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Gesundheit
Viele Naturheilmittel fallen weg

„Mehr als 5.000 Arzneimittel ab 1. Juli nicht mehr verkehrsfähig“, so titelte das für die Arzneizulassung zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, in einer Presseerklärung.

„Handelt es sich hier etwa um gefährliche Chemie?“, fragt Carl Classen vom Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. rhetorisch, um zu antworten: „Nein, fast durchweg sind es Naturheilmittel und homöopathische Arzneien, die den Patienten nicht mehr zur Verfügung stehen werden.“ Rechne man alle Naturheilmittel, die in den letzten zehn Jahren vom Markt verschwunden seien hinzu, klagt Classen, so komme man auf bis zu 30.000 Arzneimittel, „die uns unter dem Mäntelchen der Arzneimittelsicherheit still und leise bereits verloren gegangen sind oder denen dieses Schicksal unmittelbar bevorsteht.“

Das sei ein ganz normaler Vor-- gang, sagt hingegen Dr. Ste-phan Strojek vom BfArM. Die Arzneimittel seien schlicht und einfach nicht mehr zugelassen. Es handele sich um Produkte, die bereits vor 1978 im Verkehr waren. Dann habe aber der Gesetzgeber verlangt, dass aus Gründen der Arzneimittelsicherheit für alle Heilmittel ein Nachweis von Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erbracht werde müssen. Die Hersteller hätten diese Nachzulassung aber nicht beantragt.

Aus gutem Grund, sagt Carl Classen: „Die Zulassung einer homöopathischen oder naturheilkundlichen Arznei ist inzwischen mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Die kleinen oder mittelständischen Hersteller solcher Arzneien sehen sich oft zum Verzicht auf Mittel gezwungen, die durchaus zulassungsfähig wären.“

Das BfArM verlange für die Zulassung einer neuen Substanz über 60.000 Euro, für ein traditionelles homöopathisches Einzelmittel in allen Darreichungsformen beliefen sich die Registrierungskosten auf 10.800 Euro. Dazu kämen die Ausgaben für die entsprechenden Zertifikate und Tests. Classen bemängelt, dass an die Ausgangsstoffe eines homöopathischen Mittels, das in der Herstellung milliardenfach und mehr verdünnt werde, die gleichen Anforderungen gestellt würden wie an Ausgangsstoffe chemisch definierter Medikamente.

„Naturheilkunde und Homöopathie geraten hier unter die Räder von Vorschriften, die für die chemische Pharmazie angemessen sein mögen“, sagt Classen. Die Folgen seien eine Konzentration auf größere Hersteller, die sich die Zulassungskosten leisten könnten. Naturheilkundlich orientierte Hersteller seien gezwungen, ihr Angebot zu verkleinern oder in Einzelfällen seien sie sogar in ihrer Existenz bedroht.

Ballaststoffe senken -Darmkrebs-Risiko

Eine ballaststoffreiche Ernährung kann das Darmkrebs-Risiko tatsächlich verringern. Zu diesem Ergebnis kommt die bislang größte von der EU finanzierte Studie über das europäische Ernährungsverhalten.

Mehr als 500.000 Personen aus zehn Ländern im Alter zwischen 25 und 70 Jahren wurden untersucht. Schon durchschnittlich 35 Gramm Ballaststoffe am Tag senkten das Krebsrisiko um ein Viertel gegenüber einer Aufnahme von lediglich 15 Gramm. Nach Angaben der Unabgängigen Gesundheitsberatung (UGB) nehmen Menschen, die sich vollwertig ernähren, zwischen 30 bis 40 Gramm Ballaststoffe am Tag auf.

Öko-Landbau
Künast zeichnet „kuh-le“ Sieger aus

Mehr als 4.000 Schüler haben sich am bundesweiten Wettbewerb „Bio find ich Kuh-l“ beteiligt. Aufgabe war, das Thema ökologischer Landbau auf verschiedene Art zu behandeln.

Die 5. Klasse des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Münster erarbeitete z.B. das 30-Minuten-Hörspiel „Wer wird Bio-lionär?“ mit dem Moderator Günther Lauch. Die 23 Mädchen und neun Jungen produzierten eine Quizsendung nach dem Vorbild von „Wer wird Millionär?“. Die Quizfragen, die von den Kandidaten zu beantworten sind, haben den Ökologischen Landbau zum Inhalt. www.oekolandbau.de

Erschienen in Ausgabe 08/2003
Rubrik: Leben&Umwelt

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