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Russisches Osterbuffet

Was das Osterbuffet in Russland so besonders macht? Hier ist es Brauch, jeden, der vorbeikommt, reichlich zu bewirten. So ist der Tisch am Ostersonntag mit ganz besonders üppigen Köstlichkeiten gedeckt.

31.03.2014 vonSabine Kumm

Was das Osterbuffet in Russland so besonders macht? Hier ist es Brauch, jeden, der vorbeikommt, reichlich zu bewirten. So ist der Tisch am Ostersonntag mit ganz besonders üppigen Köstlichkeiten gedeckt.

Eine Einladung an alle, die auch einen Anfang wagen und mit unseren russisch inspirierten Rezepten einen Blick in eine etwas andere Welt werfen wollen.

Russische Osterrezepte

Ostern in Russland – das geht nicht, ohne an die russisch-orthodoxe Kirche zu denken. Sie feiert Ostern als das größte kirchliche Fest, das hier bedeutender ist als Weihnachten. Wichtiger Bestandteil des Osterbrauchtums: Wer auch immer nach dem Ende der traditionellen Fastenzeit am Ostersonntag zu Besuch kommt, der wird nicht abgewiesen und erhält auf jeden Fall reichlich zu essen. Denn der Besucher könnte ja ein himmlischer Test für die Barmherzigkeit des Gastgebers sein …

Traditionell russische Ostergerichte

Eier, Quark, Hefekuchen, Blini und gefüllte Vareniki – nach 40 Fastentagen schmeckt das alles nach endlich wieder erwachter Lebenslust, nach Gastfreundschaft, Frühling und Neubeginn. Die kommenden Seiten sind eine Einladung an alle, die auch einen Anfang wagen und mit unseren russisch inspirierten Rezepten einen Blick in eine etwas andere Welt werfen wollen. Das Osterbrot Kulitsch, warm und hefeduftend aus dem Ofen geholt, ist der Klassiker auf dem Frühstückstisch: Dinkelmehl sorgt dafür, dass es saftig bleibt, ein Hauch Zitrone hält die Balance mit dem Zuckerguss. So gut kann einfach sein, vor allem, wenn man sich noch einen Klecks von der traditionellen Quarkspeise Pascha auf den Teller setzt. Die lockt mit Vanille, Rosinen und Mandelkernen und schmiegt sich, falls etwas übrig bleiben sollte, als Dessert auch ideal an frische Beeren oder Fruchtkompott.

Herzhaft wird es mit Blini aus Buchweizen- und Dinkelmehl – ein Löffel Soja-Sauerrahm und darauf – nein, kein Beluga-Kaviar, sondern die gleichnamigen kleinen schwarzen Linsen, die besonders edel und nussig schmecken. Und dann gibt es da noch die Leicht-Variante der Russischen Eier, gefüllt mit Staudensellerie und Apfel, pikant mit Meerrettich und Senf abgeschmeckt. Und so leicht aus der Hand zu essen … Nur gut, dass von allem mehr als genug da ist …

Bunte Eier als Geschenk

Eier werden nach russischem Brauch an Ostern nicht versteckt und gesucht, sondern einfach an alle Bekannten und Verwandten als Geschenke überreicht. Bunt gefärbt sind sie Bestandteil jedes Osterbuffets.

Natürlich Eier färben

In kochendem Wasser kann man mit natürlichen Zutaten einen Sud herstellen, der die Eier verschieden bunt färbt. Je länger sie im Sud liegen, desto intensiver wird die Farbe. Wenn die hartgekochten Eier noch warm sind, nehmen sie die Farbe besonders gut an.

Ein paar Blätter Rotkohl oder Heidelbeeren färben die Eier blau, Rote Bete macht sie rot, das Gewürz Kurkuma oder Kamilleblüten sorgen für eine gelbe und Zwiebelschalen oder Schwarztee für eine braune Färbung. Grüne Eier erhält man, wenn man einen Sud aus Spinat oder Brennnesseln herstellt.

In Essig oder Zitronensaft ist genug Säure enthalten, um anschließend, zum Beispiel mit einem Wattestäbchen oder einem feinen Borstenpinsel, die Farbe mit kleinen Mustern aufzuhellen. Wenn man sie mit einem weichen, leicht geölten Tuch abreibt, glänzen die Eier besonders schön.

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