Bio-Wissen: Ein Tusch für die Wimpern - Schrot und Korn

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Bio-Wissen: Ein Tusch für die Wimpern

Bio-Wissen Mascara ©  Lisa Mill/bio verlag
© Lisa Mill/bio verlag

BIO-WISSEN: Sie suchen gute Wimperntusche? Wir verraten Ihnen, was drinsteckt, und welcher Kauf ins Auge gehen kann. Frauke Werner

-> Mascara im Bio-Laden

Augen auf und in den Spiegel geschaut: Jetzt geht es um die Wimpern. Ob sie kurz oder lang sind, gerade oder gebogen, Mascara macht sie alle schön. Wimperntusche umhüllt die Härchen mit dunkler Farbe, sodass sie dicker und länger wirken, macht sie geschmeidig und schenkt ihnen Glanz und einen schönen Schwung nach oben.

Doch bevor Sie das Bürstchen schwingen, prüfen Sie bitte die Zutaten. Denn in konventioneller Wimperntusche ist allerhand drin, das nichts auf der Haut zu suchen hat, schon gar nicht in Augennähe. Dazu zählen vor allem chemische Konservierungsmittel wie BHT und Parabene, die Allergien auslösen können oder im Verdacht stehen, wie Hormone im Körper zu wirken.

Der Trick

So wirken Wimpern noch dichter: Mit einem schwarzen Kajal-
stift feine Punkte zwischen die Härchen entlang des Wimpernkranzes setzen. Dann erst die Mascara auftragen.

Klar, dass Keimfreiheit wichtig ist, so dicht am Auge. Aber das schaffen auch ätherische Öle, Alkohol und Pflanzenextrakte in natürlicher Mascara.
So geschützt hält sie nach dem Öffnen bis zu sechs Monate lang.

Einen kritischen Blick verdienen auch die Basiszutaten herkömmlicher Tusche. Häufig enthält sie Paraffin, das aus Erdöl stammt, sowie synthetische Silikonöle, die die Umwelt belasten. Damit ölige und wässrige Zutaten sich verbinden, kommen Polyethylenglykole, kurz PEGs, ins Fläschchen. Sie können die Haut durchlässiger machen für Fremdstoffe. In roter und blauer Wimperntusche können zudem allergisierende Farbstoffe stecken.

Volle, glänzende Wimpern

Volle, schöne Wimpern kriegt Naturkosmetik mit natürlichen Zutaten hin. Mandel- und Rizinusöl, Beeren-, Bienen- oder Candelillawachs schenken den feinen Härchen Fülle, machen sie geschmeidig und lassen sie glänzen. Heilpflanzen wie Augentrost, Extrakte von Samen und Vitamin E in der Rezeptur pflegen und schützen sie zusätzlich.

Ob klassisches Schwarz oder warmes Braun – die Farbe geben mineralische und pflanzliche Pigmente. Sie können sogar einen bläulichen oder auberginefarbenen Schimmer auf die Wimpern zaubern. Für Volumen sorgt Gummi arabicum, ein Verdickungsmittel aus dem Saft von Akazien. Herkömmliche Mascara erreicht das häufig mit Kunststofffasern. Wasserfeste Natur-Mascara gibt es bislang nicht, das geht nur mit Chemie. Aber im Alltag funktioniert natürliche Wimperntusche bestens. 

So wichtig es ist, nach den Zutaten zu schauen, werfen Sie auch ein Auge auf die Bürste. Für Einsteiger empfiehlt sich eine mit geraden Borsten. Wer sehr kurze Wimpern hat, sollte ein Modell mit kürzeren, feineren Borsten wählen. Für normale bis lange Wimpern dürfen sie länger und kräftiger sein. Gebogene Bürstchen geben extra viel Schwung.

Und wenn die Wimperntusche leer ist? Unser Tipp: Das Bürstchen gründlich auswaschen und trocknen lassen. Damit kann man die Wimpern nach dem Tuschen schön trennen – oder die Augenbrauen kämmen. 

Wimpern-Booster

Naturkosmetik legt auch bei der Mascara Wert auf pflegende Inhaltsstoffe. Wer noch mehr für seine Wimpern tun will, findet spezielle Wimpern-Booster im Regal. Das sind wirkstoffhaltige Gels oder Seren, die man ein- bis zweimal täglich aufbringt.

Abschminken

Damit die Augen auch am nächsten Morgen noch strahlen, Mascara vor dem Schlafengehen entfernen. Dafür gibt es spezielle Augen-Make-up-Entferner, sanfte Reinigungsmilch tut᾽s aber auch. Ein wenig davon auf ein Wattepad geben und sanft vom Lid zu den Wimpernspitzen hin wischen. Bitte nicht mit Druck, sonst können die feinen Härchen brechen.

Schwung

Dafür ist Mascara mit einer halbmondförmigen Bürste gedacht. Sehr gerade Wimpern kann man vor dem Farbauftrag mit einer Wimpernzange sanft nach oben biegen. Das hält länger, wenn man die Zange zuvor mit dem Fön leicht erwärmt. Für den Katzenaugen-Effekt, Mascara mit seitlichem Schwung auftragen.

Perfekter Auftrag

Bürste behutsam im Fläschchen drehen. Zu viel Farbe erwischt? Auf einem Kosmetiktuch abstreifen, nicht am Rand des Fläschchens – sonst gibt᾽s später Klumpen. Bürste waagerecht halten und dicht am Lidrand ansetzen. Langsam bis zu den Wimpernspitzen führen, und zwar mit leichten Zickzack-Bewegungen. Das trennt und verlängert die Härchen. Ein, zwei Mal wiederholen, zwischendurch Farbe kurz antrocknen lassen. Für einen besonders strahlenden Blick, die oberen Wimpern erst von oben, dann von unten tuschen. Wer mag, kann auch die unteren Härchen zart betonen.

Patzer entfernen

Warten Sie zunächst, bis die Wimperntusche getrocknet ist. Dann den störenden Farbklecks mit einem feuchten Wattestäbchen vorsichtig wegwischen.

Erschienen in Ausgabe 12/2018

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