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Was ist Pseudogetreide?

Wir essen sie am liebsten zum Frühstück, in Gebäck oder auch in herzhaften Bowls: Pseudogetreide. Sechs Fakten über Amaranth, Quinoa und Buchweizen.

Ein Mann mit Brille vor grauem Hintergrund
Leo Frühschütz

Die Pseudogetreide Amaranth, Quinoa und Buchweizen sind Körner, die in der Küche wie echtes Getreide zum Einsatz kommen können. Botanisch gehören sie allerdings anderen Pflanzenfamilien an, daher nennt man sie auch exotische Getreide.

1. Zu diesen Gattungen zählen Pseudogetreide

Zu den Pseudogetreiden zählen die Fuchsschwanzgewächse Amaranth und Quinoa sowie die Knöterichart Buchweizen. Ihre stärkehaltigen Körner lassen sich zu Mehl mahlen und ähnlich wie Getreide verarbeiten.

2. Deswegen heißen sie Pseudogetreide

Auf Altgriechisch stand pseudos für Täuschung. Pseudogetreide täuschenquasi vor, echtes Getreide zu sein. Aber anders als Getreide wie Weizen, Roggen, Mais, Reis oder Hirse gehören die Pflanzen nicht zur botanischen Familie der Süßgräser.

3. Da kommen Pseudogetreide her

Amaranth stammt aus Mexiko, wird aber in ganz Mittel- und Südamerika sowie in Indien angebaut. Quinoa kommt aus den Andenstaaten Peru und Bolivien zu uns. Inzwischen bauen auch innovative deutsche Bio-Bauern die beiden Pflanzen an. Buchweizen ist sowieso in Europa und Mittelasien zu Hause.

4. Amaranth, Quinoa und Buchweizen sind glutenfrei

Pseudogetreide enthält kein Gluten und ist deshalb für Zöliakie-Betroffene interessant. Dadurch eignen sich die Körner aber nicht so gut fürs Brotbacken, weil das Klebereiweiß fehlt. Fladen, Pfannkuchen und Bratlinge dagegen gelingen gut.

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5. Das steckt in den Körnern

Amaranth und Quinoa enthalten etwas mehr Fett und Eiweiß als Weizen, zudem deutlich mehr Kalzium, Magnesium und Eisen. Rund doppelt so hoch ist der Gehalt der essenziellen Aminosäure Lysin. Das Nährstoffprofil von Buchweizen ähnelt dem von Weizen, mit etwas mehr Stärke und weniger Eiweiß.

6. Sind Pseudogetreide für Babys geeignet?

In Pseudogetreide kommen auch Stoffe vor, die zu Unverträglichkeiten führen können, wie Gerbstoffe, Saponine oder Fagopyrin. Die werden zwar bei der Aufbereitung der Körner – und bei der Zubereitung – zum Großteil entfernt, dennoch raten Ernährungsberater bei Kindern unter zwei Jahren zur Vorsicht.

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