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Alles, was Sie schon immer Mal über Mai-Gouda, wissen wollten, steht in dieser Ausgabe im Käse-Steckbrief. Zusätzlich gibt es einige Infos über vegetarische Kost.
01.05.2001
Alles, was Sie schon immer Mal über Mai-Gouda, wissen wollten, steht in dieser Ausgabe im Käse-Steckbrief. Zusätzlich gibt es einige Infos über vegetarische Kost.

Käse-Steckbrief: Mai-Gouda

Sorte: Kuhmilch-Schnittkäse, 48 Prozent Fett i.d.Tr., das entspricht etwa 28 Prozent Fett absolut.

Aussehen: Hellgelber, schnittfester Laib mit kleinen Löchern. Wird in Laiben (4 bis 30 Kilogramm/Laib) und als Baby-Gouda (300 bis 1000 Gramm/Stück) angeboten.

Rinde: Meist mit Paraffin- und/oder Kunststoffüberzug versehen. Auch mit Naturrinde erhältlich. Bei konventionellem Mai-Gouda darf die Rinde mit Natamycin* (deklarationspflichtig!) behandelt werden.

Charakter: cremig-mild, Mai-Gouda schmeckt pikanter als einfacher Gouda.

Geschichte: Gouda ist nach einer Stadt in der Nähe von Rotterdam benannt. Er war schon im Mittelalter einer der wichtigsten Exportkäse. Name und Herstellungsverfahren sind nicht geschützt, das heißt, Gouda darf weltweit produziert werden. Die Bezeichnung Mai-Gouda haben holländische Marketingexperten erfunden. Die Idee: Käse herzustellen aus der "besten Milch des Jahres", entstanden aus dem vitamin- und mineralstoffreichen ersten Grünfutter. Die Reifezeit beträgt sechs statt wie beim jungen Gouda vier Wochen. Den ersten Mai-Gouda gibt es etwa ab dem 15. Juni.

Herstellung: Mai-Gouda wird wie Gouda aus pasteurisierter Milch hergestellt. Die Milch legt der Käser mit mikrobiellem Lab, seltener mit Kälberlab, dick. Der Bruch wird anschließend in Formen gegossen. Später kommt der Laib ins Salzbad. Während der Lagerung wird er ständig gewendet und gepflegt. Bei konventioneller Herstellung darf Nitrat** gegen Fehlreifungen eingesetzt werden, auch der Farbstoff Beta Carotin ist erlaubt. Beide Zusatzstoffe müssen deklariert werden.

Bio-Mai-Gouda: Wird aus Bio-Milch hergestellt. Nitrat, gentechnisch verändertes Lab, Beta Carotin und Natamycin* sind verboten.

Verwendung: Schmeckt zu Brot, Wein, süßem Obst und in Salaten. Eignet sich zum Überbacken.


*Rindenbehandlungsmittel, wirkt gegen Schimmelbildung. Natamycin ist ein in der Humanmedizin gebräuchliches Antibiotikum. Bei zu häufiger Aufnahme durch die Nahrung kann es seinen therapeutischen Wert als Arzneimittel verlieren, urteilt die Verbraucher Zentrale. Der Konservierungsstoff darf nicht mehr als 5 mm in ein Lebensmittel eindringen. Mit Natamycin behandelte Rinde sollte entsprechend großzügig entfernt werden.

**Beim Erhitzen können sich aus Nitrat und den im Käse enthaltenen biogenen Aminen Nitrosamine bilden, die als krebserregend gelten.Infos und News


Gesund leben ohne Fleisch

Vegetarische Kost wird angesichts der Schreckensmeldungen in puncto Fleischerzeugung für immer mehr Menschen interessant. Wie die Umstellung gelingen kann, darüber informiert die Broschüre "Gesund leben ohne Fleisch" der Verbraucher Initiative. Die Schrift gibt praktische Tipps von der Lebensmittelauswahl bis zur Suche nach vegetarischen Restaurants. Man bekommt die achtseitige Broschüre gegen Einsendung von fünf Mark (als Scheck oder in Briefmarken) bei: Verbraucher Initiative Elsenstraße 106, 12435 Berlin. Eine kürzere Version kann unter der Fax-Abruf-Nummer 0190/150270-008 (DM 1,21/Minute) bezogen werden.

Briten essen wieder Rindfleisch

In Großbritannien ist Rindfleisch wieder in. Nachdem 1996 der Konsum drastisch zurück gegangen war, weil die Regierung auf einen möglichen Zusammenhang zwischen BSE und der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit aufmerksam gemacht hatte, ist die Nachdenklichkeit der britischen Verbraucher offenbar jetzt vorbei. In den ersten neun Monaten des Jahres 2000 ist der Rindfleisch-Konsum auf der Insel um 13 Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Babys werden früh abgestillt

Direkt nach der Geburt werden die meisten Babys voll gestillt, bereits kurze Zeit nach der Entbindung sinkt die Stillbereitschaft beachtlich, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Befragt wurden 1717 Mütter in 177 Kliniken. Das Ergebnis im Detail: 91 Prozent der Mütter stillen ihre Babys nach der Entbindung ausschließlich, zu Hause tun es nur noch 73 Prozent der Frauen. Nach 14 Tagen stillen nur noch 60 Prozent der Mütter voll, Ende des sechsten Monats sind es nur noch 10 Prozent. Als Gründe für frühzeitiges Abbrechen der Stillzeit nannten viele Frauen Probleme wie Milchstau, Brustentzündungen oder Schwierigkeiten mit dem Trinkverhalten des Säuglings. Experten empfehlen dagegen in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten eine Ernährung ausschließlich mit Muttermilch.

Buchtipp

Fit Forever – Kochen

Schlecht gelaunt? Schlapp, müde und übernächtigt? Oder sind heute im Büro besonders starke Nerven gefragt? Für diese und weitere Lebenssituationen hält Dr. Michael Spitzbart, Autor des Kochbuchs Fit Forever, das passende Fit-Rezept bereit. So sollen etwa Flockenpower-Müsli, ein Gute-Laune-Gericht oder eine nervenstärkende Vitamin-B6-Mahlzeit für Power sorgen. Eine Art Funktional Food also, aber nicht aus dem Lebensmittellabor, sondern mit frischen, vollwertigen Zutaten. Um die jeweiligen Stärken der von Naturkoch Roy Kieferle ausgesuchten Rezepte herauszufinden, hat die Oecotrophologin Dr. Marieluise Tröbs Rezept für Rezept nach Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett sowie den wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen aufgeschlüsselt. Vor diesem Hintergrund bekommt jede Mahlzeit eine bestimmte Funktion, die, kurz und knapp geschildert, eine gezielte Speiseauswahl ermöglicht.

Dr. Michael Spitzbat, Roy Kieferle, Dr. Marieluise Tröbs: Fit Forever – Kochen, Wessp Verlag, 2000, 160 Seiten, DM 29,80, ISBN 3-934651-01-1

Hätten Sie’s gewusst?

Was macht Mürbteig mürbe?

Verantwortlich für die mürbe Konsistenz ist die Butter. Sie bildet zusammen mit Wasser und Mehl die Grundlage von Mürbteig. Während Wasser und Mehl problemlos miteinander verkleben, schiebt sich die Butter als trennendes Element dazwischen – der Teig neigt zum Krümmeln. Auch unmittelbar nach dem Backen ist warmer Mürbteig noch krümmelig. Seine mürbe Konsistenz bekommt er erst nach dem Abkühlen, wenn die Butter wie eine Art cremiger "Mörtel" erstarrt.

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