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Kosmetik

Hautpflege im Sommer: So geht's

Eine fettende Stirn, empfindliche Haut, Hitzepickel, große Poren – im Sommer hat die Haut mit ganz besonderen Problemen zu kämpfen. Wir haben Tipps für einen frischen Teint und entspannte Gesichtszüge.

20.07.2020 vonSteffi Schmitz

1. Welche Pflege benötigt die Haut im Sommer?

Eine extrem reichhaltige Creme macht bei 30 Grad im Schatten ebenso wenig Sinn wie ein dicker Wollpulli. Da die Talgdrüsen jetzt auf Hochtouren arbeiten, kann ein Zuviel an Fett und Make-up die Poren verstopfen, sodass sich unschöne Pickel bilden. Auch bei der täglichen Pflegeroutine dürft ihr den ein oder anderen Schritt weglassen, nur nicht den UV-Schutz!

Naturkosmetikerin und Heilpraktikerin Claudia Ehle empfiehlt: „Einer fettigen Haut reicht im Sommer ein leichtes Fluid (Öl-in-Wasser-Emulsion), während eine trockene Haut immer noch einen relativ hohen Fettanteil, aber auch viel Feuchtigkeit benötigt. So könnte man einer trockenen Haut zu einem feuchtigkeitsspendenden Serum raten und einer mäßig fetten Creme. Die Renner im Sommer sind Aloe vera-Gel und Hyaluron-Cremes, aber auch Produkte mit Centella Asiatica, dem Indischen Wassernabel, oder der Ringelblume. Gute Sommeröle sind Mandel-, Kokos- oder auch Avocadoöl.“

2. Ist Make-up in der Sonne gut?

„Make-up kann auch im Sommer sinnvoll sein, wenn man nur kurz rausgeht, da es reflektierende Partikelchen enthält, die zum Lichtschutz beitragen. Ich persönlich würde in diesem Fall auf eine getönte Tagescreme zurückgreifen.“, sagt Claudia Ehle. Getönte Tagescremes mit Lichtschutzfaktor sind allerdings kein vollwertiger Ersatz für eine Sonnencreme. Am besten kombiniert ihr ein leichtes Anti-Aging-Serum mit einer Sonnencreme, die mindestens einen Lichtschutzfaktor von 30 hat. Bei zart gebräunter Haut kann man auf die Foundation verzichten und lediglich etwas Puder und schimmernden Highlighter benutzen. Das i-Tüpfelchen des natürlichen Make-up-Looks ist ein hautfarbener Lipgloss im Farbton „nude“.

3. Schadet es der Haut, draußen zu sein?

Ob bei der Radtour oder auf dem Balkon, auch unsere Haut tankt draußen ordentlich Sauerstoff. Der kurbelt das Zellwachstum an. Die Sonne sorgt zudem für die Produktion von Vitamin D und Endorphinen, auch Glückshormone genannt. Bei Neurodermitis und Akne bessert sich das Hautbild, sofern Sie es mit dem Sonnenbad nicht übertreiben.

4. Welcher Sonnenschutz ist der Richtige?

Ein guter Sonnenschutz ist für jeden Hauttyp das A und O, wenn man sich länger im Freien aufhält. Idealerweise enthält er mineralische UV-Filter sowie reichlich Antioxidantien, etwa aus Karottenextrakt, Sanddornöl oder Ectoin. Mit diesem Stoff schützen sich Bakterien vor UV-Strahlen und vorm Austrocknen. After-Sun-Produkte sollten nicht zu fettig sein, weil sie in der ohnehin erhitzten Haut einen Wärmestau auslösen können. Sie reagiert gereizt und beginnt zu jucken. Wählt lieber ein kühlendes Gel mit Aloe vera und so hautberuhigenden Stoffen wie dem Bisabolol aus der Kamille.

5. Wie viel Feuchtigkeit braucht die Haut im Sommer?

Trinken, cremen, trinken – so können wir die Feuchtigkeitsdepots der Haut im Sommer von innen und außen auffüllen. Wasser macht sich nicht nur gut im Glas mit Zitrone und Gurkenscheiben, sondern auch in fettfreien Gels oder sogenannten Watercreams, die nur einen sehr geringen Ölanteil besitzen. Leichte Texturen mit Blütenwässern und Feuchtigkeitsspendern wie Aloe vera und Glyzerin polstern trockene Haut wieder auf.

Naturkosmetik-Hersteller nutzen häufig auch pflanzliche Hyaluronsäure für ihre Produkte, da sie das Wasser in den oberen Hautschichten sehr gut binden kann. Das leisten auch manche Algenextrakte. Für den besonderen Frischekick an heißen Sommertagen sorgt ein Eau de Cologne, das nicht nur kühlt, sondern mit peppigen Zitrusnoten auch neue Energie spendet.

6. Spielt mit den Gesichtsmuskeln!

Das Bewegungsprogramm für den Sommer: laufen, schwimmen, radeln und – Grimassen schneiden! Ja, ihr habt richtig gelesen. Auch unsere 26 Gesichtsmuskeln lassen sich trainieren, zum Beispiel mit Gesichts-Yoga. Es lässt die Züge durch regelmäßiges Üben jünger wirken. Das hat sogar eine US-Studie nachgewiesen. Die österreichische Face-Yoga-Expertin Christina Schmid zeigt auf ihrer Seite chi-statt-botox.com und im gleichnamigen Buch zahlreiche Übungen gegen Hängebäckchen, Krähenfüße und dergleichen mehr.

Außerdem praktiziert sie Gua Sha, eine chinesische Schabemassage, bei der das Bindegewebe im Gesicht sanft massiert wird. Das soll die Haut entschlacken und besser durchbluten, sodass sie aufnahmefähiger für die anschließende Pflege ist. Dies erreicht man übrigens auch mit einer speziellen Gesichtsbürste aus Naturfasern oder Gesichtsrollern aus Jade oder Rosenquarz. Wenn man diese zuvor kühlt und dann entlang der Lymphbahnen im Gesicht rollt, haben sie zudem einen abschwellenden Effekt.

Gesichtsyoga gegen Blinzelfalten

Formt mit Daumen und Zeigefinger eine Art Brille um die Augen. Dann die Haut um die Augen mit beiden Fingern gleichzeitig nach oben und unten auseinander ziehen. Augen 20-mal schließen und öffnen, während die Haut unter Spannung steht. Kurz loslassen, dann das Ganze zwei Mal wiederholen, auch die Pause zwischendrin.

Ein Artikel aus dem Naturkosmetik-Magazin

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