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Ein in jeder Beziehung gelungenes Buch hat die Arbeitsgruppe Hörforschung um den Gießener Wissenschaftler Gerald Fleischer vorgelegt: 'Gut Hören - Heute und Morgen'. Dem selbst gestellten Anspruch, die 'faszinierende Bedeutung unseres Gehörs' zu verdeutlichen und zu zeigen, welch imposante Technologie notwendig ist, um normal zu sprechen, Sprache zu verstehen und Musik zu genießen, werden die Autoren vollauf gerecht.
01.04.2001
Ein in jeder Beziehung gelungenes Buch hat die Arbeitsgruppe Hörforschung um den Gießener Wissenschaftler Gerald Fleischer vorgelegt: 'Gut Hören - Heute und Morgen'. Dem selbst gestellten Anspruch, die 'faszinierende Bedeutung unseres Gehörs' zu verdeutlichen und zu zeigen, welch imposante Technologie notwendig ist, um normal zu sprechen, Sprache zu verstehen und Musik zu genießen, werden die Autoren vollauf gerecht.

Die Faszination des menschlichen Gehörs

Ein in jeder Beziehung gelungenes Buch hat die Arbeitsgruppe Hörforschung um den Gießener Wissenschaftler Gerald Fleischer vorgelegt: "Gut Hören - Heute und Morgen" (Median-Verlag, Heidelberg 2000, 216 Seiten, ISBN 3-922766-70-6, DM 32,-). Dem selbst gestellten Anspruch, die "faszinierende Bedeutung unseres Gehörs" zu verdeutlichen und zu zeigen, welch imposante Technologie notwendig ist, um normal zu sprechen, Sprache zu verstehen und Musik zu genießen, werden die Autoren vollauf gerecht. Die spannende Lektüre enthält alle neuen Forschungsergebnisse, ist ebenso niveauvoll wie gut verständlich und vor allem wegen der tollen Gestaltung mit vielen farbigen Fotos und großformatigen Schaubildern ein Lese-Genuss. Selbst das Stichwort-Register reizt zum Nachschlagen.

Die 1993 gegründete, interdisziplinäre Arbeitsgruppe betreibt keine Studien im Elfenbeinturm, sondern möchte vor allem in der Praxis mithelfen, "negative Auswirkungen der Belastungen durch Schall zu vermeiden". Dies ist aber nur möglich, wenn alle Beteiligten - Politiker, Behörden, Firmen, Privatleute - das Gefährdungspotenzial genau kennen. Für Fleischer und seine Mitstreiter ist "Präventive Umweltmedizin" mehr als ein leeres Wort. Dass man ein vermeintlich trockenes Thema so attraktiv präsentieren kann, dürfte überraschen. Ein dickes Kompliment. Hans Krautstein

Mönchspfeffer hilft bei PMS

Die Naturheilkunde weiß es schon lange: Der trockene Extrakt der Agnus-Castus-Pflanze, auch Mönchspfeffer genannt, ist ein wirksames Mittel gegen prämenstruelle Beschwerden. Jetzt konnten Forscher am Institut für Gesundheitsvorsorge und Wissenschaft in Hüttenberg den Zusammenhang in einer Studie belegen. Über einen Zeitraum von drei Monatszyklen erhielten 86 Frauen einen Möchspfeffer-Extrakt, 84 bekamen ein Placebo. Alle 170 Probandinnen litten vorher unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS) mit Symptomen wie Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Angst, Kopfschmerz, Brustfülle und Aufgedunsenheit. Bis auf die letztgenannte ließen alle Beschwerden bei den mit Mönchspfeffer behandelten Patientinnen um rund 50 Prozent nach. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin British Medical Journal (Vol. 322, 20. Januar 2001) veröffentlicht.

Schlechte Luft durch Duftstoffe

Vor dem unüberlegten Einsatz von Duftsprays, Räucherstäbchen und Duftlampen hat das Umweltbundesamt (UBA) gewarnt. Es verweist auf Studien, die zeigen, dass solche Beduftungen Allergien auslösen können. Außerdem bestünden große Unsicherheiten bei der toxikologischen Bewertung. Vor allem pflanzliche Extrakte könnten nicht ausreichend beurteilt werden, da ihre Zusammensetzung erheblichen natürlichen Schwankungen unterliege.

Das UBA empfiehlt dringend, in öffentlichen Gebäuden wie Büros, Kaufhäusern oder Kinos keine Duft- und Aromastoffe einzusetzen, besonders auch dann nicht, wenn die Düfte hinwegtäuschen sollen über "schlechte Luft" in Innenräumen. Stattdessen seien Ursachenforschung nach der Geruchsquelle und ausgiebiges Lüften angesagt. Grundsätzlich sollte jedem Anwender von Riechstoffen bewußt sein, dass er das Problem der Innenluftverunreinigung durch zusätzliche Verbindungen womöglich verschärft.

Neue Fasten-Broschüre der dfa

Auf ihre aktuelle Broschüre "Fasten für Gesunde in den Ferien und am Wohnort" weist die Deutsche Fastenakademie (dfa) hin. Die meisten ihrer 150 Ferien-Angebote sind verbunden mit Aktivitäten wie Wandern, Skilaufen, Yoga, Feldenkrais oder Meditation. Vom Allgäu bis nach Teneriffa oder Mallorca findet man zahlreiche attraktive Reiseziele. Außerdem gibt es ein Adressverzeichnis aller dfa - geprüften Fastenleiter, die Fasten-Ferien oder Fasten am Wohnort durchführen. Die kostenlose Liste enthält - chronologisch geordnet - die Ferien-Termine für das Jahr 2001. Bestellungen sind zu richten an: dfa, Dr. Helmut Zorn, Wendelweg 14, 83246 Unterwössen, Telefon 08641-698070, Fax 698071. Die Broschüre ist auch im Internet veröffentlicht unter www.d-f-a.de. Wer an einer Ausbildung zum Fastenleiter interessiert ist, kann an beiden Stellen Näheres erfahren.

Ist "Multitasking" schädlich?

Weil Zeit angeblich Geld ist, scheint "Multitasking" momentan absolut in. So nennt man das gleichzeitige Erledigen verschiedener Dinge wie telefonieren, fernsehen, nebenbei bügeln und die Einkaufsliste schreiben. Nach Meinung von Professor Ernst Pöppel vom Institut für medizinische Psychologie der Universität München überfordert das konzentrierte Durcheinander das Gehirn. Dieses prüfe zwar alle drei Sekunden, was es Neues gibt, erfasse dabei aber nur jeweils einen einzigen Sachverhalt. Pöpper rät von mentalen Übungen ab, die Multitasking trainieren sollen. Besser halte man sich an die alte Devise: "Eins nach dem anderen".

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