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Makrobiotik

Auch unter Makrobioten ist das Thema Vitamin B 12 aktuell. Während die einen strikten Vegetariern raten, Vitamin B12 zu substituieren, weisen andere auf pflanzliche B12-Quellen hin.
01.08.2000
Auch unter Makrobioten ist das Thema Vitamin B 12 aktuell. Während die einen strikten Vegetariern raten, Vitamin B12 zu substituieren, weisen andere auf pflanzliche B12-Quellen hin.

Vitamin B 12: Auch für Makrobioten ein Thema

Auch unter Makrobioten ist das Thema Vitamin B 12 aktuell. Während die einen strikten Vegetariern raten, Vitamin B12 zu substituieren, weisen andere auf pflanzliche B12-Quellen hin. Obwohl nur schwer quantifizierbar, sollen fermentierte Produkte wie Sauerkraut, Sojasauce, Miso und einige Algen (Nori) nennenswerte B 12-Mengen enthalten. Dass Algen in punkto Vitamin B12 "durchaus mit tierischen Quellen konkurrieren können”, hat auch der Verband Unabhängiger Gesundheitsberater (UGB) in Gießen bestätigt. Über weitere Wege der B 12-Aufnahme und den tatsächlichen Bedarf des Menschen wird derzeit noch kontrovers diskutiert.


Die makrobiotische Ecke im Naturkostladen

Die Makrobiotik umgibt immer noch ein Hauch des Exotischen. Da viele der traditionell verwendeten Lebensmittel aus Asien stammen, tragen sie fremdartig klingende Namen. Mittlerweile haben etliche Naturkostläden eine Makrobiotik-Ecke eingerichtet, in der man die fernöstlichen Spezialitäten finden kann. Am bekanntesten sind Soyasaucen wie Tamari (kräftig) und Shoyu (mild), sehr verbreitet ist auch Miso, eine Würzpaste aus fermentierten Sojabohnen. Sojamilch und Tofu werden bereits in Deutschland produziert. Seitan, eine Art "vegetarisches Steak” aus Weizen-Gluten, enthält anders als Fleisch kein Cholesterin und kaum Fett. Gängige Artikel sind außerdem Gomasio, eine Mischung aus geröstetem Sesam und Meersalz, die salzigen Umeboshi-Aprikosen sowie aromatische Pilze wie Shiitake. Letztere gibt es sowohl getrocknet als auch frisch. Eine kleinere Auswahl verschiedener Meeresalgen (Arame, Hijiki, Wakame, Nori), von Binde- und Geliermitteln (Pfeilwurzelmehl, Agar-Agar), diversen Tees wie Bancha (aus Zweigen/Blättern des japanischen Teestrauches) und Mu (Mischung nicht anregender Kräuter) sowie dezente Süßmittel wie Amazake (aus Süßreis) runden das Angebot ab.

All diese Erzeugnisse dürfen die makrobiotische Tafel bereichern, sind aber nicht unverzichtbar, wie Dieter Bonitz betont. Wer das Prinzip der Makrobiotik begriffen habe, könne sich auch ohne Importware allein von einheimischer Nahrung makrobiotisch ernähren.


Literatur/Adressen

Herman Aihara: Säuren & Basen, Verlag Mahajiva Wolfgang Christalle, Holthausen/ü. Münster 1992, 104 Seiten, ISBN 3-924845-19-0, DM 19,85.

Steve Acuff: Das makrobiotische Gesundheitsbuch, Goldmann Verlag, München 1989, 256 Seiten, ISBN 3-442-30527-6, DM 42,-.

John & Jan Belleme. Schätze der japanischen Naturküche, Edition Lebenszeichen, Wien 1992, ISBN 3-901725-01-6, DM 48,-.

Michio Kushi/Alex Jack: Das große Buch der Makrobiotik. Ein universaler Weg zu Gesundheit, Glück und Frieden, Verlag Droemer, München 1995, 491 Seiten, ISBN 3-42676079-7, DM 17,90

Zeitschrift: Das große Leben, Hauptstr. 50, 66333 Völklingen, Telefon: 06802-91073, Fax 91074, e-mail: DAS-GROSSE-LEBEN@t-online.de.

Deutsche Gesellschaft für Makrobiotik e.V., c/o Dieter Bonitz, Homberger Str. 136, 47441 Moers, Telefon/Fax: 02841-504138, Internet: www.dgmakrobiotik.de, e-mail: bonitz@dgmakrobiotik.de.

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