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Richtig kompostieren: Wie geht das?

Sieben Tipps für einen guten Kompost.

24.08.2020 vonLeo Frühschütz

Sieben Tipps für einen guten Kompost.

Warum überhaupt kompostieren?

Kompostieren hält die Nährstoffe im Kreislauf und entlastet die Abfallentsorgung. Der Kompost dient als wertvoller Dünger, er fördert die Humusbildung und das Bodenleben.

Die Mischung macht's: Was darf alles auf den Komposter?

Gut für den Kompost sind Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, Kaffee- und Teefilter. Dazu kommen zerkleinerte Gartenabfälle, Äste und Laub. Rasenschnitt nur in dünnen Schichten, er fault leicht. Einstreu von Hamster oder Meerschweinchen nur, wenn sie aus pflanzlichem Material ist. Ofenasche in Maßen.

Was darf nicht auf den Komposthaufen?

Schalen von Südfrüchten, Papier und Pappe sind nur in kleinen Mengen für Kompost geeignet. Abfälle wie Fleisch, Knochen und gekochte Essensreste gehören ebenso in die Biotonne wie kranke Pflanzenteile. Einstreu aus Granulat und den Inhalt von Hunde- und Katzenklos in den Restmüll geben.

Richtig aufsetzen: Wie steht der Kompost am Besten?

Der beste Standort: Ihr solltet den Komposthaufen an einem schattigen, windgeschützten Platz anlegen, mit Erde als Untergrund, damit Regenwürmer einwandern können. Zwei Plätze nebeneinander erleichtern das Umsetzen. Fertigen Kompost nach 6 bis 12 Monaten absieben und nicht verrottetes Material erneut aufsetzen.

Wie verrottet Kompost schneller?

Damit der Rotteprozess möglichst schnell durchlaufen wird, braucht es glückliche Kleinstlebewesen im Kompost. Ihr könnt nachhelfen: Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien, aber auch Insekten und Würmer mögen Feuchtigkeit, wollen es aber nicht nass. Eine Schicht Laub schützt vor Austrocknung und Starkregen. Grobes Material und gelegentliches Umsetzen liefern Sauerstoff, sorgen also für Durchlüftung. Ohne Luft vergären die Abfälle, es entstehen Faulgase und Methan. Dennoch solltet ihr den Kompost unbedingt abdecken, sonst trocknet oder kühlt er aus.

Es hilft übrigens außerdem, größere Gartenabfälle oder Lebensmittelreste zerkleinert in den Kompostbehälter zu geben. Das macht es den Mikroorganismen leichter.

Wann wird Kompost zu Erde?

Wenn aus dem Kompost bester Humus, also frisch riechende, krümelige Erde für den Garten werden soll, solltet ihr mit sechs bis zwölf Monaten rechnen. Danach wirkt der sogenannte Reifkompost wie Dünger für eure Pflanzen.

Kompostierung in der Küche?

Mit Wurmkisten kann man in der Küche oder im Sommer auf dem Balkon kompostieren. Wie alle Haustiere brauchen die Würmer viel Aufmerksamkeit, damit sie sich wohlfühlen. Lest hier unsere Tipps oder baut unsere DIY-Wurmkiste nach.

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