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Vitamine tanken

Wellness-Drinks aus dem Bio-Laden sind keine Zaubermittel. Doch sie liefern Vitalstoffe, die zu körperlichem und geistigem Wohlbefinden verhelfen können. // Gisela Burger
31.12.2009

Wellness-Drinks aus dem Bio-Laden sind keine Zaubermittel. Doch sie liefern Vitalstoffe, die zu körperlichem und geistigem Wohlbefinden verhelfen können. // Gisela Burger

Eine Ernährung, die zur Hälfte aus Obst und Gemüse besteht. Drei Mal Sport in der Woche und täglich wenigstens ein kleiner Spaziergang. Zeit für Bücher, Theater und Freunde. All diese Maßnahmen erhalten Körper und Seele gesund.

Wellness-Drinks bieten keinen Ersatz für sie. Aber sie können hilfreiche Begleiter auf dem Weg zu mehr körperlichem und geistigem Wohlbefinden sein. Gerade Wellness-Drinks aus dem Bio-Laden leisten mit ihrem hohen Anteil an rein pflanzlichen, schonend verarbeiteten Vitalstoffen in der kalten Jahreszeit einen Beitrag zum Stärken der Abwehrkräfte. Bei Fastenkuren liefern sie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bei geringer Kalorienzufuhr. Und ganz selbstverständlich können sie für ein leckeres Geschmackserlebnis sorgen sicher ebenfalls eine Form des Wohlbefindens.

Was ist das Besondere an Wellness-Drinks?

Auch Fruchtsäfte oder Tees enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Doch besteht ihre Aufgabe in erster Linie darin, den Körper mit Flüssigkeit und Energie zu versorgen. Wellness-Drinks hingegen sollen dem Organismus gezielter bestimmte Wirkstoffe zuführen, die das Wohlbefinden steigern und Krankheiten sowie Mangelerscheinungen vorbeugen. Beispielsweise liefern sie eine Zusatzportion Eisen für die Blutbildung oder Kalzium zum Stärken der Knochen. Einige Wellness-Drinks gelten nicht als Getränke, sondern als Nahrungsergänzungsmittel. Sie enthalten genaue Dosierungs- und Einnahme-Empfehlungen.

Rote Bete, Blutorange. Was wirkt in den Drinks?

Zum einen leisten die Obst- und Gemüsesorten in den Drinks gesundheitsfördernde Arbeit. Blutorange, Rote Bete, Möhre und andere Früchte führen dem Organismus mit verhältnismäßig wenigen Kalorien notwendige Nährstoffe zu. Deshalb sind Wellness-Drinks empfehlenswerte Begleiter beim Fasten und bei Diäten.

Manchmal helfen Früchte mit hohem Antioxidantien-Gehalt wie Sanddorn oder Goji-Beere, Abwehrkräfte zu stärken. Die Mikroalge Spirulina liefert hochwertiges Eiweiß. In milchsauer vergorenen Säften sind es auch die rechtsdrehenden Milchsäurebakterien, die Körper und Seele guttun. Sie sorgen für spritzigen Geschmack und wirken beispielsweise ausgleichend auf den Säure-Basen-Haushalt.

Direktsaft oder Konzentrat? Die Vorzüge von Bio:

Die Bio-Drinks zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Früchten aus. Sie werden aus Direktsäften hergestellt, nicht aus rückverdünntem Saftpulver. Bei den Direktsäften sind Nährstoffe prinzipiell besser erhalten. „Wellness steht für uns immer im Einklang mit Natürlichkeit, sich auf das Wesentliche besinnen und bewusst leben“, sagt Maike Bahlmann bei Voelkel. Bio-Unternehmen wie Voelkel oder Beutelsbacher – ebenfalls die Bio-Linie der Firma Rabenhorst – verarbeiten auch möglichst naturtrübe Säfte. Die in ihnen schwebenden Fruchtfasern liefern zusätzliche natürliche Nährstoffe sowie Ballaststoffe. Konventionelle Drinks dürfen künstlich erzeugte Vitamine und Mineralstoffe enthalten; auch künstliche Aromen und Farbstoffe sind dort nicht tabu.

Wer kam den Wirkstoffen auf die Spur?

In ihren Ursprungsländern gelten die Früchte, Pflanzen und Bakterienkulturen, die in Wellness-Drinks enthalten sind, traditionell als Heilmittel. Beispielsweise behandeln Hawaiianer und Polynesier seit 2000 Jahren viele Krankheiten mit dem Saft der Noni-Beeren. Japaner und Chinesen vergären Tees seit mehr als 1500 Jahren mit dem Kombucha-Teepilz. Ureinwohner des Amazonas-Gebiets räumen den Früchten der Acai-Palme in ihrer Ernährung viel Platz ein. Auch wenn sie die Inhaltsstoffe der schwarz-roten Beere nicht kennen – sie enthält Kalzium, Phosphor, Eisen, Proteine, Antioxidantien und wertvolle Fettsäuren –, lernten sie ihre Wirkung zu schätzen.

Pasteurisieren problemlos? Wie wird hergestellt?

Getränke mit Getreide oder Kombucha werden durch Gärung erzeugt. Bei Säften aus Obst und Gemüse mixen die Bio-Produzenten verschiedene Sorten. Um diese ohne chemische Hilfsmittel haltbar zu machen, werden Bio-Wellness-Drinks lediglich schonend pasteurisiert.

Das heißt, die Hersteller erhitzen sie, je nach Sorte, kurz auf maximal 90 Grad, um Keime abzutöten. Um Aroma und Nährstoffe möglichst zu erhalten, kühlen sie die Säfte anschließend sofort wieder herunter. „Sie sind maximal vier Minuten einer Erwärmung ausgesetzt“, sagt Matthias Maier von Beutelsbacher. Je nach Sorte reagierten Früchte beim Pasteurisieren unterschiedlich, weiß der Experte. Während einige bis zu 20 Prozent ihrer Vitamine einbüßten, behielten andere sie vollständig. Konventionelle Firmen dürfen die Einbuße mit künstlichen Aromen und Farbstoffen aufpeppen.

In der Naturheilkunde haben die Schoenenberger Heilpflanzensäfte seit mehr als 75 Jahren ihren festen Platz. Sie bestehen aus schonend gepressten Bio-Heilpflanzen und sind naturrein, also ohne Hilfsstoffe wie Extraktionsmittel, abgefüllt.

Wie entstehen neue Drinks?

Wir haben Michael Raab von Raab Vitalfood gefragt: „Ich bin weltweit auf der Suche nach geeigneten Vitalstoffen. Die Zutaten in unseren Wellness-Drinks entwickelt die Natur; wir müssen sie nur finden und nutzen. Wenn ich etwas über die Wirkkräfte einer Pflanze lese oder höre, prüfe ich, ob diese glaubwürdig sind. Ist das der Fall, kreieren wir ein Produkt.“

Bildnachweis: gettyimages

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