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Raumduft: Die wahren Duftverbesserer

Der Geruchssinn ist der unmittelbarste unserer Sinne. Angenehmer Duft kann richtig glücklich machen. – Das sind die besten Raumdüfte.

05.01.2021 vonSteffi Schmitz

Der Geruchssinn ist der unmittelbarste unserer Sinne. Angenehmer Duft kann richtig glücklich machen. – Das sind die besten Raumdüfte.

Beim Abpellen einer Mandarine geschieht ein kleines olfaktorisches Wunder: Aus der Schale spritzt das leicht flüchtige „ätherische“ Duftöl und ein Geruch erfüllt den Raum, der uns sofort an Weihnachten und Kindheit erinnert. Diese Sprache der Natur verstehen wir instinktiv, denn die winzigen Duftmoleküle wirken über die Nase auf Gehirnregionen, die für Erinnerungen und Gefühle zuständig sind. Außerdem regen sie die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe und Hormone an: Bei Lavendel ist es das beruhigende Serotonin, bei Zitrusdüften das anregende Noradrenalin oder bei Vanille das Glückshormon Endorphin. Viele natürliche Raumdüfte sind Kompositionen (z.B. Lavendel/Orange oder Rose/Vanille), die je nach Bedarf eine entspannende, ausgleichende oder anregende Atmosphäre schaffen können.

Ätherische Öle: So werden sie gewonnen

Natürliches ätherisches Öl wird aus Pflanzenteilen wie Blüten, Blättern, Schalen, Rinde oder Wurzeln gewonnen, meistens durch Wasserdampf-Destillation, aber auch durch Kaltpressung bzw. Extraktion mit Alkohol. Es sollte zu 100 Prozent von einer bestimmten Pflanzengattung stammen, die entweder kontrolliert biologisch angebaut oder wild gesammelt wird.

Warum künstliche Düfte schädlich sind

Mittlerweile lässt sich fast jeder Duft täuschend ähnlich im Labor nachbauen, allerdings mit erdölbasierten Bausteinen, die unser Körper nicht kennt. Und immer wieder tauchen in künstlichen Düften gesundheits- und umweltschädliche Stoffe wie Moschusverbindungen, Benzol oder Formaldehyd auf. Jeder kennt den Angriff auf das empfindliche Riechorgan durch angeblich „duftverbessernde“ Toilettensteine.

Nicht nur feine Nasen leiden unter der allgegenwärtigen Duftverschmutzung durch synthetische Riechstoffe. Einige Ärzte und Allergologen warnen zudem vor Duftstoff-Allergien,
unterscheiden aber leider nicht zwischen künstlichen und natürlichen Stoffen. Deshalb sind z.B. Linalool, Geraniol oder Citronellol in die Diskussion geraten, obwohl sie als Bestandteil eines ätherischen Öls viel verträglicher sind als in isolierter Form. Oft sind auch Verunreinigungen oder Oxidationsprozesse Schuld an Überreaktionen.

Wie natürlich Parfums sein können?

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So findet ihr den besten Raumduft

Achtet beim Kauf auf die Bezeichnung „100% naturreines oder natürliches Öl, kbA oder Wildsammlung“ und lagert das Produkt kühl und dunkel. Außerdem werden Raumdüfte im Bio-Laden immer mit genauen Hinweisen für die sichere Verwendung und Dosierung verkauft. Ob man ein Fläschchen mit Duftstäbchen aufstellt, ein paar Tropfen Öl auf einen Duftstein träufelt oder Geräte wie Vernebler und Aroma-Streamer einsetzt, ist Geschmackssache.

Wie ätherische Öle die Luft reinigen

Pflanzen nutzen ihr ätherisches Öl als Schutzschild gegen schädliche Mikroorganismen. So verwundert es nicht, dass ätherische Öle zum Beispiel bei der Bekämpfung multiresistenter Krankenhauskeime eingesetzt werden. In der Erkältungssaison hilft gutes Lüften gegen einen Keim-Overload, unterstützend kann man luftreinigende Düfte wie Zitrone, Thymian oder Weißtanne einsetzen.

Wie atherische Öle therapeutisch eingesetzt werden

Ein schöner Raumduft ist noch lange keine Aromatherapie! Diese darf als eine Form der Phytotherapie nur von speziell ausgebildeten Ärzten, Heilpraktikern oder Aromatherapeuten durchgeführt werden. Ätherische Öle werden zum Beispiel bei depressiven Verstimmungen oder Schlafstörungen therapeutisch genutzt, in der Pflege oder in der Palliativmedizin.

Was bei der Verwendung von Räucherstäbchen wichtig ist

Mit exotischen Noten wie Weihrauch und Sandelholz kann man Räume sehr intensiv beduften und eine meditative Stimmung erzeugen. In der Regel sind die Stäbchen mit einer brennbaren Paste aus duftenden Harzen, Ölen und Kräutern ummantelt. Japanische Stäbchen werden dagegen aus Wasser, Holzpulver und Duftstoffen geformt. Hände weg von Billigprodukten – stattdessen lieber auf Bio-Hersteller oder traditionelle Anbieter setzen, die nur natürliche Inhaltsstoffe verwenden und unter fairen Bedingungen produzieren. Wichtig für die Gesundheit ist ein maßvolles Räuchern in gut gelüfteten Räumen.

Raumduft aus dem Bio-Laden

  1. Herzenswärme, von Primavera: Vanillig warm - Ätherische Öle aus Rose, Vanille und Sandelholz
  2. Laune gut, alles gut, von Sonnentor: Erfrischend zitronig - Ätherische Öle aus Ylang-Ylang, Zitrone und Bergamotte
  3.  Feelruhe, von Baldini: Balsamisch - Ätherische Öle aus Lavendel, Orange und dem Harz des Benzoebaumes
  4. Bleib gesund Ravintsara, von Farfalla: Extra frisch - Airspray – reinigt und neutralisiert die Raumatmosphäre
  5.  Raumduft Magnolia, von Sodasan: Blumig frisch - Flakon mit Holzkappe und Stäbchen. Mit Magnolie und Lemongras
  6. Spiritual Spa, von We love the Planet: Herbfrisch - Diffuser mit Airsticks aus Kajute-Zweigen
  7.  Hope, von Shoyeido: Würzig warm - Räucherstäbchen Weihrauch, Sandelholz und Ingwerlilie
  8. Zirbenwürfel-Set, von Zirbenfamilie: Alpin - Würfel aus Zirbenholz, Holzflocken und Zirbenöl

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