicht zulässt. Solche Slogans stehen einer sicherlich wichtigen sachlichen Diskussion des Themas im Wege und führen bei einem schnellen Überfliegen der Seite zu einem falschen Eindruck. Desweiteren stört mich der Ausdruck

"gentechnische Verunreinigungen", ebenso wie mich immer wieder die Formulierung "gentechnisch verbessert" in Werbematerialien z.B. von Monsanto stört.

Ich schlage vor, dass Sie in einer der kommenden Ausgaben einen Bericht über Methoden der Gentechnik und technische Nachweismöglichkeiten für transgenes Material abdrucken, um Ihren Lesern, die sich nicht näher mit diesem Aspekt beschäftigt haben, eine Vorstellung von der Bedeutung und dem Ausmaß der in ihrem Bericht aufgeführten Ergebnisse und damit einen kritischen Blick auf die sich aus dem Artikel ergebende oder nicht ergebende Zulässigkeit von Aussagen wie "Genraps ist gefährlich" zu ermöglichen. (Wobei ich nicht ausschließen kann, dass es einen solchen Artikel schon gab und ich ihn nur nicht kenne).

Trotzdem ein Stern, weil ich das Thema generell für berichtenswert halte.