Querbeet - Schrot und Korn

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Querbeet

 

Portrait: Grapefruit

Allgemeines: Grapefruits wachsen an den vier bis fünf Meter hohen immergrünen Bäumen „Citrus paradisi“. Die Citrusfrucht, hier auch oft fälschlich Pampelmuse genannt, stammt ursprünglich aus Mittelamerika, wird heute aber auch in Südeuropa, etwa in Griechenland, Italien, Spanien sowie in Israel und Südafrika kultiviert. Bis zur ersten Ernte vergehen zwischen vier und sieben Jahre. In Mittelmeerländern wird von November bis April geerntet, in Südafrika und Südamerika in unseren Sommermonaten.

Frucht: Botanisch sind Grapefruits Beerenfrüchte. Ihren Namen (Grape = Traube) verdanken sie dem Aussehen der Früchte am Baum: Die runden, im Durchschnitt 10 bis 15 Zentimeter großen Beeren wachsen dicht beieinander in Büscheln, wie überdimensionale Trauben am Weinstock. Je nach Züchtung haben sie gelbes oder rosafarbenes Fruchtfleisch. Die meistangebaute gelbe Sorte ist „Marsh“, bei den rosa Früchten ist es „Starruby“. Von außen erkennt man die Rosafleischigen an der zarten Rosé-Färbung oder an den roten Inselchen auf der Schale. Sie schmecken etwas süßer als ihre gelben Verwandten. Fast alle Züchtungen sind heutzutage kernlos.

Bio-Grapefruits: Chemisch-synthetische Düngung und Pestizide sind verboten. Bio-Citrusbauern bekämpfen Schädlinge mit deren natürlichen Feinden (z.B. Schlupfwespen und Marienkäfer gegen Läuse) und mit den von den Anbauverbänden und der EG-Gesetzgebung erlaubten Präparaten. Mit Ethylen dürfen die Früchte nicht begast werden. Dieses Verfahren ist zwar nicht gesundheitsschädlich, es färbt aber die Schale unreif geernteter Früchte bis sie die Farbe reifer Grapefruits annimmt. Weil Citrusfrüchte nach der Ernte nicht mehr nachreifen, steigt der Fruchtzuckergehalt nicht mehr an, die Früchte schmecken sauer und fad. Bio-Grapefruits dürfen nicht mit Oberflächenbehandlungsmitteln wie Thiabendazol (E233), Biphenyl (E230) oder Orthophenylphenol (E231) behandelt werden. Deren pilztötende Wirkung erlaubt längere Lagerzeiten. Die Konservierung muss gekennzeichnet sein.

Aufbewahrung: Vollreife Bio-Grapefruits halten sich etwa zwei Wochen.

Besonderes: Die in Grapefruits enthaltene bitter schmeckende Substanz Naringin wirkt günstig auf Verdauung und Lebertätigkeit und regt den Appetit an.

Verwendung: Pur, mit etwas Honig versüßt oder als Saft. Passt an Obstsalat, Eis oder Fleischgerichte, insbesondere Geflügel.


Infos und News

Lachs ist nicht gleich Lachs

Seitdem die konventionelle Aquakultur mit Turbolachsen in Massentierhaltung sowie Wachstumshormonen und Antibiotika im Futter ins Gerede gekommen ist, wollen viele Genießer lieber echten Wildlachs essen. Hinter klangvollen Bezeichnungen wie Echter Irischer Räucherlachs, Wildwasserlachs, Fjordlachs, Baltiklachs, Atlantiklachs, Lachs Supérieur, Sibirischer Lachs und ähnlichen Bezeichnungen steckt aber kein Wildlachs. Es sind Phantasiebegriffe für Zuchtlachs. Nur wo „Echter Wildlachs“ draufsteht, ist auch echter Wildlachs drin.

100 Prozent Bio?

Wo Bio drauf steht, muss auch Bio drin sein. Bei Mischprodukten mit vielen Zutaten, wie Pizza oder Gemüseburgern, kann es bei einzelnen Zutaten aber zu Engpässen bei Bio-Ware kommen. Dann darf der Bio-Anteil im Gesamtprodukt auf 95 Prozent sinken. Liegt er zwischen 70 und 95 Prozent, darf der Hersteller nur im Kleingedruckten auf die biologische Herkunft der betreffenden Zutaten hinweisen. Das Produkt darf nicht als Bio-Ware angeboten werden. Stammen weniger als 70 Prozent aus Bio-Anbau, darf auch in der Zutatenliste kein Hinweis auf bio oder öko stehen.


Profi-Küchentipp

 

 

Bernd Trum, Vollwertkoch und Leiter der Kochschule und Küchenberatung „Küchenmanagement Trum“ (www.kuechen-management.de)

S&K: Wie hält sich Blattsalat möglichst lange frisch?

B.T.: Vorgeputzter und gewaschener Salat lässt sich hervorragend in einer Salatschleuder aufbewahren. Der Salat wird dabei kühl (Kühlschrank), dunkel und mit der entsprechenden Feuchtigkeit (Abtropfwasser) gelagert. Der Salat kann so 3-7 Tage gelagert werden.


Buchtipp

Vegetarisch leicht&schnell

Wie wäre es mit einem Avocadosalat mit Ingwer von der Elfenbeinküste, Felafel aus dem Mittleren Osten, knusprigen Nachos aus Mexiko oder einem farbenfrohen Tabbouieh aus dem Libanon? Mit diesen ausgefallenen vegetarischen Rezepten lässt sich ein Blick in die Kochtöpfe von Asien, Lateinamerika, der Karibik, Nordafrika und dem Mittleren Osten werfen. „Vegetarisch schnell&leicht“ ist ein Kochbuch für alle, die wenig Zeit haben, aber dennoch vegetarisch gesund essen wollen. Damit sich die mehr als 120 exotischen Gerichte nachkochen lassen, sind die Zutaten der westlichen Kochweise und unserem Produktangebot angepasst.

Vegetarisch leicht&schnell, Troth Wells, AT Verlag, Aarau, Schweiz, 2000, 170 Seiten,

 

Erschienen in Ausgabe 02/2002
Rubrik: Ernährung

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