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Bio-Wissen: Für durstige Sommerhaut

Bio-Wissen After Sun © Harald Hufgard/bio verlag
© Harald Hufgard/bio verlag

BIO-WISSEN After-Sun-Pflege kühlt sonnenstrapazierte Haut und spendet Feuchtigkeit. So bleibt sie länger braun und fühlt sich samtweich an. Frauke Werner

-> After Sun im Bio-Laden

Herrlich, so eine Mittagssonne! Doch wie schnell ist es passiert: Die Haut von Nase, Wangen, Ausschnitt ist gerötet, brennt und spannt sogar ein bisschen. Jetzt sehnen sich die sonnenstrapazierten Zellen nach Feuchtigkeit, Kühlung und Beruhigung. After-Sun-Pflege bringt diese Wohltat. Deshalb darf sie im Sommer nicht fehlen, schließlich schützt keine Sonnencreme ewig, auch wenn der Lichtschutzfaktor hoch gewählt ist. Oder man hat die eine Stelle vergessen einzucremen! Außerdem heizt die Haut in der Sonne auf und verliert Flüssigkeit. Eine Lotion „für danach“ versorgt die durstigen Zellen intensiv mit Feuchtigkeit und hilft der Haut, sich wieder zu erholen.

Beliebter Feuchtigkeitslieferant in naturkosmetischer After-Sun-Lotion ist Aloe vera. Der gelartige Saft der Wüstenpflanze kühlt die erhitzte Haut. Außerdem enthalten Rezepturen häufig Glyzerin. Diese Substanz hilft der Haut, Wasser zu binden. Naturkosmetik gewinnt sie meist aus Pflanzen. In herkömmlicher Kosmetik kann synthetisches Glyzerin stecken.

Pflanzen mit Wirkung

Um leicht gerötete Haut zu besänftigen, setzen Naturkosmetik-Hersteller unterschiedliche Zutaten ein. Dazu zählen Algenextrakte und entzündungshemmendes Bisabolol aus der Kamille. Auszüge von Mittagsblume, Wundklee und Calendula beruhigen die gestresste Sommerhaut. Blüten und Wurzel­auszug von Topinambur kurbeln ihren Stoffwechsel an, was den Zellen hilft, sich zu regenerieren. Grüner Tee punktet in After-Sun-Pflege unter anderem mit seinen Gerbstoffen. Auch Extrakte von Sanddorn sollen die Haut nach dem Sonnenbad besänftigen, ebenso wie die vom Edelweiß. Die unter Naturschutz stehende Alpenblume stammt aus kon­trolliert biologischem Anbau – wie viele der hier genannten Pflanzen.

Zwar braucht sonnenverwöhnte Haut viel Feuchtigkeit, Fett darf aber auch nicht fehlen. Vor allem, wenn Sie sich in salz- oder chlorhaltigem Wasser vergnügt haben. Beliebt in natürlicher After-Sun-Pflege sind die Öle von Oliven, Sojabohnen und Mandeln. Auch Sheabutter ist in vielen Tuben zu finden. Das Fett der afrikanischen Karité-Nuss ist reich an hautfreundlichen Fettsäuren und Antioxidantien wie Vitamin E, die der Hautalterung entgegenwirken. In herkömmlichen Produkten hingegen können erdölbasierte Paraffine oder Silikonöle stecken. Deren künstliche Fette ziehen nicht in die Haut ein. Sie täuschen ein glattes Gefühl bloß vor.

Kühlen und befeuchten, beruhigen und regenerieren – so wirkungsvoll After-Sun-Pflege sein mag, einen Sonnenbrand wegzaubern kann sie leider nicht. Deshalb ist es besser vorzubeugen, sich mit Sonnencreme und passender Kleidung schützen – und rechtzeitig in den Schatten wechseln. 

Sonnenbrand
lindern

Ein altes T-Shirt mit starkem, kaltem Schwarztee tränken und für 10 Minuten
anziehen oder auf die Haut legen.

Kühlendes Spray mit Lavendel und Aloe vera ist leicht selber zu
machen. Die Anleitung
gibt es unter
www.primaveralife.com in der Rubrik Wissen, DIY-Rezepte & Rituale.

Aloe vera

Es ist ein Hauptwirkstoff in vielen After-Sun-Produkten. Der gelartige Saft der Aloe-vera-Blätter spendet Feuchtigkeit und kühlt, hemmt Entzündungen und liefert Vitamine und Mineralien, die den Zellstoffwechsel anregen. Einige Hersteller bieten das Gel in der Tube mit wenigen Zutaten versetzt an.

After-Sun-Pflege

Nach dem Sonnenbad oder einem langen Tag in der Hitze braucht die Haut vor allem Feuchtigkeit und Abkühlung. After-Sun-Pflege bietet ihr genau das und enthält zudem Stoffe, die die strapazierte Haut beruhigen und ihr helfen, sich zu entspannen. Normale Bodylotion hingegen versorgt die Haut vor allem mit Fett. Sie ist daher meist dickflüssiger und man schwitzt leichter darunter.

Sommerteint

Als Schutz gegen die UV-Strahlen der Sonne bildet unsere Haut den Farbstoff Melanin. Ihm haben wir den braunen Sommerteint zu verdanken. Den möchten viele möglichst lange behalten. Dabei hilft After-Sun-Pflege, indem sie reichlich Feuchtigkeit spendet und so verhindert, dass die oberste Hautschicht austrocknet und sich pellt.

Naturkosmetik 

Tropisches Kokosaroma oder eine frische Eukalyptusnote geben natürliche ätherische Öle. Synthetische Düfte sind für Naturkosmetik tabu, ebenso wie beispielsweise künstliche Fette, Farbstoffe und Konservierungsmittel. Das garantieren zum Beispiel die Siegel von Natrue, Ecocert oder Demeter auf der Tube.

After Shower

Bevor Sie Gesicht und Körper mit der kühlenden After-Sun-Lotion verwöhnen, heißt es: Ab unter die Dusche, um Sonnenmilch, Schweiß und Salz abzuspülen. 

 

Erschienen in Ausgabe 08/2018

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