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Naturkost von A bis Z

Naturkost leicht gemacht: Infos und Rezept zur Erdmandel und Essig
01.10.2002

Naturkost leicht gemacht – von A bis Z


Erdmandel

Botanisch betrachtet gehört die Erdmandel, auch Chufas genannt, zur Familie der Riedgrasgewächse (Cyperaceae). Ursprünglich aus Zentralafrika stammend, werden Erdmandeln heute in der Gegend um Valencia (Spanien) kultiviert. Erdmandeln sind die unterirdisch wachsenden Wurzelknöllchen des Erdmandelgrases. Die nur eichelgroßen Chufas besitzen eine runzlige, braune bis schwarzbraune Haut, die großzügig abgeschält werden muss. Der mandelartige, süßliche Geschmack war ausschlaggebend für den Namen. Erdmandeln sind reich an Stärke sowie Vitamin E und haben einen hohen Ballaststoffanteil. Sie erreichen einen Fettgehalt von 25 Prozent. Im Naturkostladen wird Chufas als ganze Nuss, in Form von Flocken und als Zutat in Gebäck angeboten.

Rezept mit Erdmandeln

Müsli mit Erdmandelflocken

Für 2 Personen

  • 4 EL Buchweizen
  • 150 ml Orangensaft
  • 4 EL grobe Vollkorn-Haferflocken
  • 1 EL Rosinen
  • 100 ml süße Sahne
  • 200 g Natur-Joghurt
  • 1 reife Banane
  • ca. 500 g Früchte der Saison
  • 3 EL Erdmandelflocken (Chufas)

Den Buchweizen etwa 2 Stunden in reichlich warmem Wasser einweichen. Auf ein Sieb geben, gut spülen und abtropfen lassen. Den Orangensaft erwärmen und darin Haferflocken sowie Rosinen etwa 30 Minuten einweichen. Die Sahne steif schlagen und mit dem Joghurt sowie der zerdrückten Banane verrühren. Buchweizenkörner, Haferflocken und Rosinen mitsamt dem Saft unterrühren. Die Früchte putzen, waschen und in Stücke schneiden. Sahne-Joghurt auf Teller verteilen, die Früchte darauf geben und das Müsli mit den Erdmandelflocken bestreut servieren.

Essig

Die Essigbereitung zählt zu den ältesten Lebensmittelherstellungsverfahren der Menschheit. Dabei hat sich der Essig immer mehr vom Getränk zum Würzmittel gewandelt. Beinahe aus allen Obst-, Getreide- und Zuckerarten kann Essig hergestellt werden. Im Naturkostladen reicht das Angebot von Apfelessig, hellem und dunklem Balsamessig über Weiß- und Rotweinessig bis hin zu Himbeer- und Kräuteressig.

Als Essig darf laut Gesetz nur biologisch gewonnene Essigsäure bezeichnet werden. Die Säurestärke muss bei Obstessig mindestens fünf Prozent, bei Weinessig sechs Prozent betragen. Bei der Essigherstellung wird der Alkohol eines Weines durch Essigbakterien in Essigsäure vergoren. Da Essig ein natürliches Konservierungsmittel darstellt, ist keine zusätzliche Konservierung nötig. Kommt es im Laufe der Zeit zu Trübungen, so sind dies natürliche Vorgänge und kein Zeichen von Verderb. Ungefilterten Essig, durch Kahmhefe oft nicht völlig klar, nutzen manche Menschen bevorzugt als Gesundheitselexier. Essig wirkt entschlackend und kann innerlich und äußerlich desinfizierend und reinigend angewendet werden.

Hochkonzentrierter Essig (Essigessenz) ist auch zum Entfernen von Kalkflecken beim Putzen geeignet. Da er biologisch abbaubar ist, belastet er nicht die Umwelt.

EU-Bio-Verordnung

Mit vollem Namen lautet die EU-Bio-Verordnung „Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24. Juni 1991 über den ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel“. Die Verordnung beinhaltet in erster Linie Grundregeln des ökologischen Landbaus für Agrarbetriebe. Rahmenvorschriften über Erzeugung, Etikettierung und Kontrolle sind die Hauptthemen. Mit einer ergänzenden Verordnung ist seit August 2000 auch ein Mindeststandard für ökologische Tierhaltung vorgeschrieben.

Damit ist der ökologische Landbau auch in Deutschland nach europäischem Recht geregelt. Jedes Unternehmen, das pflanzliche Produkte mit Öko oder Bio bezeichnet, muß bestimmte Produktionsrichtlinien einhalten, die regelmäßig kontrolliert werden. Sinn der Verordnung ist es, Öko-Produkte europaweit einheitlich für den Verbraucher transparent – hinsichtlich Herkunft, Erzeugung und Verarbeitung – zu kennzeichnen. Auf den Etiketten verpackter Waren muss immer die Codenummer der für den Betrieb zuständigen Kontrollstelle angegeben werden (zum Beispiel in Deutschland DE-000-Öko-Kontrollstelle).

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