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Sonnenblumenkerne: Da steckt viel Gutes drin

Anbau @ gettyimages
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  • Die Kraftpakete sind Einwanderer aus Nord- und Mittelamerika. Von dort kamen sie 1552 mit den spanischen Eroberern nach Europa. Zuerst wurden sie als Zierpflanzen angebaut. Ab dem 17. Jahrhundert begannen die Europäer, die Kerne zu essen. Seit dem 19. Jahrhundert pressen sie auch Öl daraus.
  • Heute ist die Sonnenblume mit einer weltweiten Produktion von 50 Millionen Tonnen, die zu 19 Millionen Tonnen Öl verarbeitet werden, die viertwichtigste Ölpflanze nach Ölpalme, Soja und Raps. Die eiweißreichen Reste aus der Pressung werden an Nutztiere verfüttert. Direkt verspeist wird dagegen weltweit nur jeder zehnte Kern.
  • Sonnenblumenkerne zum Essen bestehen zu einem Viertel aus Eiweiß. 100 Gramm Kerne liefern mehr Proteine als ein gleichschweres Steak. Ein weiteres Viertel entfällt auf Fettsäuren, von denen die meisten mehrfach ungesättigt sind. Hauptbestandteil ist die Linolsäure. Die Kerne liefern auch viele Kohlenhydrate und damit schnell verwertbare Energie. Zudem sind sie ballaststoffreich, was die Verdauung unterstützt.
  • Von den Mineralstoffen sind Kalium, Magnesium und Phosphor reichlich vertreten. Auch bei den Spurenelementen Eisen, Zink und Mangan decken 100 Gramm der Kerne bereits einen großen Teil des Tagesbedarfs ab. Bei den Vitaminen stechen die der B-Gruppe hervor, allen voran Vitamin B1, dazu kommt noch reichlich Vitamin E.
Erschienen in Ausgabe 10/2018
Rubrik: Ernährung

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Sabine

Wie auch immer Schadstoffe in landwirtschaftliche Produkte wie Ölsaaten, Wein und Gemüse gelangen: Ich finde es muss endlich aufhören, dass man Klärschlämme auf Äckern verteilt, und vor allem sollten auch landwirtschaftliche Fahrzeuge sauberer werden. Warum dürfen solche Maschinen nach wie vor dreckige Abgase in die Luft blasen, ausgerechnet da wo Lebensmiitel produziert werden? Es darf sich nicht weiter rausgeredet werden von Staaten - und EU-Seite her mit Grenzwerten und dem Mangel an Beweisen von Schädlichkeiten für unsere Gesundheit. Die industrielle Lebensmittelproduktion ist ein gemeines Langzeitexperiment an uns allen, das die EU endlich vollständig regulieren sollte.

Brein Annegret

In den Sonnenblumenkernen steckt leider nicht nur „viel Gutes drin“, sondern auch Cadmium. Das ist ein giftiges Schwermetall, die Sonnenblumenpflanzen nehmen es aus dem Boden auf und zwar mehr als andere Nüsse. Es ist nicht so, dass durch Cadmium eine akute Vergiftung droht, aber Cadmium wird in der Niere gespeichert. Es reichert sich im Laufe des Lebens an. Nicht nur Sonnenblumenkerne enthalten viel Cadmium, auch Leinsamen, Mohn, Paranüsse, Sesam, bei Gemüse Sellerie und bei Getreide Weizen. Darum ist es gesünder, lieber andere Nüsse zu essen, besonders in größeren Mengen. Lebensmittel aus Bioanbau haben durchschnittlich nur die Hälfte es Cadmiumgehaltes im Vergleich zu konventionell erzeugten Lebensmitteln. Sonnenblumenöl ist frei von Cadmium.