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Lebensmittel-Unverträglichkeit

Auch bei subjektiver Beschwerdefreiheit ist die lebenslange glutenfreie Ernährung unabdingbar. Verboten sind neben den genannten Getreiden unter anderem auch Stärke (natürliche und modifizierte), Malzgetränke und Bier.
01.11.2000

Was tun bei Zöliakie?

Auch bei subjektiver Beschwerdefreiheit ist die lebenslange glutenfreie Ernährung unabdingbar. Verboten sind neben den genannten Getreiden unter anderem auch Stärke (natürliche und modifizierte), Malzgetränke und Bier. Dass man zum Ausgleich für den Getreide-Verzicht Mais, Reis, Hirse, Amaranth, Buchweizen und Soja verzehren darf, macht die Sache leichter. Auch Kartoffeln, Milch Eier, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Öle sind erlaubt. Leider ist aus der Zutatenliste nicht immer ersichtlich, ob industriell hergestellte Nahrungsmittel glutenfrei sind. Im Zweifelsfall sollte man diese Produkte meiden oder beim Hersteller nachfragen.

  • Kontakt: Deutsche Zöliakie-Gesellschaft, Filderhauptstraße 61,70599 Stuttgart, Telefon 0711-454514, Fax 4567817.
  • Literatur: Hubert Forberger: Die glutenfreie Küche, Wilhelm Heyne Verlag, München 1997, 288 Seiten, ISBN 3-453-12548-7, DM 14,90.
  • Cornelia Klaeger: Glutenfreie Ernährung, Südwest-Verlag, München 1997, 96 Seiten, ISBN 3-517-01779-5, DM 19,80

Was tun bei Laktose-Intoleranz?

Wer unter Laktose-Intoleranz leidet, muss die Zutatenlisten von Lebensmitteln aufmerksam lesen. Milchzuckerreiche Produkte wie Milch (auch Säuglingsmilch), Molke, Quark, Frischkäse, Sahne, Eis oder Kondensmilch sind generell tabu. Auch in Nougat, Schokolade und einigen Wurstwaren kommt Laktose vor. Keine Bedenken gibt es bei Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Brot, Getreide, Eiern, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Zucker, Honig und Konfitüren. Die Verträglichkeit einzelner Speisen ist individuell verschieden und vom Schweregrad des Laktasemangels abhängig.

  • Literatur: Nora Kircher: Milchfrei leben - glutenfrei leben, Ratgeber für Laktoseintoleranz und Zöliakie, Jopp Verlag, Wiesbaden 1993, 91 Seiten, ISBN 3-926955-49-X, DM 18,80.

Was tun bei Fructose-Intoleranz?

Ist die Fructose-Intoleranz erblich, hilft auf Dauer nur eine konsequente Diät. Untersagt sind Haushaltszucker, Invertzucker, Fructose und Sorbit, ebenso Früchte, Honig, die meisten Gemüsesorten, Säfte, Liköre und Cola. Traubenzucker und Milchzucker werden in der Regel akzeptiert. Wichtig: Die Aufschrift "zuckerfrei" bezieht sich nur auf Haushaltszucker und ist keine Garantie für Verträglichkeit.

Kontakt: Selbsthilfegruppe hereditäre Fructoseintoleranz, Kirchstraße 2, 91413 Neustadt/Aisch-Schauerheim, Telefon/Fax 09161-5779. Unter dieser Adresse kann man gegen Verrechnungsscheck zwei Broschüren (eine mit Back- und Kochrezepten) zum Thema Fructoseintoleranz anfordern. Buchveröffentlichungen in deutscher Sprache gibt es bisher nicht.


Was tun bei Histamin-Intoleranz?

Für den Notfall gibt es Antihistaminika, die - vom Arzt verordnet - das Leiden lindern, auf Dauer empfiehlt sich aber eine histaminarme Diät. Rotwein, Thunfisch, Hartkäse, Dauerwürste, Spinat, Tomaten, Erdbeeren und die meisten alkoholischen Getränke sind zu meiden. Kochen, Backen und Einfrieren verändern den Gehalt an biogenen Aminen wie Histamin übrigens nicht. Vorsicht ist geboten bei einigen Schmerz- und Schlafmitteln, Antirheumatika und Hustenmitteln mit Codein. Auch Nahrungsmittel, die andere biogene Amine wie Tyramin enthalten, hemmen den Abbau von Histamin. Eine Zeit der Erholung ist dagegen die Schwangerschaft, wo die Diaminoxidase-Spiegel bis zum 300fachen ansteigen. Werdende Mütter sind daher meist symptomfrei.


Nützliche Adressen

  • Allergie- Dokumentations- und Informationszentrum, (ADIZ), Burgstraße 12, 33175 Bad Lippspringe, Telefon 05252-954500, Fax 954501.
  • Deutscher Allergie- und Asthma-Bund (DAAB), Fliethstr. 114, 41061 Mönchengladbach, Telefon 02161-814940, Fax 8149430.
  • Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS), Albrecht-Achilles-Straße 65, 10709 Berlin, Telefon 030-8914019, Fax 8934014.

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