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Kolumne

Alles auf dem Schirm

Unsere Kolumnistin Jutta Koch hatte viele erste Male in den vergangenen Monaten. Die meisten waren so gut, dass sie sie mit euch teilen möchte.

20.07.2020 vonJutta Koch

Unsere Kolumnistin Jutta Koch hatte viele erste Male in den vergangenen Monaten. Die meisten waren so gut, dass sie sie mit euch teilen möchte.

Ich würde euch allen jetzt wirklich gerne beim Lesen dieser Kolumne zusehen. Am liebsten sähe ich euch in einer großen Galerie bewegter Bilder vor mir auf meinem Bildschirm – so wie bei den vielen Videokonferenzen mit meinen Kollegen aus dem Verlag.

Denn das ist unser neuer Arbeitsalltag: Alles läuft gut – aber es läuft ausschließlich digital. Mittels Kamera und Mikrofon an meinem Laptop habe ich gemeinsam mit dem Redaktions-Team über Themen diskutiert und über den „geteilten“ Bildschirm das Titelbild für die neue Ausgabe unseres Kosmetik-Magazins Cosmia ausgesucht.

Video(kaffee)konferenz

Mit meinen Kolleginnen treffe ich mich zum Plaudern nicht mehr wie üblich in der Kaffeeküche im Verlag, sondern zugeschaltet per Videokaffeekonferenz.

All diese Dinge gehören zu meinen „ersten Malen“ der vergangenen Wochen. In meiner letzten Kolumne hatte ich euch ja erzählt, dass ich während der Corona-Zeit jeden Tag etwas Neues machen will. Dazu gab es tatsächlich jede Menge Gelegenheiten: Ich habe Hefe selbst gemacht, als nirgendwo welche zu kriegen war. Ich habe meinem Mann die Haare „geschnitten“ (genauer gesagt: abrasiert – der Bartschneider war unberechenbar ...), als alle Friseursalons geschlossen bleiben mussten. Anfang Mai habe ich dann mit meinen Kindern – von plötzlichem Schneefall überrascht – auf dem Feldberg im Kofferraum unseres Autos gepicknickt. Früher wäre ich bei solchem Sauwetter einfach wieder nach Hause gefahren. Aber damals, nach acht Wochen Lockdown und Kontaktbeschränkungen, war jeder Ausflug so besonders, dass er auch gleich einzigartig werden durfte.

Damals, nach acht Wochen Lockdown und Kontaktbeschränkungen, war jeder Ausflug so besonders, dass er auch gleich einzigartig werden durfte.

Weil ich so lange niemanden persönlich treffen konnte, habe ich mit Freunden ein Glas Wein per Liveschaltung getrunken. Einmal war ich sogar per Videoübertragung im Theater. Auf meinem Bildschirm habe ich nicht nur der Schauspielerin, sondern auch den amüsierten Zuschauern zugeschaut.

So kam ich auf die Idee, auch euch alle gerne mal sehen zu wollen. Das merke ich mir für ein „erstes Mal“, sollten persönliche Kontakte nochmal beschränkt werden: Ich lese euch die Kolumne vor, und ihr seid live dabei. Nur den Kaffee, den müsstet ihr dann bitte mitbringen.

Ein Artikel aus dem Naturkosmetik-Magazin

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