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Ayurvedische Tees aus Kräutern und Gewürzen

Neben Schwarztee, Grüntee und Kräuterteesorten gibt es im Naturkosthandel ayurvedische Tees. Hinter dieser Teespezialität steht eine Lebensphilosophie: Die würzig-duftenden exotischen Gewürz/Kräuter-Mischungen basieren auf alten Rezepten aus Indiens traditioneller ganzheitlicher Naturheilkunde Ayurveda.
01.02.1997
Neben Schwarztee, Grüntee und Kräuterteesorten gibt es im Naturkosthandel ayurvedische Tees. Hinter dieser Teespezialität steht eine Lebensphilosophie: Die würzig-duftenden exotischen Gewürz/Kräuter-Mischungen basieren auf alten Rezepten aus Indiens traditioneller ganzheitlicher Naturheilkunde Ayurveda.

Aus dem Erfahrungsschatz indischer Kräuterheiler

Neben Schwarztee, Grüntee und Kräuterteesorten gibt es im Naturkosthandel ayurvedische Tees. Hinter dieser Teespezialität steht eine Lebensphilosophie: Die würzig-duftenden exotischen Gewürz/Kräuter-Mischungen basieren auf alten Rezepten aus Indiens traditioneller ganzheitlicher Naturheilkunde Ayurveda. Sie helfen, das natürliche Gleichgewicht in Körper, Geist und Seele zu finden oder zu unterstützen.

Ayurveda heißt wörtlich übersetzt "Das Wissen vom Leben". Diese traditionelle Naturheilkunde wird in Indien neben Yoga seit 5000 Jahren praktiziert. Ayurveda geht davon aus, daß der Mensch ein kosmisches Wesen ist, das von Natur aus mit vollkommener Gesundheit ausgestattet ist. Natürliche Ernährung, Reinigungskuren, Massagen, Aromatherapie sowie das Wissen und die Anwendung eines großen Spektrums an Heilpflanzen helfen, diese Gesundheit zu erhalten. Yoga, Meditation und Astrologie schaffen dabei ein Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele.

Uraltes Kräuterwissen bestimmt die Rezeptur

Als Spezialist für ayurvedische Lebensmittel bietet die Firma Golden Temple eine ganze Reihe von verschiedenen Teemischungen. Das Unternehmen, das ausschließlich ayurvedische Produkte herstellt und in dem diese Philosophie von vielen Mitarbeitern täglich gelebt wird, verbindet Zutaten aus überwiegend kontrolliert-biologischem Anbau mit einem "Maximum an ayurvedischem Wissen, um ausgezeichnete geschmackliche Ergebnisse zu erzielen." Die Zusammensetzung der Rezepturen bestimmt der ayurvedische Kräuterarzt Yogi Bhajan, dessen Vater und Großvater ebenfalls ayurvedische Ärzte waren. Er selbst wurde von Heilern und Yogis des Himalaya ausgebildet und früh zum Meister des Kundalini Yoga erklärt.

Auch Südasien Imexpo bietet eine große Auswahl an verschiedenen ayurvedischen Tees. Hier ist für die Mischung der Sorten ein erfahrener Kräuterarzt zuständig: Der 90 Jahre alte Kaviraj Vaidya, dessen Familie seit über 10 Generationen in der ayurvedischen medizinischen Wissenschaft engagiert ist. Die Zutaten werden von Frauen in den Bergdörfern gesammelt und traditionell mit Holzstösseln zermahlen. Diese Arbeit sichert rund 60 Familien das monatliche Einkommen.

Engagement für kbA-Anbau, Erhaltung des Regenwalds und soziale Sicherheit

Golden Temple verwendet Zutaten aus ökologischem Anbau, wenn entsprechende Qualität und Verfügbarkeit garantiert werden können. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in einem Regenwaldprojekt. In der Region Kerinci auf der Insel Sumatra werden rund 70 Prozent aller indonesischen Zimtbäume angebaut und von hier stammt auch die Cassia-Zimtrinde, ein Hauptbestandteil des aromatischen Yogi-Tees. 1982 wurde dieses Gebiet zur Schutzzone erklärt. Für die Bauern in der Region bedeutete das eine Einschränkung der fruchtbaren landwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Damit diese offiziell festgelegten Grenzen eingehalten werden, brauchen die Bauern dort erfolgversprechende Alternativen. 1991 startete Golden Temple in den Anbaugebieten dieses Seblat National Parks ein Projekt für den Anbau von Gewürzen. Daran sind mehr als 50 Bauern direkt beteiligt. Damit sichergestellt ist, daß nur Kleinbauern in den Genuß der Förderung kommen, darf keiner von ihnen mehr als sechs Hektar Land besitzen. Eine weitere Voraussetzung: Sie dürfen in den letzten drei Jahren keine Chemikalien auf den Feldern eingesetzt haben und auch künftig keine einsetzen. Die Bauern arbeiten nach den Richtlinien der EU und den ökologischen Kriterien des Golden Temple Programms. Ein Regenwald-Schutzkommitee koordiniert das Programm und achtet darauf, daß die Richtlinien eingehalten werden. Außerdem sorgt es für die Ausbildung der Farmer im ökologischen und organisch-biologischen Landbau. Hilfestellung wird bei Erosionsproblemen oder bei der Entwicklung von Umweltschutzsystemen sowie bei Bewässerungsproblemen geleistet. Durch die wirtschaftliche Stützung der Kleinbauern werden die Grenzen des Regenwaldgebietes geschützt. 10 Prozent der Einnahmen aus dem Zimt-Verkauf fließen zudem in die Förderung des Regenwald-Schutzkommitees.

Beim Yogi-Tee "Schoko" von Golden Temple stammen die Kakaoschalen und Gewürze aus Anbauprojekten der gepa, einer Organisation für fairen Handel mit Partnern in der 3. Welt. Die Bauern in Sri Lanka und Bolivien bekommen dadurch für ihre Erzeugnisse eine Entlohnung, die unabhängig von Schwankungen des Weltmarktpreises ist. Die festen Abnahmeverträge und die gerechte Bezahlung sorgen für ein gesichertes Einkommen und verbesserte Lebensbedingungen vor Ort.

Die Zutaten für die ayurvedischen Tees von Südasien Imexpo kommen aus Wildsammlung in Nepal oder Indien. Die Baumwollbeutel, in denen die losen Teemischungen aus Nepal stecken, werden von der Frauenorganisation Gandhi Foundation gewebt, genäht und bedruckt. Damit verdienen diese Frauen einen Teil ihres Lebensunterhaltes.

Der Transport der nepalesischen Waren nach Deutschland ist bislang noch schwierig. Alles muß über den Transitweg durch Indien über den Seehafen Calcutta verschifft werden. Südasien Imexpo sieht in dem Engagement in Nepal, dem partnerschaftlichen Handel und der Stärkung der Außenhandelsbeziehungen, langfristig eine Chance zum Abbau bürokratischer und transporttechnischer Schwierigkeiten in dem Himalayastaat. Der faire Handel verhilft daneben den nepalesischen Bauern zu einer, für örtliche Verhältnisse, überdurchschnittlichen Entlohnung.

Beide Unternehmen lassen Kräuter und Gewürze regelmäßig in Labors auf eventuelle Rückstände kontrollieren.

Tee nach Grundkonstitution

Die Teemischungen basieren in der Zusammensetzung auf den Erkenntnissen der ayurvedischen Kräuterheilkunde. Demnach sind Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther die fünf grundlegenden Elemente und Bausteine aller Lebensformen. Aus ihnen kombinieren sich drei Konstitutionstypen (Doshas): Vata (Äther und Luft) verkörpert das Prinzip der Bewegung. Pitta (Wasser und Feuer) verkörpert das Prinzip der Transformation und des Stoffwechsels. Kapha (Erde und Wasser) verkörpert das Prinzip der Struktur.

Im Beutel oder lose

Südasien Imexpo und Golden Temple bieten alle ihre ayurvedischen Mischungen im Aufgußbeutel an. Das ist besonders praktisch für unterwegs: Die kleinen Briefchen passen in jede Tasche. Der Tee ist schnell und einfach mit heißem Wasser aufgebrüht.

Im klassischen, aber etwas aufwendigeren Kochverfahren, können die traditionellen Yogi-Tee-Mischungen von Golden Temple und einige Sorten von Südasien Imexpo zubereitet werden. Wer dieses Verfahren zelebriert, bereitet gleichzeitig seiner Nase ein sinnliches Vergnügen: Der intensive Duft der exotischen Zutaten erfüllt den ganzen Raum mit seinem verlockenden Aroma.


Die Konstitutionstypen (Doshas) im yogischen Gesundheitssystem

  • Der ayurvedische Arzt teilt die Menschheit nicht in drei Klassen auf, sondern sucht mit den Patienten die individuell vorliegende und die momentan auftretende Konstellation der Doshas zu ergründen, um so die richtige Diagnose zu stellen und die passende Therapie zu finden.
  • Vata

    Verbunden mit den Elementen Luft und Äther ist es das Dosha der Bewegung und reguliert die Aktivitäten des Nervensystems und der Muskulatur. Der Mensch, dessen Vata in der Grundkonstitution stärker ausgeprägt ist, ist meist feingliedrig im Körperbau mit zarten Gelenken in Verbindung mit trockener Haut bei einer gleichzeitigen Neigung zu Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen. Bei rascher Auffassungsgabe und klarem Denkvermögen zeichnet sich der Vata-Mensch durch ruhelosen Tatendrang aus. Der Schlaf ist leicht und kurz, sowohl die Nervosität als auch Ängstlichkeit und Vergeßlichkeit charakterisieren ihn.

  • Pitta

    Das Dosha von Feuer und Wasser reguliert die Verdauung (Verbrennungsprozeß), den Stoffwechsel und den Wärmehaushalt. Entzündungen, fiebrige Infektionen und Magengeschwüre kennzeichnen das Krankheitsbild, wenn die Harmonie in Richtung Pitta entgleitet. Der Pitta-Mensch hat feines Haar, weiche Haut und einen normal-muskulösen Körperbau. Seinem guten Appetit entsprechen ein ausgeglichener Stoffwechsel und eine zügige Verdauung.

  • Kapha

    Als das Dosha der Erde steht es für das Ruhende im Körper - die Grundlage für die biologische Substanz, Kraft und Widerstandsfähigkeit des Organismus. Der Körper des Kapha-Menschens ist füllig bei leicht fettender Haut und kräftigem Haar. Die Ruhe dieses Typs spiegelt sich auch in der Trägheit von Verdauung und Stoffwechsel wider. Ausdauer, hervorragende Gedächtnis-Leistungen, geistige Stabilität und Ausgeglichenheit zeichnen seinen Charakter und seine Intelligenz aus.


Tip:

  • Ayurvedische Tees sind eine coffeinfreie Alternative zu Kaffee und Schwarztee und damit auch für Kinder geeignet. Damit die natürliche Schärfe der Gewürze gemildert wird, sollten Sie die Mischungen als Kindergetränk in Milch statt in Wasser aufkochen, oder den abgekühlten Tee mit Fruchtsaft mischen. Ayurvedische Tees schmecken ungesüßt oder gesüßt, heiß oder kalt.

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