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Warum wir beim Veganuary mitmachen sollten

Einen Monat lang veganes Leben ausprobieren: Mit diesem Neujahrsvorsatz, zu dem die britische Initiative Veganuary aufruft, können wir die Welt besser machen.

27.12.2021 vonRedaktion

Einen Monat lang veganes Leben ausprobieren: Mit diesem Neujahrsvorsatz, zu dem die britische Initiative Veganuary aufruft, können wir die Welt besser machen.

Die Milch- und Fleischproduktion verbraucht enorm viel Wasser und Flächen. Deshalb ist sie Spitzenreiter in der Rangliste der klimaschädlichen Emissionen. Die weltweite Produktion von Milch und Fleischprodukten verursacht 57 Prozent der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen und beanspruchen 83 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen.

Das Leid für die Tiere und die Übernutzung von Böden betrifft zwar besonders die Massentierhaltung, aber auch Bio-Tiere pupsen reichlich Methangas. Reduzierter Konsum tierischer Produkte ist deshalb ein effektiver Hebel beim Klimaschutz.

Was ist der Veganuary?

Aus dieser Idee entstand 2014 der Veganuary. Erklärtes Ziel: Die vegane Ernährung soll Mainstream werden. Die Macher der gemeinnützigen Initiative wollen also den Neujahrsvorsatz nutzen, sich pflanzlicher oder komplett vegan zu ernähren.

Sie erfanden die Challenge, vier Wochen lang tierfreien Konsum zu testen. Und motivieren alle, die sich anmelden, täglich via E-Mail mit Tipps und Rezepten. 2021 haben laut den Organisatoren mehr als 580.000 Menschen aus rund 200 Ländern mitgemacht. Inzwischen erkennen auch Händler, Restaurants und Lieferdienste das (Marketing-)Potenzial dieser Idee und bringen extra im Januar neue vegane Produkte oder Gerichte auf den Markt. In Deutschland startet die vegane Neujahrs-Challenge inzwischen zum dritten Mal.

Seit 2014 seien durch die Challenge rund 103.840 Tonnen CO2-Äquivalent, rund 6,2 Millionen Liter Wasser und etwa 405 Tonnen PO43-Äquivalent in Gewässern eingespart worden. Letzteres ist der Wert, der angibt, wie viel Nitrat, Phosphor und weitere Nährstoffe in Gewässer gelangen und so den Sauerstoffgehalt verändern. Laut der Vegan Society UK seien außerdem etwa 3,4 Millionen Tiere weniger geschlachtet worden.

Ist vegan essen gesund?

„Vegane Ernährung versorgt uns gut, bei manchen Nährstoffen sogar besser als Mischkost“, sagt Fast-Veganer und Ernährungswissenschaftler Professor Markus Keller von der Fachhochschule des Mittelstands. Mit der Gießener veganen Lebensmittelpyramide liefert er eine praktische Alltagshilfe für das Essen ohne Tierisches – auch für die Ernährung von Kindern.

Eine Pyramide für Veganer

Beim Veganuary machen auch Promis mit – 2022 zum Beispiel Eckart von Hirschhausen. Der populäre Arzt und Wissenschaftsjournalist sagt über veganes Essen: „Als Arzt und Fan der ‚Planetary Health Diet‘ weiß ich: Allein durch pflanzenbasierte Ernährung könnten wir jedes Jahr 150.000 Todesfälle in Deutschland verhindern. Weniger Fleisch zu essen, ist also ein echter Verzicht, nämlich auf Herzinfarkt und Schlaganfall. Darauf kann doch jeder gern verzichten, oder?“

Was ihr in den vier Wochen essen könnt

Wer sich beim Fleisch-Konsum an der Großeltern-Generation orientiert, die meist nur einmal pro Woche Fleisch und keine großen Portionen davon isst, macht nichts verkehrt. Noch besser: das weggelassene Fleisch mit ausgewogenen, pflanzlichen Gerichten kompensieren. Dafür empfehlen wir hier 30 einfache, vegane Rezepte, die in nur 30 Minuten auf dem Tisch stehen:

Vegan, einfach und schnell: Gerichte für Einsteiger

Zu den Rezept-Ideen

Viele Veganer achten nicht nur beim Essen auf tierfreie Produkte, sondern bei ihrer gesamten Lebensweise – zum Beispiel auch bei Kosmetik:

Ist vegane Kosmetik immer Naturkosmetik? Und ist sie stets tierversuchsfrei? Was drin steckt, was nicht und welche Produkte ihr ausprobieren solltet.

7 Fakten über vegane Kosmetik

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