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Sommerhaut gut geschützt

Sonnenschutz ©  plainpicture/Jump/Kristiane Vey
Empfindliche Kinderhaut braucht im Sommer besonders intensiven Schutz. © plainpicture/Jump/Kristiane Vey

KOSMETIK: Natürlicher UV-Schutz verzichtet auf bedenkliche Inhaltsstoffe. Und neue Rezepturen sorgen für softes Cremen ohne weißen Film. Astrid Wahrenberg

Sonnenlicht ist lebenswichtig und tut gut. Zu viel UV-Licht aber schadet der Haut und lässt sie früher alt aussehen. Deshalb braucht nackte Haut in der warmen Jahreszeit eine Sonnenschutzpflege, die sie vor UVA- und UVB-Strahlung schützt.

In herkömmlichen Produkten wirken häufig Nano-Materialien, kombiniert mit chemisch-synthetischen UV-Filtern. Letztere sind in der Naturkosmetik verboten. Einige dieser Substanzen stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt im Körper zu stören. Außerdem schaden sie der Umwelt und werden mit dem Korallensterben in Verbindung gebracht. Auf Hawaii erwägt man daher ein Verbot von Sonnencreme mit dem Inhaltsstoff Oxybenzon. Naturkosmetischer Sonnenschutz, den es mit Lichtschutzfaktor 6, 15, 20, 30 und 50+ gibt, wirkt mit einem physikalischen Effekt: Die mineralischen Pigmente Titandioxid und Zinkoxid wirken wie kleine Spiegel auf der Haut und reflektieren das Sonnenlicht.

Die erste Generation der Cremes hinterließ einen weißen Schleier auf der Haut. Diesen sogenannten Weißeleffekt können Titandioxid und Zinkoxid in Nanogröße ausschalten. Diese Partikel sind nur in extremer Vergrößerung unter einem Elektronenmikroskop zu sehen. Nanopartikel entstehen in der Natur, etwa wenn Felsen verwittern. Künstlich hergestellt nutzt sie die Industrie beispielsweise für wasserdichte Wanderschuhe. Was sie für Umwelt und Organismus bedeuten, ist noch nicht ausreichend erforscht. Für die Anwendung in Kosmetik gilt seit 2013 eine Deklarationspflicht.    

Die in der Kosmetik am häufigsten eingesetzten Nano-Materialien, Nano-Titandioxid und Nano-Zinkoxid, hält der wissenschaftliche Ausschuss der EU für Verbrauchersicherheit (SCCS) derzeit bei Anwendung auf gesunder Haut für unbedenklich. Naturkosmetik-Siegel wie Cosmos, BDIH und ICEA  haben daher das generelle Verbot von Nano-Materialien gelockert und die Verwendung im Sonnenschutz erlaubt. 

Es geht auch ohne Nano

Marken wie Lavera, Eco Cosmetics, Alga Maris, Eubiona und Weleda machen davon keinen Gebrauch. Sie versichern, kein Nanomaterial einzusetzen. Den Weißeleffekt haben sie im Griff – durch die Verbesserung der Konsistenz, färbende Inhaltsstoffe wie Tonmineralien, Paprikaextrakt und Pflanzenöle wie Carotin- und  Himbeeröl. Weleda hingegen setzt ganz bewusst auf den Weißeleffekt: Ist die Creme sichtbar, können Eltern sichergehen, dass die Kinderhaut rundum geschützt ist.  

Creme, spray, öl

Gut geschützt

  • Alga Maris Getönte Gesichtscreme LSF 30, passt sich dem Farbton der Haut an.
  • Eco Cosmetics Kinder-Sonnenspray sensitiv LSF 50+ für Kinderhaut zum Sprühen.
  • Eubiona Sonnencreme LSF 20 mit Sheabutter-Granatapfel. Zieht schnell ein, fettet nicht.
  • Lavera Sonnencreme LSF 30 für ungebräunte und sonnenempfindliche Haut. 
  • Weleda Edelweiß-Sonnencreme LSF 50 mit Auszügen aus Bio-Edelweiß, extra wasserfest, für Babys und sehr sensible Erwachsenenhaut.
Erschienen in Ausgabe 05/2018

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