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Interview mit Eckhard Fischer

'Wichtig beim Kochen ist immer das Prinzip der Freude.' Eckhard Fischer, Chefkoch eines ayurvedischen Wellnesshotels, kocht seit 13 Jahren ayurvedisch.
01.01.2003

Wichtig beim Kochen ist immer das Prinzip der Freude.

Eckhard Fischer, Chefkoch eines ayurvedischen Wellnesshotels, kocht seit 13 Jahren ayurvedisch. // Das Gespräch führte Astrid Wahrenberg

Schrot&Korn: Was macht die ayurvedische Küche zur Wellness-Küche?

Schrot&Korn: Dann sind Gewürze also Schwerpunkt dieser Wellness-Küche?

Eckard Fischer: Das ist nur ein kleiner Teil. Ayurveda heißt die Lehre vom Leben und ist eine ganzheitliche Lehre. Ich stelle die Menues immer so zusammen, dass mit einer Mahlzeit rotes, grünes und gelbes Gemüse und Obst auf dem Teller liegt. Darüber wäre jeder Ernährungswissenschaflter begeistert, denn damit bekommen wir das ganze Vitalstoffspektrum und jede Menge Antioxidantien.

Schrot&Korn: Spielen denn diese modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse in der ayurvedischen Ernährung überhaupt eine Rolle? Das ist doch ein sehr altes Wissen.

Eckard Fischer: Ayurveda ist eine lebendige Lehre und überhaupt nicht dogmatisch. Hier sind wir übrigens wieder bei der Wellness-Küche. Wichtig ist immer das Prinzip der Freude. Strikte Verbote gibt es nicht. Was die moderne Wissenschaft betrifft, bin ich durch das Studium alter ayurvedischer Schriften einer faszinierenden Erkenntnis auf die Spur gekommen. Sattvische Lebensmittel, das sind im Ayurveda Nahrungsmittel, die uns mit aufbauender Lebensenergie versorgen, sind gerade die Lebensmittel, die besonders viele freie Radikale im Organismus fangen und unschädlich machen. Es sind Gemüse, Obst, Getreide. Das alles hat natürlich vor 2000 Jahren niemand mit wissenschaftlichen Methoden erklären können, aber intuitiv haben die das schon ganz richtig gemacht.

Schrot&Korn: Wie nutzen Sie diese Erkenntnisse?

Eckard Fischer: Für den Menueplan nehme ich meine Listen zur Hand. Dort steht zum Beispiel drin: Kartoffeln: Vitamin C, B6, B1, Möhren: Betacarotine und so weiter. So stelle ich eine optimale Kombination zusammen, die auf die Gesundheit positive Effekte hat. Meine Motivation entspringt meiner persönlichen Einstellung: Ich koche in erster Linie für mich selbst. Und zwar um gesund 120 Jahre alt zu werden. Das ist mein Anspruch.


Kochen plus Verwöhnen

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