Einblick - Schrot und Korn

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Buchbesprechung

Die Verbrechen der Medizin

"Wenn Sie das nächste Mal krank werden, sollten Sie am besten gleich zum Tierarzt gehen!" Mit dieser provokanten Empfehlung beginnt der Fachjournalist Kurt G. Blüchel sein neuestes Buch. An Tieren, so Blüchel süffisant, seien die unzähligen Medikamente zwar "erfolgreich", doch müßten Ärzte und Pharmastrategen bei ihrer Übertragung auf Zweibeiner schnell erkennen, "daß der Mensch keine Ratte ist". Der Autor zitiert namhafte Fachleute, die Tierversuche als völlig sinnloses Dogma der etablierten Medizin entlarven. Und er schildert bestialische Szenen aus dem Alltag von Forschungslabors, die sogenannte Wissenschaftler eher als karrieregeile Kriminelle erscheinen lassen denn als Ärzte. Daß diese in vielen Kliniken auch Menschen (speziell Unfallopfer) ohne deren Wissen für "Arzneimittelprüfungen" mißbrauchen, ist eine traurige Tatsache, die von geltenden Gesetzen gedeckt wird. Obwohl Blüchel seine Behauptungen belegen kann, werden die skandalösen Praktiken durchweg geleugnet.

Bereits vor 20 Jahren hatte Blüchel mit zwei Bestsellern das "Medizin-Syndikat" und die Arroganz der "Weißen Magier" scharf kritisiert. Auch das jüngste Werk mit dem beziehungsreichen Titel "Der letzte Schrei" (PRO 1 Verlagsgesellschaft, Hagen 1998, 412 Seiten, DM 49,-) trägt innen wie außen auf dem Cover dick auf. Aber keinesfalls zu dick, wie beim Lesen schnell klar wird. Der Horror ist Realität. Als Gegenmaßnahmen fordert Blüchel Verfassungsrang für den Tierschutz, geißelt die "Gen-Mafia", ruft den Staat auf zum "Schutz vor Gesundheitsverbrechern" und ermuntert Patienten zum Widerstand. Wenn diese schon als Versuchskaninchen herhalten müßten, dann nur freiwillig und selbstverständlich gegen Honorar. Daß einige Großhändler und vor allem die Printmedien Blüchels Buch bisher geflissentlich übersahen, kommt nicht von ungefähr. Was das "tödliche Kartell" gerne als Amoklauf eines durchgeknallten Schreibers denunzieren möchte, ist in Wahrheit der längst fällige Stich in ein Wespennest.

Hans Krautstein

Eßgestörten fehlt Zuwendung

Neun bis 25 Prozent aller Frauen leiden Schätzungen zufolge an Fettsucht, zwei Prozent an Magersucht und zwei bis vier Prozent an Bulimie (Eß-Brech-Sucht). Als Auslöser hat eine Studie des Freiburger Verbandes ambulanter Behandlungsstellen für Suchtkranke/Drogenabhängige (VABS) seelische Belastungen ausgemacht: Selbstwertprobleme, Familienstreit, Beziehungskonflikte und vor allem Mangel an Zuwendung. Jede zwölfte Frau berichtete zudem von Mißbrauchserfahrungen. Der Therapieerfolg hängt aus Sicht der Betroffenen in erster Linie von genügender Aufmerksamkeit während der Behandlungssitzungen ab.

Die Untersuchung ist auch als Buch erschienen: Christa Appel, "Eßstörungen", (Lambertus-Verlag, Freiburg, DM 28,-.)

Mit Misteln gegen Krebs

Die Mistel wird von Naturmedizinern schon seit langem zur Stärkung des Immunsystems in der Krebstherapie eingesetzt. Eine umfangreiche Studie unter mehr als 800 Kranken hat jetzt die oft angezweifelte Wirksamkeit klar bestätigt. Alle Test-Patienten bekamen über drei Monate die Substanz Mistellektin und wurden regelmäßig nach ihrem Befinden gefragt. Über 80 Prozent der Probanden mit einer früh erkannten Krebserkrankung bezeichneten den Behandlungserfolg als "gut" oder "sehr gut". Von den Patienten im fortgeschrittenen Stadium gaben 70 Prozent eine positive Einschätzung ab.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen die beteiligten Ärzte. "Mistellektin stimuliert vor allem die natürlichen Killerzellen der Krebsabwehr", sagt der Allgemeinmediziner Michael Westkott, der die Studie vorstellte. Außerdem würden vermehrt Endorphine freigesetzt, die die Stimmung der Kranken heben.

Johanniskraut für Alkoholiker?

Bisher war Johanniskraut in erster Linie als pflanzliches Antidepressivum bekannt. Auch gegen Leberleiden und bei Menstruationsstörungen wurde es erfolgreich eingesetzt. Jetzt sollen die gelben Blüten auch Alkoholikern helfen. Ein Forscherteam der Universität von North Carolina (Chapel Hill, USA) fand heraus, daß Johanniskraut das Verlangen nach Alkohol drosseln kann. Eine deutsche Studie an einer Dortmunder Klinik scheint dies zu bestätigen: Unter Einnahme von Johanniskraut war es für die Alkoholkranken einfacher, enthaltsam zu bleiben.

Radiowecker sind gefährlich

Neben dem Radiowecker herrscht stärkerer Elektrosmog als unter der Hochspannungsleitung. Der Baubiologe Wolfgang Maes fand unter 18 gemessenen Geräten nicht ein einziges empfehlenswert. Keines davon, so Maes, halte die TCO-Richtwerte für Bildschirmarbeitsplätze ein, die als internationaler Standard für strahlungsarme Computer etabliert sind. Im Abstand von 30 Zentimetern war das elektrische Feld zehnmal höher als laut TCO zulässig.

Wie groß die gesundheitlichen Risiken sind, ist noch nicht geklärt. Es ist aber leicht, vorzubeugen. Durch den Einsatz batteriebetriebener Wecker oder einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zum Gerät und Zuleitungskabel läßt sich nach Maes' Aussage der Elektrosmog drastisch reduzieren. Vermeidbare Belastungen könnten allerdings auch von anderen Geräten ausgehen wie etwa Babyphonen, Kassettenrecordern und Niedervolthalogenlampen. Wer mehr wissen will oder Hilfe sucht, kann sich an eine der folgenden Adressen wenden: Selbsthilfeverein für Elektrosensible in München, Telefon 089-5207201 - Arbeitskreis für Elektrosensible in Bochum, Telefon 0234-473585 - Bundesverband gegen Elektrosmog in Lorch, Telefon 06775-1675.

Länger leben mit Lauftraining

Regelmäßige Spaziergänge und Wanderungen verlängern die Lebenserwartung im Alter deutlich. Dieses Fazit zogen Wissenschaftler im amerikanischen Bundesstaat Virginia nach einer Studie unter 707 Rentnern im Durchschnittsalter von 68 Jahren. Von den Männern, die täglich mehr als 3,2 Kilometer (zwei Meilen) zu Fuß zurücklegten, starben im Untersuchungszeitraum 21,5 Prozent. Bei den Lauffauleren, die weniger als eine Meile wanderten, waren es dagegen 43,1 Prozent. In Zahlen ausgedrückt: Jede Fußmeile steigert die Lebenserwartung um etwa 19 Prozent. Rein mathematisch gesehen also Schritte in die Ewigkeit?

 

 

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