Jeden Tag eine gute Entscheidung. Für eine bessere Welt. Für uns alle.
Essen

Querbeet

Gemüse des Monats sind in dieser Ausgabe Tomaten. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war die Tomate in Europa nur eine Zierpflanze, deren Früchte man für giftig hielt. Heute zählt sie in Deutschland zu den beliebtesten Gemüsesorten.
01.07.1998
Gemüse des Monats sind in dieser Ausgabe Tomaten. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war die Tomate in Europa nur eine Zierpflanze, deren Früchte man für giftig hielt. Heute zählt sie in Deutschland zu den beliebtesten Gemüsesorten.

Gemüse des Monats: Tomaten

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war die Tomate in Europa nur eine Zierpflanze, deren Früchte man für giftig hielt. Heute zählt sie in Deutschland zu den beliebtesten Gemüsesorten. Dabei überzeugen insbesondere sonnengereifte Tomaten aus Freilandanbau. Sie schmecken nicht nur aromatischer als Gewächshaustomaten, sondern enthalten auch eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen, Fruchtsäuren und ätherischen Ölen.

Der typische Tomatengeschmack wird vor allem durch das Verhältnis von Zucker und Fruchtsäuren bestimmt. Je reifer die Tomaten, desto mehr Zucker und desto weniger Gesamtsäure enthalten sie. Die rote Farbe ist auf den Gehalt an Lycopin und Carotin zurückzuführen. Tomaten sondern Ethylen ab, einen Pflanzenstoff, der für die Reifung zuständig ist. Das freigesetzte Ethylen ist gesundheitlich unbedenklich, läßt jedoch Gurken vergilben und Blumenkohl seine feste Konsistenz verlieren. Deshalb sollten Tomaten nicht zusammen mit anderem Gemüse gelagert werden.

Hinweis: Unreife, grüne Tomaten enthalten das giftige Alkaloid Solanin. Es kann zu Erbrechen, Atemnot und Bewußtlosigkeit führen. Deshalb wird vor dem Verzehr größerer Mengen grüner Tomaten abgeraten. Auch die Stielansätze sollten herausgeschnitten werden.

Nudeln mit Fenchel und Tomaten
Für 2 Personen

  • 250 g Dinkel-Bandnudeln
  • Olivenöl
  • 4 Tomaten
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • 2 Fenchelknollen
  • 4 EL Rahm
  • schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
  • Kräutersalz
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben

Tomaten häuten, vierteln und entkernen. Kerne mit der Gemüsebrühe fein pürieren. Fenchel halbieren, quer in feine Scheiben schneiden, in die Gemüsebrühe geben und 5-6 Minuten garen. Tomatenstücke und Rahm zufügen, abschmecken und auf der ausgeschalteten Herdplatte zugedeckt einige Minuten ruhen lassen. Dinkel-Bandnudeln in sprudelndem Salzwasser mit einem Spritzer Öl garen und mit dem Gemüse anrichten. Mit Parmesan und frischem Fenchelgrün bestreut servieren.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
(aus Pizza, Pasta, Quiche, Fit Food Verlag)


Buchtip:

Pizza, Pasta, Quiche

  • Christl und Gabi Kurz stellen in dem Buch 70 Rezepte aus der vegetarischen Bio-Küche vor und nennen viele Kombinationsmöglichkeiten.
  • Christl Kurz: Pizza, Pasta, Quiche, Fit Food Verlag, 112 Seiten, DM 19,80, mit Fotos. ISBN 3-9804079-6-9.

Bäckereien informieren unzureichend

Über Backmittel können jede Menge Inhalts- und Zusatzstoffe in Brote und Brötchen gelangen. Bei abgepacktem Brot informiert die Zutatenliste über die Inhaltsstoffe. Bei unverpackten Backwaren ist eine solche jedoch nicht Pflicht. Wer vom Verkaufspersonal wissen will, was im Brot enthalten ist, wird oft enttäuscht. Das haben zumindest die Verbraucherzentralen (VZN) bei einem Test 1000 deutscher Bäckereien herausgefunden. Auf die Frage nach den Inhaltsstoffen des Mischbrotes verschlug es 22 % der Verkäufer gänzlich die Sprache, 29 % gaben unvollständige bzw. unzureichende Auskünfte. Peinlich ist das Umfrageergebnis auch für die Bundesregierung. Die hatte nämlich 1994 eine Kennzeichnungspflicht unverpackter Backwaren abgelehnt. Begründung: das Verkaufspersonal sei aufgrund seiner Ausbildung in der Lage, kompetente Auskünfte zu geben.

Die Broschüre "Im Brot ist nicht nur Mehl allein" informiert über die häufigsten Zutaten und Inhaltsstoffe in Backmitteln für Brot und Brötchen. Sie kann für 7 Mark gegen Rechnung beim VZN-Versandservice, Postfach 6126, 30061 Hannover bestellt werden.


Kurz & knapp

  • Deutsche Verbraucher greifen immer häufiger zu "fair gehandelten" Lebensmitteln. 1997 stieg der Kaffeeabsatz um ein Prozent auf knapp 8,5 Millionen Pfundpäckchen, so TransFair. Emnid zufolge kenne inzwischen jeder dritte Bundesbürger das TransFair-Siegel.
  • Seltsame Steuerunterschiede: Karottensaft ist seit dem 1. April 1998 teurer, nicht jedoch Karotten. Sie fallen nämlich wie alle Lebensmittel unter den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, und der wurde nicht erhöht. Karottensaft hingegen ist ein Getränk. Für ihn gilt der normale Satz von nunmehr 16 Prozent.

Kommentare

Schlagwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Ähnliche Beiträge