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Welche Algen kann man essen?

Wer Fisch mag, wird das ÔÇ×Gem├╝se aus dem MeerÔÇť lieben. F├╝r alle anderen gilt: probieren. Denn die Vorl├Ąufer unserer Landpflanzen begegnen uns immer ├Âfter auf den Tellern. Ein ├ťberblick.

25.09.2017 vonAndrea Giese-Seip

Die Alge Arame eignet sich besonders f├╝r Einsteiger.

Wer Fisch mag, wird das ÔÇ×Gem├╝se aus dem MeerÔÇť lieben. F├╝r alle anderen gilt: probieren. Denn die Vorl├Ąufer unserer Landpflanzen begegnen uns immer ├Âfter auf den Tellern. Ein ├ťberblick.

Arame (Eisenia bicyclis)

Die Braunalgenart aus dem Pazifik wird meist in d├╝nnen Streifen verkauft. Wer noch kein Meeresgem├╝se gegessen hat, kann gut mit dieser Sorte anfangen, sie hat eine angenehme Struktur und schmeckt mild bis leicht s├╝├člich. Arame haben wie alle Braunalgen einen vergleichsweise hohen Jodgehalt. Und wie bei allen Algen sollte man auf Bio-Qualit├Ąt achten, denn neben wertvollen Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium k├Ânnen sie auch Schadstoffe anreichern.

Eignet sich gut f├╝r Salate, ist zart bis knackig im Biss.

Dulse (Palmaria palmata)

Dulse sind ideal zum Knabbern.

Die Rotalge wird meist 5ÔÇô30 Zentimeter gro├č. Ihrer Form wegen bezeichnet man frische Algen auch als Lappentang. Der ist fast purpur gef├Ąrbt, getrocknet immer noch sch├Ân r├Âtlich und deshalb in vielen Algenmischungen ein farbenfroher Blickfang. Dulse ist keine ÔÇ×asiatische AlgeÔÇť, sondern liebt die k├╝hlen Meere bei Schottland, Irland, Frankreich oder Kanada. Sie schmeckt mild und leicht salzig, anger├Âstet erinnert Dulse an N├╝sse, andere sagen an Schinken.

F├╝r Suppen oder als Zugabe zu Gem├╝se. Ungekochte Dulsebl├Ątter sind ein beliebter Snack.

Hijiki (Sargassum fusiforme)

Hijki-Algen sind ein beliebter Snack.

Das schwarze Seegras z├Ąhlt zu den Braunalgen und ist eines der beliebtesten Appetith├Ąppchen in Japan. Einj├Ąhrige
Algen werden von Hand geerntet, getrocknet, ged├Ąmpft ÔÇô dadurch bekommen sie ihre schwarze Farbe ÔÇô und erneut
getrocknet. Hijiki enth├Ąlt viel Jod, ist au├čerdem reich an Kalzium, Eisen und Magnesium. Sie erinnern von der Form an Arame, sind aber bissfester und schmecken typisch nach Meer, mit einem Hauch von Nuss-Aroma.

Die d├╝nnen F├Ąden eine zeitlang einweichen und dann in ca. 20 Minuten gar kochen.

Nori (Porphyra-Arten)

Nori-Algen sind der Sushi-Hit.

Meist kommen diese Rotalgen aus Japan, sie z├Ąhlen zu den bekanntesten und bei uns vermutlich beliebtesten Arten: Nori sind es, die Sushi zusammenhalten. Die typische ÔÇ×BlattformÔÇť soll vor langer Zeit von japanischen Papiermachern
entwickelt worden sein. Daf├╝r werden die Algen zerkleinert, in d├╝nnen Schichten gepresst und anschlie├čend getrocknet. Ihr Jodgehalt ist vergleichsweise niedrig. Nori schmeckt dezent mild, leicht nussig und muss nicht gekocht werden.

Nori-Algen werden ger├Âstet, unger├Âstet und als Flocken angeboten. Die sind gut geeignet als Salat-Topping.

Meeres-Spaghetti (Himanthalia elongata)

Meeres-Spaghetti sind ein Hingucker.

Die Braunalge ist im Atlantik von den K├╝sten Skandinaviens bis Portugal heimisch, kommt aber auch in der Nord- oder Ostsee vor. In Irland und Frankreich steht sie schon lange auf dem Speiseplan. Mit ihren bis zu drei Meter langen ÔÇ×RiemenÔÇť macht sie ihrem Namen alle Ehre. Wie alle Braunalgen enthalten auch Meeres-Spaghetti viel Jod, sie schmecken mild, leicht w├╝rzig.

Einweichen und kurz kochen ÔÇô manche essen sie auch gern roh. Bereichert mit ihrem Aussehen Nudel- und Gem├╝segerichte.

Wakame (Undaria pinnatifida)

Wakame-Algen sind Allesk├Ânner.

Urspr├╝nglich wuchs die ÔÇ×asiatische BraunalgeÔÇť vor allem in Japan, Korea und China, inzwischen findet man sie in vielen Meeren, unter anderem vor Spanien. Hierzulande wird sie getrocknet angeboten, beim Einweichen entfalten sich die gro├čen Bl├Ątter wieder. Sie ist weich bis knackig, schmeckt algentypisch nach Meer, dabei leicht s├╝├člich. Ihr Jodgehalt ist relativ hoch. Verwendet man Wakame zum Kochen, kann man Salz sparen ÔÇô das gilt ├╝brigens f├╝r alle Rezepte mit Algen.

Besonders empfohlen zu Gurken und H├╝lsenfr├╝chten. Lecker auch gekocht und anger├Âstet.

Algen sind pflanzliche Jodlieferanten

Jod ist ein wichtiges Spurenelement. Wer keinen Fisch isst, kann mit Algen ausgleichen. Zu viel Jod kann aber auch ung├╝nstig sein. Vor allem Braunalgen enthalten teilweise enorm viel davon. Manche gar so viel, dass sie hierzulande nicht als Lebensmittel, sondern nur als Badezusatz verkauft werden d├╝rfen. Beachten Sie daher immer die Packungsinformationen zu den Jodgehalten und zur Zubereitung.

Ihr m├Âchtet gern mit Algen kochen? Hier findet ihr unsere Rezepte mit Algen:

Kochen mit Algen

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