Was steckt in Energy-Drinks?
Konventionelle Energy-Drinks bestehen meist aus Wasser, Zucker und stimulierenden Stoffen wie synthetisch hergestelltem Koffein und Taurin. Ergänzt wird die Rezeptur häufig durch Vitaminzusätze sowie Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe. Bio-Drinks setzen dagegen auf natürliche Zutaten wie Fruchtsäfte, Tee oder Kokoswasser. Das enthaltene Koffein stammt aus natürlichen Quellen wie Rohkaffee, Guayusa-Tee oder Guarana. Farb- und Konservierungsstoffe bleiben draußen.
Wie viel Zucker enthalten Energy-Drinks?
Energy-Drinks enthalten in der Regel viel Zucker: In einer 500-ml-Dose konventionellem Drink stecken leicht 55 Gramm Zucker, das entspricht etwa 18 Stück Würfelzucker. Auch Bio-Getränke enthalten mitunter viel Zucker. Mehr als 5 Gramm pro 100 Milliliter gelten als vergleichsweise hoch.
Zero-Getränke setzen auf künstliche Süßstoffe. Die sind gesundheitlich umstritten und belasten laut Umweltbundesamt Gewässer und Trinkwasser. Süßstoffe sind für Bio-Drinks nicht erlaubt.
So viel Koffein dürfen Energy-Drinks enthalten
32 Milligramm Koffein dürfen in 100 Milliliter Energy-Drink enthalten sein. Ab einem Gehalt von mehr als 150 Milligramm pro Liter ist der Hinweis ‚Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen‘ Pflicht. 250 Milliliter eines klassischen Energy-Drinks liefern rund 80 Milligramm Koffein – also ungefähr so viel wie eine Tasse Kaffee, je nach Zubereitung. Oft sind die konventionellen bunten Dosen allerdings viel größer, entsprechend mehr Koffein wird getrunken.
Schnell zu viel Koffein
Ähnlich wie bei Kaffee zählt die Menge: Bewusster Konsum gibt kontrollierte Energie. Gerade bei Jugendlichen bleibt es allerdings oft nicht bei einer Dose süßem Energy-Drink. Wer es mit dem Koffein übertreibt, riskiert Unruhe, Schlafprobleme sowie Herzrasen oder hohen Blutdruck. Um Kinder und Jugendliche zu schützen, fordern die Verbraucherzentralen ein Verkaufsverbot an Minderjährige.
Longevity dank Taurin?
Taurin in Energy-Drinks soll die Aufmerksamkeit verbessern und die Leistungsfähigkeit erhöhen. Eine Studie an Tieren legte sogar nahe, dass die Verbindung das Altern verlangsamen könnte. Doch bis heute ist nicht bewiesen, dass Taurin die Leistung steigert. Und neue Studien an alternden Menschen zeigen, dass auch der Traum vom Alterungsverzögerer Taurin wohl zu schön war, um wahr zu sein.
Neue Forschung wirft zudem weitere Fragen zu Taurin auf: In einer Studie förderte der Stoff bei bestimmten Blutkrebsarten das Wachstum von Tumorzellen, in einer anderen Arbeit wurde auf Zusammenhänge zu Darmkrebs bei jungen Menschen hingewiesen. Für eindeutige Schlussfolgerungen ist die Datenlage allerdings noch zu dünn.
Energy-Drink zum Selbermachen
Zutaten
- 200 ml kräftiger grüner oder Mate-Tee
- 1 TL Honig oder Agavendicksaft
- 1 TL Zitronensaft
- 2 TL Orangensaft
- 1 kleine Prise Salz
- 100 ml sprudelndes Mineralwasser
Zubereitung
Tee abkühlen lassen, mit Säften, Honig und Salz mischen. Mit Sprudelwasser auffüllen, gut kühlen und genießen.
Was sind Functional Drinks?
Getränke sollen heute mehr können als erfrischen. Oft werden sie als kleine Alltagshelfer gepriesen: für den Bauch, das Immunsystem oder einen klaren Kopf im Nachmittagstief. Denn in ihnen stecken bestimmte Zusätze, die gesundheitliche Vorteile bieten sollen. Präbiotische, ballaststoffreiche Limonaden und Getränke zur Unterstützung der Darmgesundheit liegen im Longevity-Trend, der ein möglichst langes, vitales Leben verspricht.
In der EU regelt die sogenannte Health-Claims-Verordnung, welche gesundheitsbezogenen Aussagen auf Lebensmitteln stehen dürfen. Hersteller dürfen nur mit Wirkungen werben, die geprüft und zugelassen sind. Zum Beispiel: „Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“ oder „Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit bei“. Solche Aussagen beziehen sich auf einzelne Nährstoffe – nicht auf das gesamte Produkt. Enthält ein Getränk nur geringe Mengen, ist der Effekt entsprechend eingeschränkt. Begriffe wie „Detox“, „Superfood“ oder „Immun-Booster“ sind rechtlich nicht klar definiert. Sie klingen vielversprechend, liefern aber keinen Nachweis für eine konkrete Wirkung.
Funktionelle Bio-Getränke im Überblick
Ein Blick ins Kühlregal zeigt: Fermentierte Getränke wie Kombucha oder Wasserkefir haben sich etabliert. Sie entstehen durch natürliche Gärung und können – wenn sie nicht erhitzt wurden – lebende Mikroorganismen enthalten. Viele schätzen sie als darmgesündere Alternative zu Limo. Entscheidend ist die Qualität: Bio-Zutaten, wenig Zucker, keine künstlichen Aromen. Ebenfalls beliebt sind Ingwer- oder Kurkuma-Shots. Sie punkten mit intensiver Schärfe und sekundären Pflanzenstoffen. Praktisch sind sie allemal – vor allem für Tage, an denen frisches Obst und Gemüse zu kurz kommen. Allerdings gleichen Einzelprodukte keine dauerhaft unausgewogene Ernährung aus.
Wer sanfte Energie sucht, kann zu Aufgüssen aus Matcha, Mate oder Guayusa greifen. Das enthaltene Koffein soll lang-anhaltender und gleichmäßiger wirken als in herkömmlichen Energy-Drinks. Ein weiterer Trend ist „Hydration plus“. Kokoswasser oder Kräuter-Infusionen liefern Abwechslung und etwas Mineralstoffe. Sie können nach dem Sport sinnvoll sein, ersetzen aber kein Wasser als Hauptgetränk. Ähnliches gilt für Protein-Drinks. Sie sind praktisch für unterwegs oder bei erhöhtem Bedarf – doch hochwertiges Eiweiß sollte vor allem aus Hülsenfrüchten, Nüssen und Getreide stammen. Funktionelle Getränke können also Impulse setzen. Ihr Mehrwert liegt aber weniger in Wunderversprechen als in der Abwechslung im Glas.
Häufige Fragen zu Functional Drinks
Was sind Functional Drinks?
Functional Drinks sind Getränke mit zugesetzten Inhaltsstoffen, die einen bestimmten Nutzen haben sollen, etwa für Energie, Hydration, Darmgesundheit oder das Immunsystem.
Was ist der Unterschied zwischen Energy-Drinks und Functional Drinks?
Energy-Drinks sollen vor allem wach machen und enthalten meist Koffein. Functional Drinks sind breiter gefasst: Sie können zum Beispiel Darmgesundheit, Flüssigkeitsversorgung oder Eiweißzufuhr in den Mittelpunkt stellen.
Worauf solltet ihr bei Functional Drinks achten?
Achtet auf Bio-Zutaten, wenig Zucker, natürliche Koffeinquellen, keine künstlichen Farb- oder Konservierungsstoffe und verständliche Angaben zur Wirkung.
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