Tipps für den Verbraucher - Schrot und Korn

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Tipps für den Verbraucher

Das eigene Interesse wahren –
und das der Bio-Bauern!

Wer beim Einkaufen, Urlaub machen und Geld anlegen gezielt vorgeht, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Er sorgt für sich – und für die heimische Bio-Branche.

Regionale Produkte kaufen: Bei Obst, Gemüse und anderen Frischeprodukten ist im Bio-Laden die Herkunft angegeben. Wer statt argentinischer Äpfel, ägyptischer Frühkartoffeln oder spanischer Möhren Lebensmittel von deutschen Bio-Bauern kauft, steigert deren Absatz. Außerdem erspart er der Umwelt durch die kürzeren Transportwege auch noch Schadstoffe.

Auf Verbandszeichen achten: Bio-Bauern und Verarbeiter, die bei Anbauverbänden wie beispielsweise Bioland, Naturland oder Demeter Mitglied sind, erfüllen Auflagen, die noch deutlich über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen. Wer Lebensmittel mit Verbands-Logo kauft, honoriert diesen zusätzlichen Aufwand.

Investieren in Bio: Oft benötigen Bio-Bauern Kapital, etwa für einen neuen Stall oder einen Hofladen. Mit privaten Darlehen oder Beteiligungen kann man direkt in ein solches Projekt investieren. Die GLS Gemeinschaftsbank bietet ein so genanntes „Grünes Konto“. Dort angelegte Gelder werden gezielt als Kredite an Projekte im ökologischen Landbau und dem Naturkosthandel vergeben. Zudem vermittelt die Bank auf Wunsch auch direkte Darlehen an Bio-Betriebe. Wer mit Spenden die von der GLS mit gegründete Zukunftsstiftung Landwirtschaft unterstützt, fördert wegweisende Projekte für eine ökologische und soziale Landwirtschaft. GLS Gemeinschaftsbank, Postfach 100829, 44708 Bochum, Telefon 0234/ 5797-0, www.gemeinschaftsbank.de.

Urlaub beim Bio-Bauern: Viele Öko-Landwirte bieten Urlaub auf dem Bauernhof an und bessern so ihr Einkommen auf. Dort Ferien zu machen hilft den Bauern direkt, macht Kindern riesig Spaß und liefert hautnahe Eindrücke von der ökologischen Landwirtschaft.

Mehr Informationen

Der Agrarbericht

Die Bundesregierung veröffentlicht jedes Jahr einen „Ernährungs- und agrarpolitischen Bericht“ mit zahlreichen Daten, auch zum Ökolandbau. Er kann kostenlos bestellt werden beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 53107 Bonn. Im Internet ist der Bericht unter www.verbraucherministerium.de veröffentlicht (auf „Aktuelles“ und „Agrarbericht“ klicken).

Demo-Betriebe

Wer selbst sehen will, wie Bio-Bauern Lebensmittel produzieren, kann einen von 200 Demonstrations-Betrieben aus dem Bundesprogramm Ökolandbau besuchen. Adressen und Termine unter www.oekolandbau.de.

Die ZMP

Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) ist eine Einrichtung des Bundes, die Markt und Preise für Agrarprodukte beobachtet und erfasst. Die Daten über den deutschen Ökomarkt stehen im Ökomarkt Jahrbuch 2004, ISBN 3-935898-79-7, 32,10 Euro. Zu bestellen bei ZMP, Rochusstraße 2, 53123 Bonn, Fax 0228/ 9777-300, www.zmp.de.

„Der kritische Agrarbericht“

Jedes Jahr geben Bauern-, Verbraucher- und Umweltorganisationen einen Bericht heraus, der die offizielle Agrarpolitik kommentiert. Der kritische Agrarbericht, 2004, ABL-Verlag, ISBN 3-930413-25-6, 19,80 Euro.

Die SÖL

Die Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL) bietet auf ihren Internetseiten unter www.soel.de ausführliche Informationen über den Öko-Landbau in Deutschland. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Ökologie & Landbau (3 /2004) befasst sich mit dem Schwerpunkt „Bio-Markt wo geht es hin?“ Zu bestellen beim Ökom Verlag, Waltherstraße 29, 80337 München, Fax 089/ 544184-49, kontakt@oekom.de.

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