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Dinkelspelz und die Medizin: Heilende Effekte

Dinkelspelz-Kissen werden mittlerweile auch im medizinischen Bereich verwendet. Schrot & Korn fragte den Sportmediziner und Orthopäden Erdmann Golf aus München nach seinen Erfahrungen.
01.02.1997
Dinkelspelz-Kissen werden mittlerweile auch im medizinischen Bereich verwendet. Schrot & Korn fragte den Sportmediziner und Orthopäden Erdmann Golf aus München nach seinen Erfahrungen.

Dinkelspelz-Kissen werden mittlerweile auch im medizinischen Bereich verwendet. Schrot & Korn fragte den Sportmediziner und Orthopäden Erdmann Golf aus München nach seinen Erfahrungen.

Herr Dr. Golf, wann sind Sie auf Dinkelspelz gestoßen?

Dr. Erdmann Golf:Ich habe die Dinkelspelz-Kissen erst 1995 kennengelernt und zwar auf der Messe des Bundes für Naturschutz in München, der "Bayern-Öko".

Was hat Sie dazu bewogen, es in Ihrer Praxis einzusetzen?

Golf: Ich habe das Kissen ausprobiert und gute Erfahrungen damit gemacht: Die Kissenform paßt sich dem Nacken- und Schulterbereich sehr gut an. Außerdem eignet es sich als Lagerungskissen bei Knie- und Fußbeschwerden.

Die persönlichen Erfahrungen haben mich dann dazu bewogen, die Kissen auch für meine Patienten zu verwenden. Für die Praxis hatte ich sowieso nach Alternativen zu Formkissen aus Schaumstoff Ausschau gehalten. Sie passen sich nicht an und schienen mir für die Nackenlagerung nicht sehr geeignet.

Wie reagieren Ihre Patienten auf Dinkelspreu-Kissen?

Golf: Positiv. Wir nehmen es zum Beispiel bei der Akupunktur als Lagerungsshilfe. Es läßt sich bequem anwenden und wirkt beruhigend auf die Patienten. Außerdem setzen wir die Dinkelspreu-Kissen bei der physikalischen Therapie ein; also bei Fango, Massagen oder Bestrahlungen, wenn die Patienten länger liegen müssen. Auch bei Arthrose sind die Kissen sehr angenehm als Stütze für empfindliche Gelenke.

Bei welchen Beschwerden können nach Ihrer Erfahrung Dinkelspelz-Bettwaren Schmerzen lindern oder sogar zur Genesung beitragen?

Golf: Dinkelspelz-Kissen entlasten die HWS.

Also die Halswirbelsäule?

Golf: Genau. Die Kissen sind deshalb besonders sinnvoll bei HWS-Syndrom, also Nacken-Schulter-Schmerzen, bei HWS bedingten Kopfschmerzen, bei degenerativen Veränderungen der HWS und bei Muskelhartspann im HWS-Schulter-Bereich. Außerdem wirken die Kissen allgemein entspannend und können auch bei Einschlafstörungen Abhilfe schaffen.

Gibt es Patienten, denen Sie von Dinkelspelz-Kissen abraten?

Golf: Ja. Die Kissen rascheln nämlich leise beim Drehen; sehr geräuschempfindliche Menschen können dieses Kissengeräusch als störend empfinden. Viele finden es aber eher anheimelnd.

Vertragen Allergiker die Kissen?

Golf: Ja, bislang ist mir zumindest noch keine gegenteilige Erfahrung bekannt.

Wie reagieren Medizinerkollegen, wenn Sie auf Ihre Erfahrungen mit Dinkelspelz verweisen?

Golf: Interessiert bis skeptisch. In der Schulmedizin sind solche Sachen nun mal nicht vorgesehen. Da gibt es zum Beispiel Stützbandagen für die Halswirbelsäule. Lagerungskissen sind vielen Kollegen nicht bekannt. Sie sind dann eher zurückhaltend - inbesondere, wenn so ein Produkt von der biologischen Seite kommt.

Besonders die Wirkung der im Dinkelspelz enthaltenen Kieselsäure ist umstritten. Halten Sie persönlich einen Einfluß - vom Kissen über die Haut auf die Organe - für möglich oder wahrscheinlich?

Golf: Eher nein. Ich kann aber nicht mit Bestimmtheit sagen, ob die Kieselsäure durchdringen kann oder nicht. Damit habe ich mich bislang ehrlich gesagt nicht beschäftigt.

Zum Abschluß eine persönliche Frage: Schlafen Sie zu Hause auf einem Dinkelspelz-Kissen?

Golf: Ja und zwar gut!

Vielen Dank für das Interview!

Die Fragen für Schrot & Korn stellte Christiane Schmitt.

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