„Wer sich bewegt, kann Säure abatmen“ - Schrot und Korn

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„Wer sich bewegt, kann Säure abatmen“

Dr. med. Eva-Maria Kraske ist Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Die Säure-Basen-Balance ist für sie die Grundlage eines gesunden Lebens.

KraskeWieso ist die Säure-Basen-Balance wichtig?

Die chronische Übersäuerung fördert viele Zivilisationskrankheiten. Wenn Sie etwa die Anlage zu Gicht haben, ist eine Übersäuerung sehr negativ. Auch bei Osteoporose: Das Blut benötigt einen neutralen pH-Wert von 7,4. Die Puffersysteme im Körper garantieren diesen. Übersäuert das Blut, wird Kalziumphosphat aus den Knochen gelöst und als Puffer verwendet. So fördert eine übersäuerte Ernährungsweise Osteoporose. Insbesondere für Frauen ist eine basenorientierte Ernährung wichtig.

Warum gerade für Frauen?

In der Schwangerschaft ist eine basenorientierte Ernährung das A und O. Das Kind holt sich in jedem Fall, was es braucht, aber es geht der Mutter verloren. Der Grund für die Redensart „Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn“ kann Übersäuerung sein. Auch Haut und Haare profitieren von basenreicher Ernährung. Natürlich nicht nur in der Schwangerschaft, sondern ein Leben lang. Und natürlich hält die basische Ernährung nicht nur Frauen, sondern auch Männer gesünder.

Wie kann man mit der basischen Ernährung starten?

Wer wenig Zeit hat, kann mit einem langen Wochenende starten oder einer Kur von acht Tagen. Basisch ist allerdings immer gesund: Langfristig sollten 80 Prozent der Ernährung aus Basenbildnern bestehen.

Auf welcher Theorie basiert das Konzept?

Es gibt Messreihen, die allerdings relativ alt sind. Es geht darum, wie einzelne Lebensmittel im Stoffwechsel reagieren. Deshalb sprechen wir von Basen- oder Säurebildnern.

Ihre Rezepte enthalten auch Sahne …

Ja, ich beschreibe im Buch keine Fastenkur, sondern eine ausgeglichene Ernährung. Sahne ist eher basisch und hat nicht so viel Eiweiß wie Milch. Denn Eiweiß ist säurebildend und soll vermieden werden.

Was fördert – über die Ernährung hinaus – noch die Balance?

Stress bildet Säuren, also sollte man für Entspannung sorgen. Und für Bewegung: Wer sich zu wenig bewegt, kann Säuren nicht abatmen oder über den Schweiß ausscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen „Basenfasten“ und anderen Fastenkuren?

Beim harten Heilfasten nur mit Tee und Brühe kann es zu einer Säureflut kommen, die möglicherweise eine Fastenkrise auslöst. Das passiert beim Basenfasten nicht.

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