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01.01.2005

Insulin-Trennkost nach Dr. Pape

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siehe auch:

Ernährungsforschung/Hatte Hay doch Recht?
(S&K 1/2005)

Frühstück: Kohlenhydrate

+ Kombinieren Sie Brot oder Müsli mit Obst, Gemüse, Nüssen, Margarine oder Butter. Auch Sahne, Konfitüre, Honig und Zucker sind erlaubt.

- Verzichten Sie auf Eiweiß. Also weder Eier, noch Soja-, Fleisch-, Geflügel- oder Fischprodukte. Keine Milch und Milchprodukte. Butter und Sahne sind jedoch erlaubt.

Mittagessen: Mischkost

+ Es gibt keine Einschränkung. Nehmen Sie eine abwechslungsreiche, vollwertige Mischkost zu sich. Getränke aller Art sind erlaubt. Sogar eine kleine Süßigkeit als Nachtisch.

Abendessen: Eiweiß

+ Kombinieren Sie Fleisch, Fisch, Geflügel, Ei, Käse, Quark oder Joghurt mit Gemüse (außer Mais und Hülsenfrüchten).

- Verzichten Sie auf Getreideprodukte, Kartoffeln, Mais, Hülsenfrüchte, stärkehaltige Soßen, süßes Obst, Süßigkeiten, Limonade und Obstsaft.

Zwischen den Mahlzeiten

Essen Sie sich bei jeder Mahlzeit satt, legen Sie dann eine Esspause von fünf Stunden ein! Zwischenmahlzeiten sind tabu, denn die Bauchspeicheldrüse soll zur Ruhe kommen.

Trinken Sie zwischendurch Wasser, ungesüßten Kaffee (mit wenig Milch) oder Tee. Keine Obstsäfte, keine Limonaden!

Interview

Leichter mit Trennkost

? Was unterscheidet die Insulin-Trennkost von der Hay‘schen Theorie?

! Hay hat zwar vieles richtig beobachtet, konnte aber beim damaligen Stand der Wissenschaft noch keine stichhaltige Erklärung dafür liefern. Seine Annahme, der Organismus würde durch die gleichzeitige Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweißen gefährlich übersäuert, ist beispielsweise unhaltbar. Viele wertvolle Lebensmittel, allen voran die Muttermilch, enthalten beides in lebenswichtiger Konzentration.

? Und dennoch kann die Kombination ungeeignet sein?

! Weil der Körper mit einer hohen Insulinausschüttung reagiert. Für Babys, die schnell wachsen sollen, ist dies vorteilhaft. Auch für unsere körperlich sehr aktiven frühgeschichtlichen Vorfahren war ein hoher Insulinspiegel günstig. Und natürlich gibt es auch heute Menschen, die bis ins hohe Alter keine Probleme damit haben. Doch wer mit Übergewicht kämpft, tut sich bedeutend leichter, wenn er sich an eine modifizierte Trennkost hält (siehe Schaubild Seite 28/29).

? Weshalb raten Sie nicht, wie die Vertreter der Low-Carb-Welle, zu einem weit-gehenden Verzicht auf Getreide und süßes Obst?

! Der Körper braucht viele Kohlenhydrate - vor allem am Morgen. Allein das Gehirn braucht 120 Gramm Glukose am Tag. Wer auf Kohlenhydrate verzichtet, ist sehr bald nicht mehr leistungsfähig. Überdies hält er die Diät nicht lange durch. Bei der Atkins-Diät zum Beispiel kann man zwar rasch abnehmen, doch die Abbrecherquote liegt erwiesenermaßen bei 50 Prozent nach drei Monaten. Und bei 100 Prozent nach einem halben Jahr! Auch Atkins selbst hat es nicht geschafft, er wog 116 Kilo als er starb.

Zum Weiterlesen

Ursula Summ:

Die Summ-Trennkost.

Goldmann Verlag 2002,
ISBN 3-4421-6486-9,
Euro 7,90

www.trennkost.de

Martin Noelke:

Mit weniger Kalorien länger satt. Gewichtsreduktion durch modifizierte Trennkost.

VDN-Verlag 1998,
ISBN 3-9339-8300-2,
Euro 19,90

Detlef Pape/Rudolf Schwarz/Helmut Gillessen:

Satt - schlank - gesund.

Deutscher Ärzte-Verlag 2003,
ISBN 3-7691-0432-3,
Euro 19,95

Ludwig Walb/Thomas Heintze:

Original Haysche Trennkost.

Haug Verlag 1996,
ISBN 3- 8304-0923-0,
Euro 12,95

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