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Interview

Christine Urspruch: „Ich bin keine Cinderella“

Die Schauspielerin erzählt vom Bibbern auf dem roten Teppich und ihrem Engagement für den Klimaschutz.

23.09.2021 vonMartina Petersen

Die Schauspielerin erzählt vom Bibbern auf dem roten Teppich und ihrem Engagement für den Klimaschutz.

Warum werben Sie für die Klima-Initiative „GermanZero“, die Klimaneutralität in unserem Grundgesetz verankern will?

GermanZero schreibt sich auf den Plan, wie Deutschland bis 2035 klimaneutral gemacht werden kann. Mit Bürgern, Wissenschaftlern und allen, die sich beteiligen wollen. So, dass es funktioniert. Natürlich kann und sollte jeder einzelne in seinem Alltag nachhaltige Dinge tun. Dennoch brauchen wir ein Gesetz, das das Land klimaneutral umbaut. Und zwar nicht erst irgendwann, sondern sehr bald. Denn Klimaneutralität rettet nicht nur die Grundlage unseres Zusammenlebens, sondern schafft neue Industrien und klimafreundliche Arbeitsplätze. Für alle Menschen dieses Landes.

Über ChrisTine Urspruch

ChrisTine Urspruch wurde 1970 in Remscheid geboren. Schon als Schülerin schloss sie sich der Theatergruppe an und brach das Lehramts-Studium ab, als sie erste Engagements am Theater Bonn bekam. Sie spielte an renommierten Bühnen wie der Volksbühne Berlin und dem Residenztheater München und gehörte am Volkstheater Wien zum Ensemble. 2001 wurde sie durch die Kinoverfilmung des „Sams“ bekannt, ein Jahr später übernahm sie die Rolle der Gerichtsmedizinerin im Münster-„Tatort“. Von 2014 bis 2019 spielte sie die Hauptrolle der Kinderärztin in der ZDF-Serie „Dr. Klein“. Urspruch ist ehrenamtliche Botschafterin der „Stiftung Lesen“. Sie lebt mit ihrer 2005 geborenen Tochter Lilo in Wangen im Allgäu. Die besondere Schreibweise ihres Vornamens hat ChrisTine Urspruch gewählt, um ihre Selbstbestimmtheit zu unterstreichen.

Wie leben Sie Nachhaltigkeit?

Ich mag es sehr, auf dem Wochenmarkt regionale Produkte zu kaufen. Meist kaufe ich Dinge für den alltäglichen Bedarf im Bio-Laden. In Hofläden bin ich nahezu vernarrt, davon gibt es hier im Allgäu einige. Auf verpackte Lebensmittel versuche ich zu verzichten. Das gelingt mir aber nicht immer. Auf das Auto zu verzichten, fällt mir schwer, irgendwie fühle ich mich darauf angewiesen. Wenn ich zum Drehen fahre und beruflich unterwegs bin, reise ich vorzugsweise mit der Bahn. Und bestelle im Speisewagen das Bio-Menü.

Womit können Sie Ihre 15-jährige Tochter Lilo beeindrucken?

Sie schätzt an mir, dass ich ihre Musik gerne mithöre: The Bates, Nirvana, Makko.

Genießen Sie Ihre Auftritte auf dem roten Teppich?

Oh ja, sehr! Eine Cinderella bin ich aber nicht. Meine Kleider dürfen eine gewisse Lässigkeit haben. Allerdings gibt es immer den Stressfaktor: Was ziehe ich bloß an?! Zumal es zum Beispiel bei der Berlinale im Februar eiskalt sein kann. Dann steht man da bibbernd und denkt sich: Lass dir bloß nichts anmerken. Seit einiger Zeit bin ich mit der Modedesignerin Anja Gockel befreundet, für die ich schon gemodelt habe. Sie setzt auf Nachhaltigkeit, kreiert ein tolles Design und ist eine Powerfrau.

Meine Devise bei der Hautpflege ist: Weniger ist mehr.

Benutzen Sie Naturkosmetik?

Fast ausschließlich, zum Beispiel von Dr. Hauschka, Primavera und Annemarie Börlind. Bei meinem Make-up verwende ich eine Mischform, je nachdem, wonach mir gerade ist. Zarte Naturtöne oder kräftigere Farben. Meine Devise bei der Hautpflege ist: Weniger ist mehr. Das heißt, meine Haut hat ihre Freiräume, um sich selber gut zu regenerieren.

In welchen Momenten fühlen Sie sich schön?

Wenn ich im Meer bade. Die anderen Momente bleiben intim.

Wie sieht Ihr Wohlfühltag aus?

In etwa so: Mit dem Sonnenaufgang stehe ich auf, mache einen schönen Spaziergang, wenn alles noch so frisch ist. Dann frühstücke ich, lese Zeitung und ein Buch, schlafe wieder ein wenig. Das Telefon klingelt, ich bekomme ein neues Angebot für Dreharbeiten. Ich plaudere mit meiner Tochter, wir schmieden Urlaubspläne. Ich beginne zu kochen, Freunde möchten spontan zum Essen vorbeikommen und ich werde etwas nervös, aber auf eine angenehme Weise. Wir essen ausgiebig, trinken guten Wein und haben es gemütlich, vielleicht sogar im Garten. Wenn alle wieder weg sind, lege ich eine Platte auf und räume glückselig die Küche auf.

Ein Artikel aus dem Naturkosmetik-Magazin

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