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Süßungsmittel: Alles außer Zucker

Es muss nicht immer Zucker sein. Kennt ihr schon Apfeldicksaft, Kokosblütenzucker oder Erythrit? Wir stellen die unbekannteren Süßen vor.

29.10.2021 vonBrigitte Sager-Krauss

Es muss nicht immer Zucker sein. Kennt ihr schon Apfeldicksaft, Kokosblütenzucker oder Erythrit? Wir stellen die unbekannteren Süßen vor.

Agavensirup: Beliebter Mexikaner

Ob Agavendicksaft oder -sirup, beides meint das Gleiche: eingedickten Saft aus der Agave. Etwa acht Jahre wächst die Pflanze in mexikanisch trockenem Klima – für Bio-Sirup wild und nicht in Monokulturen –, dann wird ihr ‚Herz‘ entfernt und aus den Blattenden fließt Agavensaft in die Aushöhlung. Für bessere Haltbarkeit kochen die Produzenten auf einen Wassergehalt von etwa 25 Prozent ein, je länger, desto dunkler und karamelliger der Geschmack. Rohkost-Agavensirup wird bei niedrigen Temperaturen unter Luftausschluss eingedickt. Die Süßkraft von Agavensirup ist größer als die von Haushaltszucker, das liegt an der enthaltenen Fruktose. 75 g Sirup ersetzen 100 g Zucker.

Xylit – zahngesunde Süße

Xylit oder auch Birkenzucker ist eine weiße, fein-körnige Zuckeralternative, die aufwendig aus pflanzlich-holzigen Rohstoffen extrahiert und kristallisiert wird. Sein Geschmack und seine Verwendung kommen denen von Haushaltszucker nahe. Ursprünglich spendeten finnische Birkenhölzer die Süße, daher der Name Birkenzucker, heute dienen auch Buchenholz oder Reste von Maiskolben als Rohstoff. Für Bio-Xylit wird Bio-Mais mit Hilfe von Zitronensäure verarbeitet.

Birkenzucker ist zahngesund, enthält etwa nur halb so viel Kalorien wie Zucker und lässt den Insulinspiegel unberührt. Nachteil: Große Mengen wirken abführend oder blähend. Er kann Zucker 1:1 ersetzen, taugt jedoch nicht zum Backen von Hefeteig.

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