Auch Veganer:innen wollen Schokolade genießen. Bei Zartbitter ist das einfach, denn sie enthält in den meisten Fällen sowieso keine tierischen Zutaten. Doch für manche ist sie zu bitter und intensiv. Andere mögen sie, wollen sich aber auch mal was anderes auf der Zunge zergehen lassen: etwas, das wie Milchschokolade schmeckt.
Kuhmilch in der Rezeptur weglassen und stattdessen eine pflanzliche Alternative verwenden, so einfach ist das nicht. Das mussten die Schokoladenhersteller feststellen, als sie circa im Jahre 2005 damit begannen, „Milch“-Schokolade ohne Milch zu entwickeln. Die Krux: Pflanzliche Alternativen wie Reis- und Sojadrink enthalten weniger Fett als Kuhmilch, darum muss an helle vegane Schokolade mehr Kakaobutter. Und Reisdrink ist viel süßer als Kuhmilch und wird darum geringer dosiert, damit der süße Genuss nicht zu süß wird.
Ist Zartbitterschokolade immer vegan?
Dunkle Schokolade ist meistens vegan. Sie hat einen Kakaoanteil von über 50 Prozent und enthält häufig kein Milchpulver, keine Sahne und keinen Honig. Wer keine Laktose verträgt, kann Bitterschokolade daher ebenso unbeschwert genießen, wie die veganen „Milch“-Schokoladen. Um sicherzugehen, lohnt sich aber ein Blick auf die Zutatenliste, denn nicht jede Zartbitterschokolade wird automatisch ohne tierische Produkte hergestellt.
Kann man mit veganer Schokolade Backen und Kochen?
Wie normale Schokolade eignet sich auch die vegane Alternative zum Kochen und Backen, für Schoko-Desserts und zum Raspeln. Frische Früchte lassen sich prima in flüssige Schokolade eintauchen. Sie schmilzt besonders gut, da sie einen hohen Anteil an Kakaobutter hat.
Rezepte mit veganer Schokolade
Vegane und faire Schokolade: Worauf könnt ihr achten?
Bettelarme Bauern, ausgebeutete Kinder, träge Konzerne: Das sind die Zutaten der meisten Schokoladen. Doch es gibt auch bessere Rezepturen. Bio-Schokolade enthält meist einen beträchtlichen Anteil fair gehandelter Zutaten. Einige Hersteller lassen sich dies mit dem offiziellen Fairtrade-Siegel zertifizieren. Andere geben firmeneigene Fair-Versprechen.
Welche Zutaten ersetzen Milch in veganer Schokolade?
Für helle Schokolade ohne Milch wird Reisdrink, Sojadrink, Buchweizen- oder Hirsepulver verwendet. „Milch“-Schokolade steht dann aber nicht auf der Verpackung, denn so darf sich nur die mit Kuhmilch nennen. Es finden sich stattdessen Angaben wie: „Milk“ oder „Rice Milk“.
Was ist das Besondere an veganer Bio-Schokolade?
Im Bio-Laden gibt's heute eine große Auswahl an veganer „Milch“-Schokolade: Pur-Sorten, Schokolade mit Keksstückchen, mit Haselnuss oder Mandel, Trüffel oder Nougat. Für die leckeren Tafeln werden ausschließlich Zutaten aus kontrollierter Bio-Erzeugung und nur echte Aromen wie Bourbonvanille verwendet. Vereinzelt kommt Soja-Lezithin zum Einsatz, das jedoch bio und daher frei von gentechnisch veränderten Organismen ist. Der Emulgator sorgt für eine homogene Bindung der Zutaten. Will man ohne Soja-Lezithin arbeiten, braucht es eine hochwertige Rezeptur und lange Conchierzeiten. Das Mehr an Kakaobutter und längeres Rühren macht die Schokolade schön geschmeidig.
Zutaten wie Kakao und Zucker kommen in der Regel aus zertifizierter Fair-Erzeugung. Fair, das bedeutet, die Landwirte erhalten angemessene Preise für die Rohstoffe. Sie bekommen Beratungen und Schulungen, um sich weiter zu qualifizieren. Die Bio-Erzeuger verzichten zudem auf den Einsatz von Pestiziden. Durch den Anbau in Mischkulturen laugen die Böden nicht aus und die Pflanzen sind robuster, sodass der Einsatz von chemisch-synthetischen Mitteln sich erübrigt.
Hochwertige Zutaten und vor allem der zarte Schmelz von Milchschokolade ohne Milch machen vegane Tafeln zu einer beliebten Alternative. Von hellen bis zu dunklen Sorten ist für alle etwas dabei.
Warum so viel Verpackung?
Schokolade ist aufwendig, weil zweifach verpackt. Das erzeugt viel Müll, ist aber nötig, um sie optimal zu schützen. Innen steckt sie in einer Folie aus Polypropylen, Holzfasern oder Aluminium, die das Aroma bewahren und Geruchs- und Geschmacksübertragungen verhindern. Drumherum ist Papier oder Karton, meist FSC-zertifiziert. Hier finden sich Infos über die Herkunft der Rohstoffe und den Fair-Trade-Anteil. Inzwischen gibt es aber auch vereinzelte Schokoladen, die nur einfach verpackt sind.
Häufige Fragen zu veganer Schokolade
Welche Schokolade ist vegan?
Vegane Schokolade enthält keine Zutaten tierischen Ursprungs. Dunkle Schokoladen sind häufig vegan, während klassische Milchschokolade Milchbestandteile enthält. Sicherheit gibt die Zutatenliste oder eine eindeutige Vegan-Kennzeichnung.
Ist Zartbitterschokolade immer vegan?
Nein. Zartbitterschokolade enthält häufig keine Milch oder andere tierische Zutaten und ist dann vegan. Es gibt aber auch Produkte mit Milchbestandteilen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste.
Was steckt in veganer Schokolade?
Die Basis besteht meist aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker. Bei helleren Sorten können pflanzliche Zutaten aus Hafer, Reis, Soja oder Nüssen die Milchbestandteile klassischer Milchschokolade ersetzen.
Kann vegane Schokolade Spuren von Milch enthalten?
Ja. Auch bei vegan gekennzeichneter Schokolade können durch die Produktion unbeabsichtigt Spuren von Milch auftreten. Ein Spurenhinweis bedeutet nicht, dass Milch Bestandteil der Rezeptur ist.
Kann man vegane Schokolade zum Backen verwenden?
Ja. Vegane Schokolade lässt sich grundsätzlich ähnlich wie andere Schokolade zum Backen, für Desserts oder zum Schmelzen verwenden. Welche Sorte geeignet ist, hängt vor allem vom gewünschten Kakaoanteil und Geschmack ab.
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