Essen

Fleischersatz zum Grillen: Was sind die besten Produkte?

Warum es wichtig ist, bei pflanzlichen Würstchen, Steaks und Pattys auf Qualität zu achten. - Alles für eure Grillparty!

Eine grauhaarige Frau mit dunkelroter Nickelbrille
Gudrun Ambros

Wenn ihr veganes Essen und Grillfeste liebt, findet ihr im Bio-Laden eine riesige pflanzliche Barbecue-Auswahl.

Was für Fleischersatz-Produkte gibt es?

Neben Klassikern aus Tofu und Seitan gibt es Bratwurst, Hackbällchen und Steaks aus Lupine, Kräuterseitlingen oder Jackfruit für den Grill. Die verschiedenen Grundzutaten bringen jeweils unterschiedliche Texturen und Nährstoffe mit. Mit dem Weizeneiweiß Seitan etwa erhalten Burger oder Steaks oft einen fleischähnlichen Biss. Kräuterseitlinge steuern eine festere Textur und Umami-Aroma bei. Und die faserige Konsistenz junger Jackfruit erinnert an Hühnchenfleisch.

Geschmacklich, optisch und vom Mundgefühl her kommen die pflanzlichen Rostbratwürstchen, Merguez, Chorizos, Hack- und Pfeffersteaks oder Burger oft nahe an ihre fleischlichen Vorbilder heran. Zum Beispiel gibt es Bratwürstchen, gewürzt mit Majoran und Muskatblüte, die das Nürnberger Original ziemlich gut nachbilden. Doch um köstlich zu sein, muss es ja nicht zwingend genau gleich schmecken.

Fleischersatz ist nicht immer vegan!

Fleisch- und Wurstalternativen sind nicht immer vegan. Einige sind mit Hühnereiweiß oder Quark zubereitet. Es lohnt sich also, auf der Verpackung nachzuschauen, was an Zutaten drinsteckt und ob das Produkt als vegan ausgezeichnet ist.

Warum ist vegan Grillen besser?

Auf vegetarische Alternativen zurückzugreifen ist gleich aus zwei Gründen sinnvoll:

1. Vegan Grillen ist gesünder

Proteine liefern Hülsenfrüchte wie Ackerbohne, Erbse, schwarze Bohne und Kichererbse. Auch Hanfsamen, Sonnenblumenkerne und Cashewkerne sowie Hafer und das Pseudogetreide Quinoa punkten mit einer Extraportion Eiweiß. Und die Hülsenfrucht Lupine enthält sogar mehr Protein als Rindfleisch. Darüber hinaus sprechen Darm-pflegende Ballaststoffe, Vitamine und andere Mikronährstoffe sowie pflanzliche Fette, die kein Cholesterin enthalten, für die angesagten veganen Bratwürste, Steaks und Pattys.

2. Vegan Grillen schützt das Klima

Das Heidelberger IFEU-Institut hat die Klimawirkung von Lebensmitteln berechnet. Bei der Herstellung von 1 Kilogramm tiefgekühlter Rinder-Pattys fallen 9 Kilogramm Treibhausgas an, bei Schweinefleisch 4,6 Kilogramm. Bei pflanzlichen Alternativen aus Tofu und Seitan liegen die Werte gerade mal zwischen 1 und 2,5 Kilogramm.

Tipps: Worauf achten beim Grillen ohne Fleisch?

Auf dem Grill und in der Pfanne sollten pflanzliche Fleischalternativen nur bei schwacher Hitze brutzeln, da sie außen schnell verbrennen. Dazu die Grillstücke mit einem hitzebeständigen Öl einpinseln und auf dem Rost bei mäßiger Hitze langsam unter häufigem Wenden bräunen. Vegane Würstchen & Co. sind in kurzer Zeit fertig gegrillt und sollten sofort serviert werden. Längeres Brutzeln sollte man besser vermeiden, da sie sonst zu sehr austrocknen.

Grillschalen aus Edelstahl schützen das Grillgut vor direktem Kontakt mit dem Feuer. Im Unterschied zu Aluschalen geben sie keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe ab, lassen sich problemlos reinigen und viele Male wiederverwenden.

Für bunte Spieße eignen sich super Jackfruit, Seitan oder Tofu. In Würfel schneiden, trocken tupfen und marinieren: mit Olivenöl oder Zitronensaft, mit Rosmarin, Thymian oder Curry, Tomatenmark oder Sojasoße, Pfeffer, Salz. Abwechselnd mit Zucchini, Paprika oder Pfirsich auf den Spieß gesteckt garantieren sie veganes Grillvergnügen.

Übrigens ist vegetarisches Grillen meist auch viel abwechslungsreicher. Unsere Rezepte beweisen es:

30 Rezepte fürs vegetarische und vegane Grillen

Warum Fleischersatz Bio sein sollte

Den veganen Grilltrend bedienen auch immer mehr konventionelle Hersteller. Manche mixen in ihre Fleischalternativen allerdings chemisch veränderte Methylzellulose oder künstliche Aromen. Bei Bio ist beides tabu. Hier schmecken echte Kräuter, Gewürze, Pilze, Gemüse oder Sojasoße. Bio-Hersteller verwenden auch weniger Zusatzstoffe.

Ein Nachteil der pflanzlichen Bratstücke, Steaks und Pattys ist ihre oft aufwendige Verpackung. Vermutlich dauert es noch ein bisschen, bis wir vegane Würstchen fürs Grillfest offen und ohne Plastikdreingabe an einer Ist-kein-Fleischtheke im Bio-Laden kaufen können. Aber unmöglich ist es nicht. Die Bios haben schon ganz anderes geschafft! Und wer hätte je gedacht, dass es einmal eine so große vegane Barbecue-Auswahl gibt?

Veröffentlicht am

Kommentare

Registrieren oder einloggen, um zu kommentieren.

Das könnte interessant sein

Unsere Empfehlung

Ähnliche Beiträge