- Wie Schatten vor UV-Strahlung schützt
- Mineralischer UV-Filter: Schutz auf der Haut
- Sonnencreme und Vitamin D: Was Studien zeigen
- Sonnenschutz richtig dosieren und nachcremen
- Welche Sonnencreme bei empfindlicher Haut geeignet ist
- Warum mineralische Filter besser verträglich sind
- Weniger Weißeln bei moderner Naturkosmetik
- UV-Schutz im Alltag nicht unterschätzen
- Sonnenschutz als Schutz vor Hautalterung und Krebs
- Kombiprodukte mit UV-Schutz
- Häufig gestellte Fragen zu naturkosmetischer Sonnencreme
Wie Schatten vor UV-Strahlung schützt
50 bis 95 Prozent – um so viel kann Schatten die UV-Strahlung reduzieren. Eine tiefe Häuserschlucht oder ein dichter Wald bieten dichten Schatten, einzelne Bäume und Sonnenschirme helfen auch, aber nicht ganz so viel.
Mineralischer UV-Filter: Schutz auf der Haut
Naturkosmetischer Sonnenschutz verwendet mineralische UV-Filter, die einen Schutzschild auf der Haut bilden. Der lässt die Sonnenstrahlen nicht durch, sondern absorbiert und
reflektiert sie zum Großteil. Anders als chemische Sonnenschutzmittel, die in die Haut einziehen und die UV-Strahlung in Infrarotstrahlung, also Wärme umwandeln.
Sonnencreme und Vitamin D: Was Studien zeigen
80 bis 90 Prozent seines Vitamin-D-Depots bildet der Körper selbst mit Hilfe von UVB-Strahlen. Dennoch sinkt der Vitamin-D-Spiegel nicht, wenn Sonnencreme verwendet wird – das belegen Studien. Nicht geklärt wurde bislang, wieso das so ist. Vielleicht, weil selbst ein Mittel mit hohem Lichtschutzfaktor nie 100 Prozent der Sonnenstrahlen abblocken kann.
Sonnenschutz richtig dosieren und nachcremen
Viel hilft viel – für Sonnenschutz ist dieses Motto gerade richtig. Oft wird zu wenig aufgetragen, dann wirkt er nicht optimal. Auf dem ganzen Körper sollte eine Menge von drei bis vier gehäuften Esslöffeln verteilt werden, für Gesicht und Hals reicht ein Teelöffel. Nach zwei bis drei Stunden, wenn viel geschwitzt wurde und nach dem Baden muss auch wasserfeste Creme neu aufgetragen werden. Dann bleiben Schutzintensität und Schutzdauer erhalten.
Welche Sonnencreme bei empfindlicher Haut geeignet ist
Empfindliche Haut benötigt Sonnenpflege, die frei ist von Reizendem wie Duftstoffen und mit hohem Lichtschutzfaktor. Sonnencremes mit mineralischem UV-Schutz sind generell besser verträglich. Nur bei geschädigter Haut gilt die Empfehlung, auf Filter in Nano-Größe zu verzichten. Wenn Nano-Filter verwendet werden, steht das bei den Inhaltsstoffen auf der Verpackung.
Warum mineralische Filter besser verträglich sind
Sonnencreme mit mineralischem Filter wirkt sofort nach dem Auftragen. Sie steht nicht unter dem Verdacht, hormonell aktiv zu sein. Manche chemischen Filter schon. Und die Schutzwirkung mineralischer Filter lässt nicht nach – eine Tube kann daher auch noch im Folgefrühjahr nach der Sommersaison aufgebraucht werden.
Weniger Weißeln bei moderner Naturkosmetik
Mineralische Sonnencremes weißeln heute weniger. Kosmetikhersteller haben gelernt, die mineralischen Zink- oder Titan-Partikel ummanteln zu lassen, sie mischen hauttönende Farb-
pigmente dazu oder sie verwenden mineralische UV-Filter in Nano-Größe. Tipp: in mehreren dünnen Schichten auftragen und tupfen statt verstreichen.
UV-Schutz im Alltag nicht unterschätzen
Im Freibad, am Strand und auf der Skipiste sollten wir Sonnencreme auftragen. Das stimmt, ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Vielen ist nicht bewusst, dass Sonnenstrahlen die Haut auch angreifen, wenn es leicht bewölkt ist. Oder wenn sie Auto fahren und die Scheiben Strahlung durchlassen. Oder wenn sie im Frühjahr draußen stehen und mit den Nachbarn einen Schwatz halten. Experten empfehlen, ab dem UV-Index 3 Sonnenschutz zu verwenden, also in unseren Breitengraden von März bis Oktober. Und dann nicht nur beim Sonnenbaden, sondern täglich.
Sonnenschutz als Schutz vor Hautalterung und Krebs
Guter Sonnenschutz leistet mehr als nur den Sonnenbrand zu verhindern. Er übernimmt Anti-Aging-Aufgaben und kann Krebs ausbremsen. Denn wenn UV-Strahlung in Hautzellen eindringt, kann sie diese auf lange Sicht so schädigen, dass sie vorzeitig Elastizität verlieren und Pigmentflecken oder sogar Krebszellen bilden. Das Heimtückische: Die Langzeitwirkung zeigt sich erst nach Jahren. Naturkosmetik-Sonnencreme geht den Schutz von mehreren Seiten an. Ihr mineralischer UV-Schutz legt sich auf die Haut und wehrt schädliche Strahlung ab. Antioxidative Inhaltsstoffe wie pflanzliches Vitamin E oder Rotalgenextrakt helfen den Zellen, sich vor freien Radikalen zu schützen, die durch Strahlung entstehen. Pflegende Substanzen wie Heilpflanzenauszüge, Aloe vera oder Sheabutter können die Hautbarriere stärken und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen.
Kombiprodukte mit UV-Schutz
Multifunktionsprodukte machen es einem einfach, den täglichen Sonnenschutz nicht zu vergessen. Es gibt inzwischen eine große Auswahl an Tagescremes und Fluids, die mit UV-Schutz ausgestattet sind, auch getönte Varianten. Manche Sensitiv Tagescremes enthalten gleichzeitig Entzündungshemmer wie Hanföl oder Kamille und einen starken UV-Filter. Das ist gut bei empfindlicher, zu Allergien neigender Haut und bei Rosacea.
Kombiprodukte sind bequem und haben weitere Vorteile: Sie vermindern den persönlichen Konsum – man verwendet eine Creme anstelle von zweien und spart damit gleichzeitig Verpackung und Transportwege für das zweite Produkt. Für den Alltag sind solche Kombiprodukte perfekt. Wer sich an sonnigen Tagen länger im Freien aufhält, tut aber besser daran, reine Sonnenpflege aufzulegen. Denn wenn die mit UV-Schutz ausgebaute Tagescreme so wirken soll wie eine reine Sonnencreme, muss sie auch so aufgetragen werden: ziemlich dick. Dafür sind aber Tagescremes, besonders solche mit Tönung, nicht gemacht. Auf einen gleichmäßigen Teint muss trotzdem niemand verzichten. Schließlich gibt es auch Sonnencreme mit Tönung. Und wenn abends die letzten Sonnenstrahlen ausgekostet werden wollen, dann gibt ein After-Sun-Produkt mit leichtem Lichtschutzfaktor der sonnenverwöhnten Haut Feuchtigkeit zurück und bewahrt sie vor Langzeitschäden.
Häufig gestellte Fragen zu naturkosmetischer Sonnencreme
Warum ist täglicher Sonnenschutz wichtig?
UV-Strahlung wirkt auch bei Bewölkung oder im Alltag. Sie kann Hautalterung beschleunigen und langfristig Hautkrebs begünstigen. Deshalb wird Sonnenschutz ab UV-Index 3 empfohlen.
Wie wirkt naturkosmetische Sonnencreme?
Sie nutzt mineralische UV-Filter, die auf der Haut liegen und Sonnenstrahlen reflektieren und teilweise absorbieren, statt in die Haut einzudringen.
Beeinflusst Sonnencreme die Vitamin-D-Bildung?
Studien zeigen, dass der Vitamin-D-Spiegel trotz Sonnenschutz stabil bleibt, da nie 100 Prozent der UVB-Strahlen blockiert werden.
Wie viel Sonnencreme sollte aufgetragen werden?
Für den ganzen Körper werden etwa drei bis vier Esslöffel empfohlen. Gesicht und Hals benötigen ungefähr einen Teelöffel.
Ist naturkosmetische Sonnencreme für empfindliche Haut geeignet?
Ja, sie ist meist besser verträglich, da sie keine reizenden Inhaltsstoffe enthält. Produkte ohne Duftstoffe und mit hohem LSF sind besonders geeignet.
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