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Bio-Rosinen : Warum sie besser sind

Rosinen sind natürlich süß – und gesund. Doch Vorsicht: Konventionelle Rosinen sind meist stark belastet. Welche Informationen rund um die Rosine sonst noch wichtig sind, lest ihr hier.

Eine braunhaarige Frau lehnt sich auf ihre Faust
Annette Sabersky

Hättet ihr's gewusst? Für ein Kilogramm Rosinen braucht es rund 7 Kilo frische Weintrauben. Das ist eine ganze Menge, aber gut so. Denn schon mit einer kleinen Portion Rosinen erhalten wir in der obstarmen Jahreszeit viele wichtige Nährstoffe: Rosinen sind reich an Kalium, Magnesium, Vitamin A und B-Vitaminen. Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Verdauung rundläuft. Außerdem eignen sich Rosinen perfekt für eine basenreiche Ernährung. Sie haben einen besonders günstigen Effekt auf den Säure-Basen-Haushalt.

Die meisten Bio-Rosinen stammen aus warmen Anbauländern – etwa aus der Türkei, Griechenland, Argentinien oder China. Sie haben jede Menge Sonne getankt, erst am Weinstock, später beim Trocknen.

Was ist bei Rosinen in Bio-Qualität anders?

Das Loblied auf die Rosine singt man jedoch besser nur auf Bio-Rosinen.

Sind Bio-Rosinen geschwefelt?

Denn im Unterschied zu den Trockenbeeren aus konventionellem Weinbau sind Rosinen aus biologischem Anbau immer ungeschwefelt, also frei vom Zusatzstoff E 220. Schwefel ist vor allem für Allergiker und Asthmatiker heikel, aber auch Gesunde sollten ihn meiden. Er kann Kopfschmerzen verursachen und zerstört gesunde B-Vitamine.

Werden Rosinen gespritzt?

Konventionell angebaute Trauben tanken am Weinstock nicht nur Sonne, sondern leider auch eine Menge synthetischer Pflanzenschutzmittel. Sie gelten als besonders belastet, wie Untersuchungen nicht nur der Lebensmittelüberwachung, sondern auch die von Testmagazinen und Umweltschutzorganisationen belegen. Bio-Weinbauern verzichten auf heikle synthetische Düngemittel und Pestizide. Sie produzieren die gesünderen Rosinen. Und sie fördern ein gesundes und intaktes Öko-System.

Was ist der Unterschied zwischen Rosinen, Sultaninen und Korinthen?

Grundlage für Sultaninen sind die saftig-süßen, hellen und kernlosen Sultana-Trauben. Sie werden kurz „gedippt“, also mit einer (unbedenklichen) Lösung aus Pottasche und Olivenöl besprüht, bevor sie getrocknet werden. So löst sich die äußere Wachsschicht auf, wird durchlässig und die Trauben müssen nur etwa fünf Tage lang trocknen. Anschließend werden sie gereinigt und mit Öl bepinselt – damit sie in der Tüte nicht zusammenkleben.

Rosinen aus anderen Rebsorten trocknen oft länger und sind darum auch dunkler. Grünen Rosinen wird sogar mehrere Wochen lang in schattigen, gut durchlüfteten Trockenhäusern das Wasser entzogen. So behalten sie ihre grüne Farbe und entwickeln ganz viel Aroma.

Die Korinthe ist die kleinste in der Rosinenfamilie. Sie wird aus violetten Weinbeeren gewonnen, die vor allem rund um die griechische Stadt Korinth angebaut werden. Korinthen sind fester als Rosinen und schmecken herb-süß.

Wie lange sind Rosinen haltbar?

Kühl und trocken gelagert sind Rosinen gut ein Jahr haltbar. Wenn sie eine Weile im Vorrat liegen, können sie außen einen weißen Belag bekommen. Das ist in der Regel auskristallisierter Zucker. Die Beeren können problemlos gegessen werden.

Wie viel Zucker enthalten Rosinen?

So lecker sie sind: Trockenfrüchte enthalten viel Zucker. Eine Portion Rosinen (30 Gramm) liefert satte 20 Gramm, das entspricht sieben Stückchen Würfelzucker. Die Hälfte des Rosinenzuckers ist Fruktose. Essen wir zu viel davon – Fruktose steckt auch in vielen anderen Lebensmitteln – wird der überschüssige Zucker in der Leber als Fett gespeichert, eine Fettleber kann die Folge sein.

Rosinen bei Fruktose-Unverträglichkeit?

Trockenfrüchte sind nahrhaft und gelten zu Recht als gesunder Snack. Dennoch sollten Eltern ausprobieren, ob der Nachwuchs sie verträgt. Denn für viele Kinder und Erwachsene ist Fruchtzucker nicht bekömmlich. Sie leiden unter Fruktose-Malabsorption: Teile des Zuckers gelangen unverdaut in tiefere Darmabschnitte. Das macht Durchfall und Blähungen. Ganz verzichten müssen die Betroffenen jedoch nicht. Sie sollten Trockenfrüchte nur in kleinen Mengen naschen und immer zusammen mit anderen Lebensmitteln. Prima ist klassisches Studentenfutter oder wenn die Rosinen in eine Quarkspeise gerührt werden.

Sind Rosinen Rohkost?

Bio-Rosinen haben oft Rohkostqualität, denn sie trocknen bei Temperaturen unter 42 Grad Celsius, meist in der Sonne, manchmal im Schatten. Ob Trockenfrüchte tatsächlich „roh“ sind, das steht auf der Packung.

Kochen mit Rosinen: Unsere Tipps

Rosinen & Co. sind solo sehr lecker. Außerdem süßen sie als Zutat Müslis, Desserts, Crêpes und Kuchen. Sie schmecken in Smoothies und verfeinern herbe Rohkostsalate – zum Beispiel Sellerie – mit einer süßen Note. Viele herzhafte orientalische Gerichte mit Gemüse, Getreide und sogar Fleisch schmeicheln dem Gaumen mit sonnengetrockneten Rosinen. Lecker schmecken auch in Rum eingelegte Rosinen – doch Vorsicht, Alkohol!

Ihr braucht Inspirationen? Hier findet ihr unsere Rezepte mit Rosinen.

Mit Rosinen kochen
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